USA ’15 #19

Dieser Artikel ist Teil 1 in der Reihe USA 2015

15. Oktober 2015

Den 15. Oktober verbrachte ich damit, von Washington D. C. nach Boston zu fahren. Der Bus hatte Verspätung, ansonsten passierte nichts besonderes.

16. Oktober 2015

Die rote Linie auf Bostons Boden führt einen u. a. zu zwei Friedhöfen und dem alten Rathaus, das jetzt ein Steakhouse ist.
Die rote Linie auf Bostons Boden führt einen u. a. zu zwei Friedhöfen und dem alten Rathaus, das jetzt ein Steakhouse ist.

Boston war so freundlich und hat einfach eine rote Linie auf den Boden gemalt bzw. mit Steinen gelegt, der man nur folgen muss, um zu vielen sehenswerten Dinge zu kommen. Die nennen das den Freedom Trail.

Dieser Park wird wie so vieles in den USA nachts geschlossen (siehe Schild). Mit Park ist vermutliche die Verkehrsinsel gemeint.
Dieser Park wird wie so vieles in den USA nachts geschlossen (siehe Schild). Mit Park ist vermutlich die Verkehrsinsel gemeint.

17. Oktober 2015

RoboterAm nächsten Tag ging ich zum MIT. Die haben ein sehr schönes Museum mit Robotern, Hologrammen und einer Foto-Ausstellung über Ostdeutschland (keine Ahnung wieso). Die bieten wohl auch Campusführungen an, aber an dem Tag gabs leider nichts. Also hab ich mich dann noch in den Buchläden in der Gegend rumgetrieben.

Eine der seltsamen Maschinen im MIT-Museum.
Eine der seltsamen Maschinen im MIT-Museum.

Abends ging dann mein Bus nach Atlantic City! Mit Zwischenhalt zu einer sehr unchristlichen Uhrzeit in New York.

18. Oktober 2015

Nachdem ich in Washington D. C. schon nicht ins weiße Haus konnte, so kam ich in Atlantic City zumindest in einem Haus des künftigen US-Präsidenten Donald Trump unter, dem Trump Taj Mahal.

StrandEinchecken konnte ich noch nicht, deshalb bin ich eben noch ein bisschen an der Strand­promenade entlangflaniert.

Als ich meinen Koffer dann wieder im Hotel abgeholt hab, hab ichs mir wohl ziemlich mit dem Herren verscherzt, der mir den Koffer wieder gebracht hat. Ich bin nämlich gar nicht auf die Idee gekommen, ihm Trinkgeld zu geben. Aber so wie anscheinend jeder in den USA hat er wohl eines erwartet. Aber das mit dem Trinkgeld ist noch ein Thema für einen eigenen Beitrag.

Die Übernachtfahrt im Bus hat mich dann doch so geschlaucht, und das Bett war so bequem, dass ich am Nachmittag schon eingeschlafen bin. Eigentlich wollte ich noch in ein Casino gehen, z. B. das im Hotel selbst. Aber auf Automaten hatte ich keine Lust, und beim Roulette war mir der Mindesteinsatz zu hoch…
Also hab ich an meinem letzten ganzen Tag in den USA nicht mehr viel unternommen.

19. Oktober 2015

Uuuund ab nach Hause!

USA ’15 #14

Dieser Artikel ist Teil 15 in der Reihe USA 2015

10. Oktober 2015

Der letzte Tag in New York ist ein guter Zeitpunkt für einen ersten Zwischenrückblick:

Bleistifte hinterm Ohr

Anscheinend ist es in, Bleistifte hinter dem Ohr zu tragen. Ich hab schon einige Leute gesehen, die das gemacht haben.

Subway

Auch wenn New York eine tolle Stadt ist, die U-Bahn ist furchtbar.

