Aaaaaaah! Oooooooh!

Samstag war ich auf dem Konstanzer Seenachtsfest, zum Feuerwerkgucken. Leider hats dann zum Abend hin noch zu regnen angefangen… 🙁

Aber das Feuerwerk war trotzdem wahnsinnig schön. Wir haben zum GlĂŒck den wohl besten Platz erwischt, direkt am Seeufer, ohne störende BĂ€ume und gaaaanz nah am Abschussort des zweiten Feuerwerks. So nah, dass manche Funken zehn Meter vor uns ins Wasser gefallen sind… :O Leider hatte ich kein Stativ dabei, deshalb sind die Feuerwerksbilder ned so toll geworden… 🙁

Aber fĂŒrs nĂ€chste Mal muss ich mir merken: Hinterm Sea Life ist der ideale Platz zum Feuerwerkgucken…

Straßenfeste

Irgendwie ist das komplett an mir vorbeigegangen. Ok, ich kanns darauf schieben, dass ich mit meiner Dissertation viel um die Ohren hatte. Aber trotzdem finde ich seltsam, dass ich erst jetzt, wo das Projekt vorbei ist, davon erfahre.

Die Rede ist von Jean Stein, dem auf dem im Abriss befindlichen Augsburger HasenbrĂ€u-GelĂ€nde „soziokulturellen Experiment, einem offenen Prozess, in dem das GebĂ€ude mit Euch, den KĂŒnstlern und Besuchern zu einem begehbaren Kunstwerk“ (Quelle) umgestaltet wurde. Äh, wasauchimmer. Jedenfalls gabs dort, bevor der Schornstein explodiert, d.h. bevor der ehemalige Weiße Hase in der Kapuzinergasse mit dem darĂŒber thronenden Brauereischlot plattgemacht wird, noch Konzerte, Musik, „Essperimente“ und vieles mehr, was den Besuch gelohnt hĂ€tte.

Schade, dass ich erst jetzt durch die Abschlussveranstaltung des Projekts davon erfahren habe. Vergangenen Samstag fand im Rahmen des Festivals der Kulturen in der Kapuzinergasse eben das Straßenfest „Il Vicolo del Cappuccino“ statt, wo auf der OpenAir-BĂŒhe neben dem Jean Stein mehrere Musiker auftraten.

Unter anderem spielte dort Alexandra Gaevskaya, die unter leider widrigen WetterverhĂ€ltnissen Lieder aus ihrer Heimat Russland vortrug. Unter anderem Belaya noch‘. Sasha ist ĂŒbrigens am Sonntag, 25. Juli, wieder zu hören auf dem La Strada.

Notiz an mich: Ich sollte in Zukunft ein bisschen aufmerksamer schauen, was in Augsburg so alles los ist… Hier noch ein Bild aus der Kapuzinergasse:

Facebook und Fado

Dieser Artikel ist Teil 5 in der Reihe Lissabon

Schiebt man mal alle Datenschutzbedenken beiseite und ignoriert all die nervigen Anwendungen, dann muss ich sagen: Facebook ist toll! 😀

Nicht nur kann man herrlich viel Spaß haben damit, zum Beispiel auf failbook oder auf lamebook.

Nein, Facebook kann auch anders. Am Tag, bevor ich nach Lissabon geflogen bin, hat eine Freundin von mir ihren Wohnort auf Lissabon geĂ€ndert. Das nenn ich mal Zufall. NatĂŒrlich haben wir uns gleich verabredet, und so hab ich mit Teresa am Samstag die Ecken der Stadt besichtigt, die ich mit Ines noch nicht gesehen hatte. Naja, ok, ich hab immer noch nicht alles gesehen, was ich sehen wollte. Auf der Burg war ich nicht, weil die Schlange so lang war. Und das alte Expo-GelĂ€nde wollte ich auch noch sehen…

Jedenfalls wollten wir am Abend dann Fado hören. Nach ein bisschen Suchen haben wir tatsĂ€chlich noch ein Touristen-Fado-Restaurant gefunden, das bereit war, irgendwo noch einen kleinen Tisch fĂŒr uns beide zwischen die ganzen anderen reservierten PlĂ€tze zu quetschen… und so haben wir dann lecker gegessen und den FadoklĂ€ngen gelauscht… 🙂

Tags darauf sollte mein Flug gehen, und alles bis dahin wĂŒrde ich sehr gerne ausblenden, aber das geht leider nicht. Dazu demnĂ€chst mehr…

Mit Couchsurfing und ein bisschen GlĂŒck

Dieser Artikel ist Teil 4 in der Reihe Lissabon

Ich bin nach Lissabon geflogen, ohne eine Schlafgelegenheit zu haben von Donnerstag bis Sonntag. Naja, notfalls hÀtte ich in eine Jugendherberge gehen können, oder so. Aber es kam besser.

