Wochenrückblick 15,5/2015

Vergangene Woche hab ich in der Süddeutschen einen Beitrag von Clemens Setz gelesen (ja, der Clemens Setz, der Indigo geschrieben hat, das ich hier lese). Da geht es um ASMF. Sagte mir bisher nichts. Lest euch mal den Beitrag durch, und schaut dann mal in ein paar der Videos rein. Sehr interessant die ganze Sache:

Und dann Dienstag vergengene Woche hab ich es tatsächlich geschafft, mein Führungszeugnis zu beantragen. Es ging auch recht schnell. Nach 10 Minuten Warten war ich im Gebäude, nach weiteren 15 Minuten Warten war ich auf dem richtigen Stockwerk, nochmal 10 Minuten Warten bis zum Info-Schalter. Und da hat es nur noch 5 Minuten gedauert. Zum Glück musste ich keine Nummer ziehen. Hatte ich mir echt schlimmer vorgestellt, zumal mir auch während des ganzen Anstehens kaum jemand entgegen kam. Nur den Typ am Schalter hab ich kaum verstanden. Kam wohl ausm Wald.

PlaymobilAm Wochenende bin ich nach Rothmannsthal gefahren zum Vorbereitungs-Wochenende für das Wölflings-Bayernlager an Pfingsten. Dazu sind inzwischen schon 539 Leute angemeldet! Das wird bestimmt grandios!

Wochenrückblick 7/2015

Keine Zeit, keine Zeit, viel zu tun… Zum Beispiel das Anmeldesystem fürs Wölflings-Bayernlager komplett fertigstellen. Deshalb nur ein kurzer Überblick über die letzte Woche:

Montag war mal wieder Zeit für den stetig wachsenden Coop-Stammtisch. Da fällt mir ein, ich hab da meinen Schal liegen gelassen. Der ist jetzt beim Joschka gelandet, soweit ich weiß. Den muss ich mir mal wiederholen.

Dienstag dann mal wieder Firefly schauen. (Ich hab jetzt auch ein Firefly-Poster dank dem Item Shop. 😀 )

Mittwoch Treffen der Diözesanleitung der DPSG München&Freising.

Donnerstag D&D spielen im Item Shop. Die Spieler sind auf die Idee gekommen, ein Mehlfass, das sie gefunden haben, mitzunehmen und als Mehlstaubexplosionsbombe zu verwenden. Ich bezweifle zwar, dass das in echt gehen würde, aber die Idee fand ich cool. Obs wirklich klappt, sehen wir nächste Woche.

Freitag ausnahmsweise Bandprobe statt Mittwoch.

Samstag Geek-Dating, passend zum Valentinstag. 😀

Sonntag Treffen des Kommunikations-AK fürs Wölflings-Bayernlager. (Mittwoch ist es endlich so weit, die Hauptanmeldung geht los. Komme was wolle…)

Über irgendwas aus der aktuellen Ausgabe der WASD wollte ich noch schreiben. Aber meine Notiz dazu lautet „WASD und äh habs vergessen. Wo“. Sehr aufschlussreich. Sobald mir wieder einfällt, was ich damit gemeint hab, reich ich das nach.

Gestern hab ich in der Süddeutschen einen Artikel gelesen über die weiteren Pläne, Signale ins Weltall zu schicken, um außerirdische Intelligenzen auf uns aufmerksam zu machen. Da gabs eine fragwürdige Idee: „Seth Shostak möchte das gesamte Internet ins All versenden. Anhand der Datenmassen könnten sich Außerirdische problemlos ein Bild der Erde machen.“ Aber ob das das richtige Bild wäre… 😀

Nächste Woche wirds wieder ausführlicher, versprochen.

Science Fiction

Die Science Fiction holt uns immer wieder ein.

Klar, das hat sie schon immer. Man denke an Hubschrauber (siehe da Vincis Skizze), Smartphones oder Replikatoren.

Trotzdem ist es immer wieder überraschend, wie rasant die technische Entwicklung gerade voranschreitet. Mein Smartphone hat eine etwa 40-mal höhere Rechenleistung als mein erster PC, beispielsweise. Kürzlich habe ich ja über Watson geschrieben, der schon fast dem Bordcomputer der Enterprise gleichkommt. Es fehlt im Prinzip nur noch die Spracherkennung.

