Wochenrückblick 42–44/2016

Oha, da hab ich den Wochenrückblick aber etwas schleifen lassen. Ich behaupte einfach mal, dass in den letzten drei Wochen nicht so viel passiert ist.

Irgendwann in der Zeit hab ich mal wieder ein neues Lied aufgenommen. Und zwar Gerudo Valley aus The Legend of Zelda – Ocarina of Time.

Vergangenes Wochenende war ich im etwas abgelegenen Bergheim Riedelsbach auf dem diesjährigen „Süden“, also dem Treffen der bayrischen Diözesanarbeitskreise der DPSG.Islandpferd Thematisch gings da um Work-Life-Balance (bzw. eigentlich Work-Scouts-Life…). Dazu gabs verschiedene Workshops am Samstag. Zum Beispiel einen zu Life Kinetik, oder einen Besuch in einem Islandpferde-Gestüt (mit anschließender Einkehr im Gut Riedelsbach). Und Sonntag zum Abschluss noch eine Kutschfahrt im Regen. 😀

Diese Woche ist nun endlich die US-Präsidenten-Wahl. Vor einem Jahr war ich in den USA und da wurde ich schon gefragt, ob man denn bei uns auch den US-Präsidentschaftschafts-Wahlkampf verfolge. Als ob sich dafür ein Jahr vor der Wahl irgendjemand wirklich interessieren würde. Aber die Amis tun das ja anscheinend. Versteh ich nicht. Ich versteh eh so einiges nicht, was diese ganze Wahl angeht.
Wieso wird denn immer so getan, als gäbe es nur zwei Kandidaten? In der Berichterstattung spielen die Kandidaten neben Clinton und Trump keine Rolle und finden nur seltenst Erwähnung. Und auch von den amerikanischen Bürgern hört man so Sachen wie „Clinton ist zwar [[hier schlechte Eigenschaften einfügen, die sie eigentlich für das Präsidentenamt disqualifizieren]], aber Trump ist noch schlimmer, also werde ich Clinton wählen“, oder umgekehrt. Als Begründung dafür, dass anscheinend die allermeisten Amerikaner die anderen Kandidaten schlichtweg ignorieren, obwohl sie evtl. besser geeignet wären als Clinton oder Trump, hab ich bisher nur gehört, dass die anderen Kandidaten ja eh keine Chance hätten zu gewinnen. Aber dass die Leute mit dieser Art zu wählen gerade der Grund sind, wieso die anderen Kandidaten keine Chance haben, will wohl keiner einsehen.
Naja, wir werden ja sehen, was dabei herauskommt…

USA ’15 #20

Dieser Artikel ist Teil in der Reihe USA 2015

Eine Sache, die die USA deutlich von Deutschland unterscheidet, ist das mit dem Trinkgeld. Nicht nur, dass anscheinend jeder dort ein Trinkgeld erwartet (der Hotelangestellte, der meinen Koffer aus dem Hinterzimmer geholt hat, als ich einchecken durfte, war jedenfalls einigermaßen sauer, als ich meinen Koffer entgegengenommen habe, ohne daran zu denken, Trinkgeld zu geben).

Aber auch in Restaurants, wo man hier auch Trinkgeld gibt, ist es anders. Ein Trinkgeld von 15–20% wird auch bei schlechtem Service erwartet und ist manchmal auch praktischerweise schon automatisch in die Rechnung mit eingerechnet.

SandwichWenn ein so hohes Trinkgeld halt einfach so üblich wäre, wie bei uns eben die 10%, dann hätte ich damit auch kein Problem. Aber in den USA ist es wohl so, dass Bedienungen unterhalb des Mindestlohns bezahlt werden und den Rest mit dem Trinkgeld aufstocken müssen.1 Und eigentlich seh ich es nicht ein, es zu unterstützen, dass Restaurantbetreiber ihre Angestellten zu Hungerlöhnen anstellen, um die Preise auf der Karte künstlich niedrig zu halten. Mal ganz davon abgesehen, dass der Koch mindestens genau so wichtig ist für einen gelungenen Restaurantbesuch. Wieso sollte ich also nur die Bedienung belohnen? – Ach ja, weil der Restaurantbetreiber ihr ja zu wenig bezahlt. Das System gefällt mir überhaupt nicht.