  • Es gibt so gut wie nirgends Rolltreppen. Es gibt Aufzüge, aber auf den zu warten lohnt sich nur, wenn man wirklich darauf angewiesen ist. Also schleppe ich eben meinen schweren Koffer die Treppen auf und ab.
  • Entweder können die U-Bahn-Fahrer nicht richtig fahren oder die Bahnen oder Schienen sind ziemlich kaputt. Jedenfalls sind die Fahrten oft extrem ruckelig. Ich tippe darauf, dass die U-Bahn-Fahrer nicht richtig fahren können, da die New Yorker Autofahrer anscheinend auch nicht die kompetentesten sind. Ich möchte z.B. nicht in New York auf einen Krankenwagen angewiesen sein. Von einer Rettungsgasse hat da anscheinend noch nie jemand was gehört… Aber es soll hier eigentlich um die U-Bahnen gehen. Ruckelig also.
  • Der Plan ist sehr verwirrend. Üblicherweise hat man ja einen sehr vereinfachten Plan, der nur die nötigen Informationen anzeigt und nicht unbedingt geographisch hundertprozentig korrekt ist, der dafür aber leicht lesbar ist. Das gibts in New York nicht. Dort sieht es so aus: New York Subway Das ginge sicher auch einfacher.
  • Wer kommt denn bitte auf die Idee, verschiedenen Stationen den selben Namen zu geben? Man muss also immer eine Linie dazu sagen, die an der Station hält, und dann hoffen, dass es dadurch eindeutig wird.
  • Manchmal gibt es für die unterschiedlichen Richtungen einer Station verschiedene Zugänge, die auch mal einen Block auseinander liegen können, ohne dass beschildert wäre, wie man von dem einen Zugang zum anderen kommt.

Aber irgendwo hab ich gehört, dass New York da mal was tun will. Vielleicht die ganze U-Bahn plattmachen und neubauen oder so…

Parks und McDonalds

Wieso machen Parks ab 11 oder 12 Uhr zu? Wieso hängt im McDonalds ein Schild, dass man seinen Burger innerhalb von 30 Minuten gegessen haben muss und ansonsten rausgeschmissen wird? So viel zum „land of the free“…

U-Bahn-Plan von https://www.mta.info/

USA ’15 #13

Dieser Artikel ist Teil 14 in der Reihe USA 2015

9. Oktober 2015

Für den letzten Tag in New York hatte ich nichts vorher geplant. Da traf es sich ganz gut, dass Lena zufällig auch gerade mit ihrer Familie in New York war. High LineAlso bin ich mit denen über die High Line, durch Little Italy und Chinatown spaziert.

Abends war ich mit Lena und ihrer Schwester in Williamsburg im Maison Premiere. Das wäre an und für sich ein sehr schöner Laden. Tolle Einrichtung, leckere Cocktails, Austern, wenn man das mag… Nur müssen die sich so wichtig machen und so tun als seien sie voll und einen unnötigerweise ne Viertelstunde vor der Tür warten lassen. Vielleicht wollen sie damit exklusiv und toll wirken… Hat bei uns jedenfalls nicht geklappt.
Und die Bedienung war auch unglaublich unfreundlich. Bei dem guten Service, den man sonst gewohnt ist in den USA, fällt das extrem negativ auf. Unsere Theorie war, dass die damit weben: „Wir sind die Bar mit dem schlechtesten Service in New York City!“
Vielleicht war es auch nur, weil wir keine Austern bestellt haben.

USA ’15 #12

Dieser Artikel ist Teil 13 in der Reihe USA 2015

8. Oktober 2015

Es war soweit, die New York Comic Con begann. Ich hatte nur noch ein Ticket für den Donnerstag bekommen. Obwohl das der unbeliebteste Tag ist (weil die ganzen superbekannten Leute nur am Wochenende da sind; und weil Donnerstag), war die Schlange ziemlich lang.Jelly Belly Yoda So eine lange Schlange hab ich bisher nur vor dem Bürgerbüro oder bei der Super Geek Night gesehen.

