Heute vor sechs Jahren: Shanghai

Heute vor sechs Jahren bin ich für eine Konferenz nach Shanghai geflogen. Neben dem Vortrag, den ich dort gehalten habe, hatte ich auch ein bisschen Gelegenheit, mir die Stadt anzuschauen.

Wen interessiert, was ich damals so gebloggt habe, kann das hier nachlesen.

Seitdem war ich ein paar mal in Prag. Was ich mich jetzt frage, ist: Welches Gebäude ist hässlicher? Der Oriental Pearl Tower in Shanghai oder der Fernsehturm von Prag?

Oriental Pearl Tower in Shanghai
Oriental Pearl Tower in Shanghai
Fernsehturm Prag
Fernsehturm Prag

Shanghai

Es soll ja einen ganzen Tourismuszweig geben, der Schauplätze von berühmten Romanen oder Filmen bedient (z.B. für Twilight). So ganz kann ich das nicht ganz nachvollziehen. Andersherum dagegen finde ich das ganz interessant, wenn in einem Roman Schauplätze vorkommen, an denen ich schon mal war.

Zum Beispiel in Frank Schätzings Buch Limit, das ich gerade lese. Dort besucht eine illustre Gruppe von Leuten den Mond. Ach nein, falscher Handlungsstrang. Shanghai, da war ich schon.

Jedenfalls wurde in Schätzings Buch eine Achterbahn auf dem World Financial Center gebaut, dem (zumindest momentan) mit knapp 500m höchsten Gebäude Chinas und dritthöchsten der Welt. Mit Looping durch das Loch in der Spitze, die dem Turm den Namen Flaschenöffner eingebracht hat. Das und die Beschreibung Shanghais ist natürlich viel interessanter, wenn man die Stadt schonmal gesehen hat. Aber andersherum – ich weiß nicht…

Shanghai 7

Dieser Artikel ist Teil 7 in der Reihe Shanghai

Ein kleiner Nachschlag noch zu meiner Shanghai-Reise im Dezember. Ich hoffe, ich habe das noch nicht erzählt.

Der Hinflug war eigentlich doch ganz spannend. Bei einem Flug waren die Sauerstoffmasken-Klappe über einem Platz schon geöffnet. Die Masken wurden dann von den Stewardessen wieder hineingestopft und die Klappe mit Klebeband fixiert. Hoffentlich hatte der Mann, der da saß, keine Flugangst.

Außerdem war bei dem anderen Flug (wir mussten in Istanbul umsteigen) eine Person zu viel an Bord. Ich weiß nicht warum. Vielleicht haben die Leute am Check-In etwas vermasselt, oder einer hat das falsche Gate erwischt und ist ins falsche Flugzeg eingestiegen.

Das erinnert mich an einen Theaterbesuch vor einigen Jahren, wo eine Familie zu uns kam und sagte, wir säßen auf ihren Plätzen. Wir haben dann Theaterkarten verglichen, und tatsächlich: die Karten waren für die selben Plätze wie unsere. Es stellte sich dann heraus, dass die Familie am falschen Tag ins Theater gegangen war. Die Dame am Einlass hatte das wohl nicht bemerkt.

Im Theater kann sowas mal passieren. Am Flughafen sollte das eigentlich nicht so sein. Hierzu empfehle ich den Artikel auf psyfessional zu dem kürzlichen Vorkommnis am Münchner Flughafen.

Hier noch relativ zusammenhangslos zwei Quallen, die ich im Shanghai Ocean Aquarium getroffen habe:

Kniepinkler

Es gibt ja viele unterschiedliche Arten von Toiletten: Tiefspüler, Flachspüler, Pissoirs, Pisswände, Donnerbalken, Hockklos usw.

Lustig fand ich die Pissoirs in Shanghai, die bis zum Boden hinuntergingen. Also quasi eine Pisswand aus Porzellan für eine Person.

Noch lusiger find ich aber folgendes: Den Hocker für geräuschloses Pinkeln (via OhGizmo!).