Und gestern las ich in der Süddeutschen etwas, was mich wiederum an etwas erinnerte, das ich bei Isaac Asimov gelesen hatte. In der Foundation-Trilogie, um genau zu sein. Dort ist die Rede von einem Wissenschaftszweig, der Psychohistorik, die es erlaubt, das Verhalten und die Entwicklung von Menschen vorherzusagen. Und zwar nicht auf Ebene einzelner Individuen, sondern für die Gesellschaft als Ganzes. Bei Asimov funktioniert das nur, wenn die Anzahl der Individuen einen bestimmten kritischen Wert überschritten hat, (der, wenn ich mich recht entsinne, größer als die momentane Erdbevölkerung ist).

Die Idee dabei ist, so vorzugehen, wie man es in der Physik tut. Dort ist man auch in der Lage, das Verhalten von unzähligen Atomen zu beschreiben, zwar nicht für jedes Atom im Einzelnen, sondern für das makroskopische Gebilde im Ganzen. Und diese Idee wird anscheinend jetzt auch wirklich ernsthaft verfolgt.

Das läuft unter dem Namen „sozioökonomische Physik“. Und Jürgen Mimkes, emeritierter Professor, beschreibt in dem Interview (hier die Online-Version), wie man z.B. die Übergänge von Diktaturen zu Demokratien ähnlich beschreiben und vorhersagen kann, wie Phasenübergänge in der Physik. Also wie man vorhersagen kann, welche Temperatur nötig ist, damit ein Stoff mit einer gewissen Bindungsenergie unter einem gewissen Druck schmilzt oder verdampft, so kann man laut Mimkes z.B. vorhersagen (oder zumindest sehr genau beschreiben), welches Bruttoinlandsprodukt nötig ist, damit eine Gesellschaft mit einer gewissen Geburtenrate unter einer gewissen Stärke der Unterdrückung aus der Diktatur in einen demokratischen Zustand übergeht.

Ein sehr lesenswerter Artikel, und eine faszinierend interessante Idee.

Skizze von da Vinci ist gemeinfrei.

Wer lesen kann, ist nicht immer klar im Vorteil

Kürzlich las ich in der Süddeutschen darüber, dass es neurowissenschaftliche Erkenntnisse darüber gibt, was das Lesenlernen mit unserem Hirn anrichtet (Online-Version des Artikels). Anscheinend sind Menschen, die lesen können, nicht so gut in der Lage, Gesichter zu erkennen, wie Analphabeten. Ob damit auch die Frisurblindheit zusammenhängt, bleibt noch zu untersuchen.

Unsinn in Schriftform

Zeitungen schreiben manchmal schon Unsinn. Manche ein bisschen, wie die Süddeutsche, die letztens titelte „Original verkorkt. Von kommendem Jahr an können E-Mails auch verschlüsselt verschickt werden – das kostet aber“.

Als ob es nicht schon seit langem kostenfreie Möglichkeiten der Email-Verschlüsselung und -Signierung gäbe. Sicher und gut integriert in die üblichen Mailprogramme… Meinen PGP-Schlüssel findet ihr übrigens hier.

In dem Artikel der Süddeutschen geht es um die De-Mail, dem Projekt der Bundesregierung zur vertraulichen und rechtssicheren Nachrichtenübermittlung im Internet. Im Artikel wird aber wenigstens darauf hingewiesen, dass die De-Mail gar nicht so sicher ist. Denn die De-Mails werden zwar verschlüsselt übertragen, aber auf den einzelnen Stationen, die sie durchlaufen, wieder entschlüsselt, wenn ich das richtig verstanden habe. Und dafür soll man dann Geld zahlen?!? Bleibt die Möglichkeit, die Nachrichten mit den bewährten kostenlosen Methoden zu verschlüsseln und dann per De-Mail zu verschicken. Allerdings ist das wohl recht umständlich, weil nicht so gut integriert wie bei der normalen E-Mail.

Manche Zeitungen schreiben aber auch ziemlich großen Unsinn. Wie die Bild. Furchtbar…

Spatzensteuer

In der Süddeutschen von heute stand etwas über ungewöhnliche Steuern. Von einer Luftsteuer für in den Luftraum hineinragende Automaten, über einer Sexsteuer für Prostituierte zu einer Spatzensteuer. Diese Spatzensteuer sollte helfen, im 18. Jahrhundert in Hannover der Spatzenplage Herr zu werden. Hierzu mussten alle Bürger, die nicht genug Spatzenköpfe ablieferten, eine Steuer entrichten.