Und es gibt wohl auch immer mehr Lokale in den USA, denen das auch nicht gefällt und die das Trinkgeldgeben bei sich abschaffen. „Wenn nur einige bestimmte Personen im Team Trinkgeld bekommen, führt das unweigerlich zu Spannungen“ sagt ein Restaurantbesitzer im Focus. Dadurch werden natürlich die Preise auf der Karte teurer, aber es sind inzwischen gar nicht so wenige Restaurants, die das z. B. in New York machen.

Ein nächster Schritt wäre dann, dass alle Geschäfte auch die Steuer schon in den Preis einrechnen und man an der Kasse auch das zahlt, was auf dem Preisschild steht. Aber eines nach dem anderen.

  1. Beziehungsweise gibt es für Jobs mit Trinkgeld einen speziellen Mindestlohn von grandiosen 2,13 Dollar pro Stunde.

USA ’15 #19

Dieser Artikel ist Teil 1 in der Reihe USA 2015

15. Oktober 2015

Den 15. Oktober verbrachte ich damit, von Washington D. C. nach Boston zu fahren. Der Bus hatte Verspätung, ansonsten passierte nichts besonderes.

16. Oktober 2015

Die rote Linie auf Bostons Boden führt einen u. a. zu zwei Friedhöfen und dem alten Rathaus, das jetzt ein Steakhouse ist.
Die rote Linie auf Bostons Boden führt einen u. a. zu zwei Friedhöfen und dem alten Rathaus, das jetzt ein Steakhouse ist.

Boston war so freundlich und hat einfach eine rote Linie auf den Boden gemalt bzw. mit Steinen gelegt, der man nur folgen muss, um zu vielen sehenswerten Dinge zu kommen. Die nennen das den Freedom Trail.

Dieser Park wird wie so vieles in den USA nachts geschlossen (siehe Schild). Mit Park ist vermutliche die Verkehrsinsel gemeint.
Dieser Park wird wie so vieles in den USA nachts geschlossen (siehe Schild). Mit Park ist vermutlich die Verkehrsinsel gemeint.

17. Oktober 2015

RoboterAm nächsten Tag ging ich zum MIT. Die haben ein sehr schönes Museum mit Robotern, Hologrammen und einer Foto-Ausstellung über Ostdeutschland (keine Ahnung wieso). Die bieten wohl auch Campusführungen an, aber an dem Tag gabs leider nichts. Also hab ich mich dann noch in den Buchläden in der Gegend rumgetrieben.

Eine der seltsamen Maschinen im MIT-Museum.
Eine der seltsamen Maschinen im MIT-Museum.

Abends ging dann mein Bus nach Atlantic City! Mit Zwischenhalt zu einer sehr unchristlichen Uhrzeit in New York.

18. Oktober 2015

Nachdem ich in Washington D. C. schon nicht ins weiße Haus konnte, so kam ich in Atlantic City zumindest in einem Haus des künftigen US-Präsidenten Donald Trump unter, dem Trump Taj Mahal.

StrandEinchecken konnte ich noch nicht, deshalb bin ich eben noch ein bisschen an der Strand­promenade entlangflaniert.

Als ich meinen Koffer dann wieder im Hotel abgeholt hab, hab ichs mir wohl ziemlich mit dem Herren verscherzt, der mir den Koffer wieder gebracht hat. Ich bin nämlich gar nicht auf die Idee gekommen, ihm Trinkgeld zu geben. Aber so wie anscheinend jeder in den USA hat er wohl eines erwartet. Aber das mit dem Trinkgeld ist noch ein Thema für einen eigenen Beitrag.