Von den Panels, die ich besucht hab, war ich leider etwas enttäuscht. Ob ich nur schlecht ausgewählt hatte, ob es am Wochentag lag oder ob die Panels an der New York Comic Con generell im Durchschnitt eher mittelmäßig sind weiß ich nicht. Dafür gab es beim Terry-Pratchett-Panel kostenlose Bücher. Und beim Zurück-in-die-Zukunft-Panel gab es eine Pepsi-Perfect-Flasche. Im Grunde hatte ich damit schon den halben Preis für das Ticket für die Comic Con wieder drin. UND EINE PEPSI-PERFECT-FLASCHE!

Ooh, got a Pepsi Perfect bottle. 😀 #bttf

Ein von Tobias Wichtrey (@dr_tobi) gepostetes Foto am

Ser viel interessanter als die Panels war das Drumherum. So viel Merchandise! So viele Comics! (Ich hab mir eine Ausgabe von Rocket Girl von Amy Reeder und Brandon Montclare signieren lassen). Einhörner, die einem das Handy laden und für einen den Platz in der Schlange freihalten…

USA ’15 #11

Dieser Artikel ist Teil 12 in der Reihe USA 2015

7. Oktober 2015

Am Mittwoch, den 7. Oktober, bin ich meine Tickets für die New York Comic Con abholen gegangen, damit ich dann am Tag drauf keine Zeit verliere. Ich glaube, das war eine sehr gute Idee, da ich überhaupt nicht anstehen musste dafür.comiccon

Danach bin ich zur Freiheitsstatue gefahren. Liberty Island selbst lohnt den Besuch eigentlich nicht, denn von dort sieht man die Statue ja nur von unten.Freiheitsstatue Und einen schönen Blick auf Manhattan hat man auch von woanders. Wenn man zahlt, um auf die Statue hinaufzugehen, lohnt es sich vielleicht, aber so kann man die Insel ruhig auslassen. Der Audioguide, mit dem man über die Insel geführt wird, ist auch furchtbar selbstverliebt.

Was sich dagegen lohnt, ist Ellis Island. Dort gibt es eine große sehr interessante Ausstellung darüber, wie dort früher die Einwanderer registriert, überprüft und untersucht wurden.Ellis Island Hier ist der Audioguide auch super.

So langsam hatte ich genug vom Sightseeing, also bin ich, als ich wieder an Land war, nur noch zum Shake Shack zum Burger-Essen. Das Brötchen ist zwar ziemlich lasch, aber dafür ist die Sauce auf den Burgern extrem lecker.

Dann ging es wieder heim nach Brooklyn, ausruhen für die Comic Con.

USA ’15 #10

Dieser Artikel ist Teil 2 in der Reihe USA 2015

6. Oktober 2015

Da ich es zwei Tage zuvor nicht auf das Empire State Building geschafft hab, hab ich das am 6. Oktober nachgeholt. Ich habs erstmal geschafft, irgendwie an den Ticketschaltern vorbeizurutschen. Irgendwann ist dann aber dann doch aufgefallen, dass ich kein Ticket hatte, also musste ich zurück.
Blick vom Rockefeller CenterIch weiß nicht ob es daran lag, dass das Wetter jetzt besser war und daher mehr Leute da waren. Aber im Gegensatz zu meinem Besuch im Rockefeller Center ein paar Tage zuvor wurde man im Empire State Building ziemlich durchgeschleust. Dafür hatte ich dann endlich einen sonnigen Blick auf New York.

Mittags bin ich wieder einer Empfehlung des Lonely Planet gefolgt und war im JG Melon essen. Da gibts leckere Burger und alles ist melonig dekoriert.

Ägyptische Finger- und Zehen- ... äh ... -DingerAm Nachmittag stand das Met auf dem Plan. Dummerweise hatte ich dafür zu wenig Zeit eingeplant, deshalb konnte ich nur einen sehr kleinen Teil des Museums sehen.

Danach bin ich in den Central Park. Der hat mir nicht besonders gefallen. Wahrscheinlich war ich nur an den falschen Stellen, der ist ja groß, fast so groß wie der Englische Garten. Einige Wiesen waren eingezäunt und alles wirkte recht künstlich angelegt. Da kam ich mir schon ein bisschen vor wie im Zoo…
Und der Central Park macht auch in der Nacht zu, so wie anscheinend jeder Park in den USA. Sehr seltsam…

USA ’15 #9

Dieser Artikel ist Teil 11 in der Reihe USA 2015

5. Oktober 2015

Am Montag standen zwei geführte Touren durch zwei Stadtviertel von New York an. Die waren beide von New York Tour1 und dank dem New York Pass auch kostenlos.