Solche Steuern sollten auch heute noch viel öfter verlangt werden. Zum Beispiel sollten alle Bürger, die in einem Monat nicht mindestens eine kinderpornographische Seite entdeckt und gemeldet haben, zahlen. Das würde Geld bringen… 😀

Spatzenbild von sumba unter CC-Lizenz Creative Commons Lizenzvertrag

Dicke Kinder

Süddeutsche ZeitungHeute lese ich in der Süddeutschen, dass Frauen, die während der Schwangerschaft übermäßig zunehmen, dickere Kinder kriegen (SZ Nr. 178, 5. August 2010, S. 14, „Dicke Mama, dickes Baby“). Irgendwann mal habe ich irgendwo gelesen, dass Kinder von untergewichtige Frauen dazu neigen, später dick zu werden. Hm, irgendwie kann mans ja fast nur falsch machen…

 

 

 

 

 

Bild von Wikimedia Commons. Creative Commons License.

Studie zum Zölibat

Ich hatte ja in einem vergangenen Artikel unserem Bischof Mixa widersprochen, der einen Zusammenhang zwischen Zölibat und Kindesmissbrauch strikt geleugnet hat. Mit diesem Widerspruch meinte ich natürlich nicht, dass der Zölibat der Hauptgrund für Kindesmissbrauch sei, und ich konnte auch nicht belegen, dass zölibatäres Leben sowas zumindest fördert.

Süddeutsche ZeitungDazu bräuchte man entweder gute Statistiken zu Kindesmissbrauchsfällen, oder eine diesbezügliche Studie. Letzteres gibt es anscheinend. Darauf hat mich die „Außenansicht“ des emeritierten Professors für ökumenische Theologie Hans Küng in der Süddeutschen Zeitung vom 17. März gebracht. Darin verweist Küng auf die 25 Jahre langen Studien von Richard Sipe. Diese Studien belegen, dass die „zölibatäre Lebensform […] pädophilen Neigungen Vorschub leisten“ kann. Der Text ist hier auch online verfügbar.

Auf https://www.richardsipe.com/ werden anscheinend die Ergebnisse dieser Studien vorgestellt. Ich habe momentan leider keine Zeit, das zu lesen. Daher gebe ich das mal unbesehen weiter.

Bild von Wikimedia Commons. Creative Commons License.

Europäischer Extremismus

Süddeutsche ZeitungAm 2. März hab ich im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung einen interessanten Text des britischen Historikers Tony Judt „über den politischen Tunnelblick bei der Betrachtung des Terrorismus“ gelesen. Darin kritisiert der Autor unter anderem, dass in den letzten Jahren immer wieder pauschal von „islamistischem Terrorismus“ gesprochen wird, und bringt in diesem Zusammenhang folgenden schönen Vergleich:

Das ist in etwa so, als würde man die Roten Brigaden, die Baader-Meinhof-Bande, die provisorische IRA, die ETA, die jurassischen Separatisten und die Nationale Befreiungsfront von Korsika zusammenrühren, das Ergebnis als „europäischen Extremismus“ bezeichnen und dann dem Phänomen politischer Gewalt in Europa den Krieg erklären.

Bild von Wikimedia Commons. Creative Commons License.

Mixa und die sexuelle Revolution

Unser Mixa mal wieder…

Da les ich am Mittwoch in der Süddeutschen seine Äußerungen zu den aktuellen Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche (S. 6, „Mixa geißelt die Medien“; voriger Link führt zu einem ähnlichen Text). Mixa hat gesagt, dass die zunehmende Sexualisierung der Öffentlichkeit an den Kindesmissbrauchsfällen „sicher nicht unschuldig“ sei. Kann schon sein. Vielleicht hat das die Hemmschwelle herabgesetzt. Vielleicht hat es aber auch zu einer offeneren und aufgeklärteren Gesellschaft geführt. Oder so. Wie auch immer. Diese Aussage find ich so ja ganz in Ordnung, aber zusammen mit Mixas strikter Leugnung eines Zusammenhangs zwischen Zölibat und Pädophilie wird das ganze natürlich etwas schief. Daher wurde Mixa ja auch von Kirche und Politik kritisiert.

Ich meine, man kann genausowenig einen Zusammenhang zwischen Zölibat und Kindsmissbrauch strikt leugnen wie man klar der sexuellen Revolution die Schuld zuschieben kann. Zumal die Organisation der Kirche anscheinend ja auch sehr geübt im Verschweigen von Missbrauchsfällen ist.