Die Übernachtfahrt im Bus hat mich dann doch so geschlaucht, und das Bett war so bequem, dass ich am Nachmittag schon eingeschlafen bin. Eigentlich wollte ich noch in ein Casino gehen, z. B. das im Hotel selbst. Aber auf Automaten hatte ich keine Lust, und beim Roulette war mir der Mindesteinsatz zu hoch…
Also hab ich an meinem letzten ganzen Tag in den USA nicht mehr viel unternommen.

19. Oktober 2015

Uuuund ab nach Hause!

USA ’15 #17

Dieser Artikel ist Teil 18 in der Reihe USA 2015

12. Oktober 2015

Am nächsten Tag wollte ich nach Washington D. C. fahren. Sylwia nahm mich zuerst nach National Harbor mit, wo sie arbeitet. Von dort bin ich mit dem Bus weiter richtung D. C. gefahren. Wobei das schon mal fast nicht geklappt hätte. Man musste den Bus passend zahlen. Leider fehlte mir dazu genau 1 Cent. Die Busfahrerin meinte, ich soll einfach alles, was ich habe, in den Automaten werfen. Dann ging der Automat kaputt und ich konnte ohne Fahrkarte fahren. 😀

Mit dem Bus ging es zu einer U-Bahn-Station, wo ich erstmal mit dem Tarifsystem kämpfte.Washington D.C. Metro Ich bin mir nicht sicher, ob ich es richtig verstanden habe. Jedenfalls ging es dann mit der Bahn nach Washington rein. Die U-Bahn-Stationen dort sind ganz interessant. Zumindest ein paar davon im Zentrum. Die sind nämlich nur sehr schummrig ausgeleuchtet, was äußerst ungewöhnlich für U-Bahn-Stationen ist.

CapitolImmer wenn man wo Urlaub macht, ist irgendwas wichtiges in Baugerüste eingehüllt. In diesem Fall war es das Capitol. Trotzdem ist das alles sehr schön anzusehen, Capitol, National Mall, Washington Monument und Lincoln Memorial.

Washington MonumentAm Lincoln Memorial war eine Gruppe Pfadfinder. Woher kommt nur die Sitte, das Halstuch unter dem Kragen zu tragen? Das macht doch gar keinen Sinn…
Das Lincoln Memorial eignet sich prima zum Rumklettern und Runterrutschen. Aber das sehen die Wärter leider gar nicht gerne… 🙁

Weißes HausDas Weiße Haus hab ich mir nur von hinten angesehen. Ich hab auch gar nicht recherchiert, wie/ob/wie nahe man vorne überhaupt rankommt. Aber später während des USA-Trips sollte ich noch in den Genuss kommen, im Haus eines (fast-)US-Präsidenten zu wohnen… 😀

Abends ging es wieder nach Hause zu Sylwia und Doug. Es gab eine „Faule Lasagne“. Ich weiß nicht mehr genau, was das genau war. Jedenfalls war es ein einfaches, schnelles Rezept für etwas leckeres Lasagne-artiges… Ich muss mal nach dem Rezept fragen.

USA ’15 #15

Dieser Artikel ist Teil 16 in der Reihe USA 2015

10. Oktober 2015

Während ich in New York war, hatte mir Sylwia geschrieben, die mit ihrem Mann Doug in der Nähe von Washington D. C. wohnt, ob ich sie nicht besuchen will. Da ich sowieso keine genaueren Pläne für die Zeit nach der ersten Woche hatte, nahm ich das Angebot natürlich gerne an und stieg in einen Bus nach D. C.