Auf der Seite des Shops heißt es:

Wir haben es alle schon erlebt: Es ist 2 Uhr morgens, alles schläft. Die Schwiegermutter hat die Tür direkt gegenüber der Toilette und Sie möchten sich nicht outen, dass Sie 6 Gläser Bier über den Durst getrunken haben.

So schön es ist im Stehen pinkeln zu können, erfordern manche Situationen etwas Feingefühl. Aus einem halben Meter Höhe in die Schüssel zu pinkeln macht es schwer verräterische Geräusche leise zu halten.

Die Leute haben Probleme…

Shanghai 6

Dieser Artikel ist Teil 6 in der Reihe Shanghai

Ich hab noch eine Sache gefunden, bei der uns die Chinesen voraus sind, bzw. eine gute Idee, die ich hier noch nie gesehen habe. Dort wird einem, wenn man im Restaurant seine Jacke über seinen Stuhl hängt, diese mit einem Überzieher-Teil abgedeckt, damit keine üblen Gerüche oder herunterfliegenden Suppen hinkommen.

Wenn man mal von den vielen Wolkenkratzern absieht, hat Shanghai eigentlich keine wirklichen Sehenswürdigkeiten. Nur den Yu-Yuan-Garten könnte man nennen. Der ist wirklich schön, und obwohl nicht groß durchaus geeignet, sich darin zu verirren.Im Yu-Yuan-Garten

Das soll nicht heißen, dass Shanghai nicht sehenswert wäre. Aber wenn ich nochmal nach China kommen sollte, würde Shanghai nicht unbedingt auf meiner Reiseroute liegen (außer um einen Freund zu besuchen, der seit ein paar Monaten dort arbeitet, was ich allerdings erst erfahren hab, als ich schon wieder daheim war).

Shanghai 5

Dieser Artikel ist Teil 5 in der Reihe Shanghai

Gestern bin ich wieder in Deutschland gelandet. Zum Glück war unser Flug nicht von dem Schneechaos betroffen. Ein bisschen Bammel hatten wir schon, als wir gesehen haben, dass die ganzen Deutschland-Flüge von Istanbul aus gestrichen wurden…

Die letzten Tage in Shanghai hatte ich leider keinen Internetzugang, da ich in ner Jugendherberge war. Aber ich werde in den nächsten Tagen immer wieder mal Fotos hochladen und was von Shanghai erzählen.

Das ist der Ausblick vom Jin-Mao-Turm:
Blick auf Shanghai vom Jin-Mao-Tower
Die Fahrt ins 88. Aussichts-Stockwerk lohnt sich wirklich. Allerdings nur bei gutem Wetter. Wie man sieht, sieht man auch bei gutem Wetter wegen dem Smog, den es in Shanghai meist hat, nicht sehr weit. Der Jin-Mao-Tower ist zwar nur das dritthöchste Gebäude in Shanghai, aber dafür ist der Eintritt auch deutlich preiswerter als der zum Oriental Pearl Tower oder dem World Financial Center. Wenn ich mich richtig erinnere, hat es (für Studenten) nur etwa 8€ gekostet.

Zu sehen gab es nicht nur Shanghai von oben. Mindestens genauso beeindruckend ist auch der Blick innen von oben in das Hotel, das die 30 Stockwerke unter der Aussichtsplattform einnimmt.

Auch der Riss in einer der Fensterscheiben war ganz spannend… 😀

Shanghai 4

Dieser Artikel ist Teil 4 in der Reihe Shanghai

Heut ist die letze Nacht im Hotel Shangri-La, morgen gehts in die Jugendherberge. Schade, ich hätte mich daran gewöhnen können. Heute war ein sehr schöner Tag. Nach den Vorträgen war ich mit Anna im Yu-Garten, in einem der alten Wohnviertel, die sich noch inmitten der Hochhäuser gehalten haben und in einem wunderschön gemütlichen Teehaus.