Ich hatte im Vorfeld versucht, per Couchsurfing einen Schlafplatz zu finden, was aber nicht erfolgreich war. Als ich aber am Mittwoch das kostenlose Internet der Uni ausnutzte, bekam ich eine Nachricht von Ines. Ines hatte auf meine Anfrage in der Lisbon-LastMinute-Gruppe auf Couchsurfing.org geantwortet. Und schnell war ausgemacht: Wir treffen uns am nÀchsten Tag um 2 am Cais do Sodré.

Ein bisschen GlĂŒck gehört einfach dazu… 😀

Und ich hatte sogar sehr viel GlĂŒck, denn Ines entpuppte sich als grandioser StadtfĂŒhrer. Mit ihr war ich zum Beispiel bei der Cristo-Rei-Statue, von der man einen tollen Blick auf die BrĂŒcke des 25. April ĂŒber den Tejo und auf Lissabon hat.

Wenn man nachts von Lissabon auf die Statue rĂŒberschaut, sieht man, dass Jesus drei rote Lichter hat. Eines auf dem Kopf, und je eines in den HĂ€nden… 😀

In BelĂ©m waren wir auch. Weil Ines mal in der Casa PastĂ©is de BelĂ©m gearbeitet hat, kam ich auch noch schnell und kostenlos in den Genuss dieser wirklich ĂŒberaus leckeren PastĂ©is de BelĂ©m. Normalerweise muss man da ewig anstehen… 😀

Dass Ines noch bei ihren Eltern gewohnt hat, war kein Problem. Im Gegenteil: Ihre Mami hat ein ganz vorzĂŒgliches Kaninchen fĂŒr uns gekocht…

DemnĂ€chst mehr zu Lissabon…

An der Technischen Uni von Lissabon

Dieser Artikel ist Teil 3 in der Reihe Lissabon

Ich hatte mich auf eine PostDoc-Stelle an der Technischen Uni von Lissabon beworben,genauer am Centre for Applied Mathematics and Economics, und wurde eingeladen, einen Vortrag zu halten. Das war ĂŒberhaupt der Grund, weshalb ich nach Lissabon geflogen bin.

Also habe ich mich am Mittwoch, 12. Mai, auf den Weg gemacht von meinem Hotel zur Uni. NatĂŒrlich hab ich mich prompt verlaufen. Aber damit hatte ich gerechnet, und hatte genug Zeit eingeplant.

Auf dem Weg kam ich vorbei am Parlament. Und an einem interessanten Stellengesuch, das an einer Ampel hing. Leider hab ichs nicht fotografiert. Da hieß es, aus dem GedĂ€chtnis zitiert und leicht verkĂŒrzt:

Programmierer sucht Job.

Computer-Kenntnisse: C++, Java, PHP

Sonstige Kenntnisse: Kann auch mit KettensÀge umgehen.

Wie auch immer, ich kam dann schließlich an der Uni an. Das GebĂ€ude, in dem das Mathe-Institut untergebracht ist, war frĂŒher eine Radiostation, was man noch an den On-Air-LĂ€mpchen ĂŒber einigen RĂ€umen sehen kann…

Nach einem sehr leckeren Mittagessen in einem Restaurant in der NĂ€he habe ich dann einen Vortrag ĂŒber meine Dissertations-Projekt gehalten. Lief ganz gut. Die Diskussion danach war auch sehr interessant. 😀

Naja, da ich im Hotel kein kostenloses Internet hatte, habe ich dort an der Uni dann noch etwas rumgesurft. Und das hat sich gelohnt, denn es hatte sich Ines auf meine CouchSurfing-Anfrage gemeldet. Mehr dazu morgen.

Erster Blick auf Lissabon

Dieser Artikel ist Teil 2 in der Reihe Lissabon

Nachdem ich also endlich im Hotel angekommen war und mich geduscht hatte, hab ich ein bisschen die Umgebung des Hotels erkundet.

Direkt auf dem Weg zum Hotel war mir schon diese TĂŒr aufgefallen:

Viele der HĂ€user in Lissabon sind zumindest von außen ziemlich heruntergekommen. Oft klafft auch eine LĂŒcke wie hier auf dem Bild. Bei solchen LĂŒcken ist es dann nicht unĂŒblich, dass die benachbarten HĂ€user abgestĂŒtzt werden mĂŒssen…

Aber alles in allem ist es schon eine sehr schöne Stadt.