Der Bus war ziemlich kalt und entgegen der Werbung ohne WLAN. Aber er brachte mich für nur etwa 20$ ans Ziel. Also zumindest nach D. C. Von da musste ich noch nach National Harbor1, wo die Sylwia arbeitet. Und da hab ich das erste Mal Uber ausprobiert.
Das ist ziemlich praktisch, aber auch recht unbenutzbar, wenn man keine verlässliche Internetverbindung hat, z.B. weil man auf WLAN angewiesen ist. Aber irgendwann hab ichs dann doch in das Auto dieser netten älteren Dame geschafft, die mir gleich ein Bonbon angeboten und sich mehrfach verfahren hat. 😀

In National Harbor angekommen, hab ich Sylwia aufgespürt und gewartet, bis ihre Schicht zuende war. Dann sind wir nach Upper Marlboro2 gefahren zu Sylwia und Doug nach Hause. Von dort aus hab ich dann die nächsten Tage D. C und Maryland erkundet. Naja, ein bisschen. Ich hab mich auch viel ausgeruht… 🙂

Titelbild von MamaGeek, CC BY-SA 4.0

  1. Bis in die 1980er war das anscheinend eine Plantage, die dann aber abgebrant ist. Und dann hat man da einen Ort mit Hotels, Restaurants, Läden und Riesenrad hochgezogen.
  2. Der Ort hieß mal Upper Marlborough, aber der Name hat nicht auf den Poststempel gepasst. Und so wurde daraus Upper Marlboro. Sagt Wikipedia jedenfalls.

USA ’15 #14

Dieser Artikel ist Teil 15 in der Reihe USA 2015

10. Oktober 2015

Der letzte Tag in New York ist ein guter Zeitpunkt für einen ersten Zwischenrückblick:

Bleistifte hinterm Ohr

Anscheinend ist es in, Bleistifte hinter dem Ohr zu tragen. Ich hab schon einige Leute gesehen, die das gemacht haben.

Subway

Auch wenn New York eine tolle Stadt ist, die U-Bahn ist furchtbar.

  • Es gibt so gut wie nirgends Rolltreppen. Es gibt Aufzüge, aber auf den zu warten lohnt sich nur, wenn man wirklich darauf angewiesen ist. Also schleppe ich eben meinen schweren Koffer die Treppen auf und ab.
  • Entweder können die U-Bahn-Fahrer nicht richtig fahren oder die Bahnen oder Schienen sind ziemlich kaputt. Jedenfalls sind die Fahrten oft extrem ruckelig. Ich tippe darauf, dass die U-Bahn-Fahrer nicht richtig fahren können, da die New Yorker Autofahrer anscheinend auch nicht die kompetentesten sind. Ich möchte z.B. nicht in New York auf einen Krankenwagen angewiesen sein. Von einer Rettungsgasse hat da anscheinend noch nie jemand was gehört… Aber es soll hier eigentlich um die U-Bahnen gehen. Ruckelig also.
  • Der Plan ist sehr verwirrend. Üblicherweise hat man ja einen sehr vereinfachten Plan, der nur die nötigen Informationen anzeigt und nicht unbedingt geographisch hundertprozentig korrekt ist, der dafür aber leicht lesbar ist. Das gibts in New York nicht. Dort sieht es so aus: New York Subway Das ginge sicher auch einfacher.
  • Wer kommt denn bitte auf die Idee, verschiedenen Stationen den selben Namen zu geben? Man muss also immer eine Linie dazu sagen, die an der Station hält, und dann hoffen, dass es dadurch eindeutig wird.
  • Manchmal gibt es für die unterschiedlichen Richtungen einer Station verschiedene Zugänge, die auch mal einen Block auseinander liegen können, ohne dass beschildert wäre, wie man von dem einen Zugang zum anderen kommt.

Aber irgendwo hab ich gehört, dass New York da mal was tun will. Vielleicht die ganze U-Bahn plattmachen und neubauen oder so…

Parks und McDonalds

Wieso machen Parks ab 11 oder 12 Uhr zu? Wieso hängt im McDonalds ein Schild, dass man seinen Burger innerhalb von 30 Minuten gegessen haben muss und ansonsten rausgeschmissen wird? So viel zum „land of the free“…

U-Bahn-Plan von https://www.mta.info/

USA ’15 #13

Dieser Artikel ist Teil 14 in der Reihe USA 2015

9. Oktober 2015

Für den letzten Tag in New York hatte ich nichts vorher geplant. Da traf es sich ganz gut, dass Lena zufällig auch gerade mit ihrer Familie in New York war. High LineAlso bin ich mit denen über die High Line, durch Little Italy und Chinatown spaziert.