Ich hab vor nicht allzulanger Zeit mal etwas über in Shanghai im Fernsehen gesehen. Genauer gesagt, etwas über den Straßenverkehr hier. Darauf dachte ich, mein Gott, wie soll ich hier jemals über die Straße kommen? Aber jetzt, wo ich hier bin, muss ich feststellen, das das hier eigentlich wirklich sehr angenehm ist für Fußgänger. Solange man die wichtigste Regel beachtet „Pass auf Taxis, Busse und Zweiräder auf!“, kann man hier eigentlich jederzeit sicher und ohne allzusehr aufpassen zu müssen über die Straße gehen. Das würd ich mich in der Form in Deutschland nie trauen.

Aber lustig ist es irgendwie schon, dass es hier an größeren Kreuzungen dann doch Verkehrspolizisten braucht, damit es zu keinem Chaos kommt.

Heut hab ich meine Kamera wieder hier, drum gibt es ein Foto vom Oriental Pearl Tower, dem hässlichsten der großen Gebäude in Shanghai. Irgendwie ist der Turm aber doch zum Wahrzeichen der Stadt avanciert.
Oriental Pearl Tower
Dabei gäbe es so viele andere tolle Hochhäuser, wie das Flaschenöffner-Hochhaus, die Leuchtende Blüte, das Hochhaus-Gerüst/Gerüst-Hochhaus usw… Weitere Fotos werden folgen.

Shanghai 3

Dieser Artikel ist Teil 3 in der Reihe Shanghai

Leider hat Anna wieder meinen Fotoapparat, deswegen gibts leider immer noch keine Fotos. Dafür haben wir heute gemerkt, dass es schwierig ist, sich nach einem Reiseführer zu richten hier, auch wenn er ziemlich aktuell ist. Denn hier verändern sich Dinge ziemlich schnell. Da hat ein Restaurant geschlossen, oder eine vom Reiseführer angepriesene Sehenswürdigkeit wurde abgerissen…

Zwei Sachen würden mich an dieser Stadt nerven, wenn ich länger hier leben würde (sie nerven mich jetzt schon): Die unglaublich schlechte Luft, und dass die U-Bahnen nur bis ungefähr 23 Uhr fahren. Letzteres ist wirklich unglaublich für eine Stadt mit 10-20 Millionen Einwohnern (die Einwohnerzahl hängt davon ab, was man wirklich zu Shanghai dazuzählen will…).

Heute hat es endlich mal nicht geregnet, und auch der Wind war nicht ganz so stark. Ich habe heute auch meinen Vortrag auf der Konferenz, wegen der ich ja hier bin, hinter mich gebracht, und kann jetzt die weiteren zwei Tage der Konferenz genießen… 😀

Heut abend habe ich mich im Stäbchenessen geübt, bin dann aber doch darauf umgestiegen, alles mit dem Löffel zu essen. Kann mir einer mal erklären, wieso die hier überall Tofu reintun? Das schmeckt doch nach nix und hat eine furchtbar schlabbrige Konsistenz…

Naja, ich sollte endlich ins Bett gehen, sonst schlaf ich morgen wieder im Sitzen ein… 😀

Irgendwann gibts auch wieder Fotos. Spätestens wenn ich wieder in Deutschland bin.

Shanghai 1

Dieser Artikel ist Teil 1 in der Reihe Shanghai

Ich bin in Shanghai. Der Flug war zwar anstrengend und verspätet aber ansonsten recht ereignislos. Wegen der Verspätung ist es jetzt allerdings auch etwas später geworden. Es ist hier bald 2 Uhr in der Nacht, und morgen um 8 muss ich im Konferenzzenrum sein, das angeblich nur 5min zu Fuß von meinem Hotel entfernt sein soll. Das glaub ich nicht. Zumal hier eh überall gebaut wird, sodass man sich schon zweimal nicht zurechtfindet. Es gäb so viel zu erzählen… vom Hotel… von dem wenigen, was ich bisher von der Stadt gesehen habe… aber ich geh lieber ins Bett und belasse es bei dem ersten Foto, das ich gemacht hab, gleich nachdem ich aus der Haltestelle des Transrapid raus bin.
Erster Blick auf Shanghai
Ab morgen gibts mehr. Hoffentlich ist dann auch das Wetter besser, sodass ich schöne Fotos machen kann.