Ich bin dann runter an den Tejo gegangen. Wollte ich zumindest, aber da unten war gerade der Papst. Deswegen bin ich wegen der Menschenmassen nicht weitergekommen. Nachdem ich die Massen umrundet hatte, kam ich schließlich an den Cais do SodrĂ©. Nachdem ich dort ein bisschen die Sonne genossen hatte, bin ich zurĂŒck zum Hotel. Weil ich nicht den selben Weg zurĂŒcknehmen wollte, hab ich mich dann prompt verlaufen… 😀

Am Abend bin ich dann nochmal den Vortrag durchgegangen, den ich am nÀchsten Tag halten sollte, und hab mich dann schlafen gelegt.

Alles ĂŒber meinen Tag an der Technischen UniversitĂ€t gibt es demnĂ€chst.

Lissabon: Anreise

Dieser Artikel ist Teil 1 in der Reihe Lissabon

Ich war vom 11. bis zum 16. Mai in Lissabon, weil ich mich dort an der Technischen UniversitÀt auf eine Postdoc-Stelle beworben hatte, und ich darauf eingeladen wurde, einen Vortrag zu halten. Ich bin dann noch ein paar Tage dort geblieben, wo ich schon mal in Portugal war.

Die Aschewolke hat mit gleich schon mal einen richtigen Schreck eingejagt, indem sie Teile des spanischen und portugiesischen Luftraums am Wochenende vor meinem Abflug lahmlegte. Aber am Tag vor dem Abflug war alles noch in Ordnung, und auch am Abend gegen 18 Uhr war der Flug auch noch ganz normal aufgelistet. Der Flug sollte tags drauf um 6 Uhr morgens sein.

Ich hab dann den Fehler gemacht, nach dem Katzenjammer-Konzert nochmal nachzusehen, ob mit meinem Flug alles in Ordnung ist. Da habe ich gesehen, dass mein Flug gestrichen wurde. Na supi. Da ich eigentlich keine Lust hatte, mitten in der Nacht auf gut GlĂŒck zum Flughafen nach MĂŒnchen zu fahren, versuchte ich, jemanden von der Fluggesellschaft zu erreichen, was mich aber zu so spĂ€ter Stunde nur zu einer portugiesischen Bandansage fĂŒhrte, die ich nicht verstand.

Also bin ich dann doch auf gut GlĂŒck nach MĂŒnchen gefahren, bzw. gefahren worden. (Danke nochmal, Kathi!) Der Kerl von TAP (der portugiesischen Fluggesellschaft), hatte wohl den besten Job an dem Tag, er schickte einfach alle Leute, die irgendwie ihren gestrichenen Flug umbuchen wollten, zum Schalter der Lufthansa. Dort wurde mir dann ein Flug ĂŒber Hamburg angeboten, obwohl noch nicht klar war, ob Lissabon bis dann schon wieder offen sein wĂŒrde. Aber das war mir egal, ich musste ja irgendwie nach Lissabon kommen, und ob ich jetzt in Hamburg rumhock oder in MĂŒnchen, war mir dann auch egal…

Irgendwie kam ich dann schließlich mit gehöriger VerspĂ€tung in Portugal an, und nahm den Flughafenbus in die Stadt. Auf dem Weg wurde ich wieder daran erinnert, dass heute ja auch der Papst nach Lissabon kommt. Überall standen Polizisten herum, und die ganzen ParkplĂ€tze entlang der Straßen waren abgesperrt. Außerdem hingen von den Balkonen ĂŒberall Flaggen.

Dank Google Maps kam ich dann auch am Hotel an, das leider kein kostenloses Internet hatte. Deswegen muss ich diesen und die folgenden Artikel leider im Nachhinein schreiben.

Was sonst noch am 11. Mai und den Tagen darauf geschah, gibts demnÀchst hier zu lesen.

PlÀrrer

Von meiner KĂŒche aus sieht man das Riesenrad vom PlĂ€rrer. Cool… 😀 Das ist das grĂ¶ĂŸte portable Riesenrad der Welt, hab ich gehört. Und die Geisterbahn soll dieses Jahr auch besonders toll sein — das ist auch die grĂ¶ĂŸte portable der Welt, les ich gerade. Schade, dass ich weder Geisterbahnen noch RiesenrĂ€der sonderlich mag. Naja, von dem Riesenriesenrad wird man allerdings eine wunderbare Aussicht ĂŒber Augsburg haben…