Abends war ich mit Lena und ihrer Schwester in Williamsburg im Maison Premiere. Das wäre an und für sich ein sehr schöner Laden. Tolle Einrichtung, leckere Cocktails, Austern, wenn man das mag… Nur müssen die sich so wichtig machen und so tun als seien sie voll und einen unnötigerweise ne Viertelstunde vor der Tür warten lassen. Vielleicht wollen sie damit exklusiv und toll wirken… Hat bei uns jedenfalls nicht geklappt.
Und die Bedienung war auch unglaublich unfreundlich. Bei dem guten Service, den man sonst gewohnt ist in den USA, fällt das extrem negativ auf. Unsere Theorie war, dass die damit weben: „Wir sind die Bar mit dem schlechtesten Service in New York City!“
Vielleicht war es auch nur, weil wir keine Austern bestellt haben.

USA ’15 #11

Dieser Artikel ist Teil 12 in der Reihe USA 2015

7. Oktober 2015

Am Mittwoch, den 7. Oktober, bin ich meine Tickets für die New York Comic Con abholen gegangen, damit ich dann am Tag drauf keine Zeit verliere. Ich glaube, das war eine sehr gute Idee, da ich überhaupt nicht anstehen musste dafür.comiccon

Danach bin ich zur Freiheitsstatue gefahren. Liberty Island selbst lohnt den Besuch eigentlich nicht, denn von dort sieht man die Statue ja nur von unten.Freiheitsstatue Und einen schönen Blick auf Manhattan hat man auch von woanders. Wenn man zahlt, um auf die Statue hinaufzugehen, lohnt es sich vielleicht, aber so kann man die Insel ruhig auslassen. Der Audioguide, mit dem man über die Insel geführt wird, ist auch furchtbar selbstverliebt.

Was sich dagegen lohnt, ist Ellis Island. Dort gibt es eine große sehr interessante Ausstellung darüber, wie dort früher die Einwanderer registriert, überprüft und untersucht wurden.Ellis Island Hier ist der Audioguide auch super.

So langsam hatte ich genug vom Sightseeing, also bin ich, als ich wieder an Land war, nur noch zum Shake Shack zum Burger-Essen. Das Brötchen ist zwar ziemlich lasch, aber dafür ist die Sauce auf den Burgern extrem lecker.

Dann ging es wieder heim nach Brooklyn, ausruhen für die Comic Con.

USA ’15 #10

Dieser Artikel ist Teil 2 in der Reihe USA 2015

6. Oktober 2015

Da ich es zwei Tage zuvor nicht auf das Empire State Building geschafft hab, hab ich das am 6. Oktober nachgeholt. Ich habs erstmal geschafft, irgendwie an den Ticketschaltern vorbeizurutschen. Irgendwann ist dann aber dann doch aufgefallen, dass ich kein Ticket hatte, also musste ich zurück.
Blick vom Rockefeller CenterIch weiß nicht ob es daran lag, dass das Wetter jetzt besser war und daher mehr Leute da waren. Aber im Gegensatz zu meinem Besuch im Rockefeller Center ein paar Tage zuvor wurde man im Empire State Building ziemlich durchgeschleust. Dafür hatte ich dann endlich einen sonnigen Blick auf New York.

Mittags bin ich wieder einer Empfehlung des Lonely Planet gefolgt und war im JG Melon essen. Da gibts leckere Burger und alles ist melonig dekoriert.

Ägyptische Finger- und Zehen- ... äh ... -DingerAm Nachmittag stand das Met auf dem Plan. Dummerweise hatte ich dafür zu wenig Zeit eingeplant, deshalb konnte ich nur einen sehr kleinen Teil des Museums sehen.

Danach bin ich in den Central Park. Der hat mir nicht besonders gefallen. Wahrscheinlich war ich nur an den falschen Stellen, der ist ja groß, fast so groß wie der Englische Garten. Einige Wiesen waren eingezäunt und alles wirkte recht künstlich angelegt. Da kam ich mir schon ein bisschen vor wie im Zoo…
Und der Central Park macht auch in der Nacht zu, so wie anscheinend jeder Park in den USA. Sehr seltsam…

USA ’15 #9

Dieser Artikel ist Teil 11 in der Reihe USA 2015

5. Oktober 2015

Am Montag standen zwei geführte Touren durch zwei Stadtviertel von New York an. Die waren beide von New York Tour1 und dank dem New York Pass auch kostenlos.

Man kann da wohl auch Pech haben mit den Tourführern, wie mir eine Deutsche, die ich in der zweiten Tour getroffen hab, erzählt hat.

Chelsea Market
Chelsea Market

Aber ich hatte Glück mit den beiden Touren. Der Führer von der ersten hat ständig von seinen Lieblings­restaurants erzählt. Und die Zweite hat sich so vorgestellt:

„Ich bin Schauspielstudentin in New York, also bin ich auch Bedienung und Tour-Guide. Ich bin das erste New Yorker Klischee, das ihr heute trefft.“

Die erste Tour führte durch Chelsea und über die High Line, mit Blick auf das Pier, wo die Titanic-Überlebenden an Land gegangen sind, und auf eine ehemalige Schwulenbar, in der Freddy Mercury wohl gerne war und die heute angeblich das einzige Stundenhotel der Stadt ist (was ich mir bei der Größe der Stadt nicht ganz vorstellen kann).

Nach der Tour bin ich mal wieder dem Tip des Lonely Planet gefolgt und hab im Taïm leckere Falafel gegessen.

Washington Square Arch
Washington Square Arch
Brunnen im Washington Square Park
Brunnen im Washington Square Park

Am Nachmittag war dann die Tour durch Greenwich Village. Im Washington Square Park zum Beispiel. Angeblich sind da ganz oft Straßenmusiker in dem Park, sagte die Tour-Führerin, aber ich war insgesamt dreimal dort, und nie waren da Musiker. 🙁 Dafür hab ich auf der Tour gelernt, dass der Park früher ein Friedhof war. Das sieht man ihm überhaupt nicht an.

Interessant war auf der Tour auch eine dreieckige Tafel irgendwo auf dem Gehweg. Da wurde nämlich mal eine neue U-Bahn-Strecke gebaut und dazu mussten alle Häuser auf der Strecke abgerissen werden, weil man da auch eine Straße hinbauen musste. Wieso man da eine Straße bauen und alles abreißen musste, ist mir nicht ganz klar. Aber egal.Kleinstes Privatgründstück in New York
Jedenfalls wurden da dann eben alle Grundstücks­eigentümer enteignet. Einer war damit nicht ganz einverstanden und hat sich die Pläne besorgt und versucht, irgendwas zu finden, womit er das ganze aufhalten konnte. Das hat nicht geklappt, die U-Bahn wurde gebaut. Allerdings hat er danach noch einen Fehler entdeckt. Die Stadt hatte sich irgendwo verrechnet oder verzeichnet, und daher wurde ein kleines Dreieck des Grundstücks nicht offiziell der Stadt übereignet. Auch auf Bitten der Stadt hin hat der Besitzer das kleine Grundstückchen nicht im Nachhinein der Stadt noch geschenkt. Stattdessen hat er dort eine Tafel anbringen lassen, auf der steht: „Property of the Hess estate which has never been dedicated for public purpose.“

Und in der Christopher Street am Stonewall Inn waren wir auch.

Danach wollte ich eigentlich noch durch Little Italy und Chinatown laufen, aber das hab ich bald aufgegeben, weil mir alles wehgetan hat. Sightseeing ist anstrengend…