Man kann da wohl auch Pech haben mit den Tourführern, wie mir eine Deutsche, die ich in der zweiten Tour getroffen hab, erzählt hat.

Chelsea Market
Chelsea Market

Aber ich hatte Glück mit den beiden Touren. Der Führer von der ersten hat ständig von seinen Lieblings­restaurants erzählt. Und die Zweite hat sich so vorgestellt:

„Ich bin Schauspielstudentin in New York, also bin ich auch Bedienung und Tour-Guide. Ich bin das erste New Yorker Klischee, das ihr heute trefft.“

Die erste Tour führte durch Chelsea und über die High Line, mit Blick auf das Pier, wo die Titanic-Überlebenden an Land gegangen sind, und auf eine ehemalige Schwulenbar, in der Freddy Mercury wohl gerne war und die heute angeblich das einzige Stundenhotel der Stadt ist (was ich mir bei der Größe der Stadt nicht ganz vorstellen kann).

Nach der Tour bin ich mal wieder dem Tip des Lonely Planet gefolgt und hab im Taïm leckere Falafel gegessen.

Washington Square Arch
Washington Square Arch
Brunnen im Washington Square Park
Brunnen im Washington Square Park

Am Nachmittag war dann die Tour durch Greenwich Village. Im Washington Square Park zum Beispiel. Angeblich sind da ganz oft Straßenmusiker in dem Park, sagte die Tour-Führerin, aber ich war insgesamt dreimal dort, und nie waren da Musiker. 🙁 Dafür hab ich auf der Tour gelernt, dass der Park früher ein Friedhof war. Das sieht man ihm überhaupt nicht an.

Interessant war auf der Tour auch eine dreieckige Tafel irgendwo auf dem Gehweg. Da wurde nämlich mal eine neue U-Bahn-Strecke gebaut und dazu mussten alle Häuser auf der Strecke abgerissen werden, weil man da auch eine Straße hinbauen musste. Wieso man da eine Straße bauen und alles abreißen musste, ist mir nicht ganz klar. Aber egal.Kleinstes Privatgründstück in New York
Jedenfalls wurden da dann eben alle Grundstücks­eigentümer enteignet. Einer war damit nicht ganz einverstanden und hat sich die Pläne besorgt und versucht, irgendwas zu finden, womit er das ganze aufhalten konnte. Das hat nicht geklappt, die U-Bahn wurde gebaut. Allerdings hat er danach noch einen Fehler entdeckt. Die Stadt hatte sich irgendwo verrechnet oder verzeichnet, und daher wurde ein kleines Dreieck des Grundstücks nicht offiziell der Stadt übereignet. Auch auf Bitten der Stadt hin hat der Besitzer das kleine Grundstückchen nicht im Nachhinein der Stadt noch geschenkt. Stattdessen hat er dort eine Tafel anbringen lassen, auf der steht: „Property of the Hess estate which has never been dedicated for public purpose.“

Und in der Christopher Street am Stonewall Inn waren wir auch.

Danach wollte ich eigentlich noch durch Little Italy und Chinatown laufen, aber das hab ich bald aufgegeben, weil mir alles wehgetan hat. Sightseeing ist anstrengend…

USA ’15 #6

Dieser Artikel ist Teil 8 in der Reihe USA 2015

3. Oktober 2015

Nach dem Mittagessen war ich dann noch im MoMA. Mit den Picasso-Skulpturen konnte ich absolut nichts anfangen, aber ansonsten hat sich der Besuch gelohnt:

Danach war ich allerdings so müde vom Sightseeing, dass ich danach heim bin anstatt noch was trinken zu gehen.

USA ’15 #5

Dieser Artikel ist Teil 7 in der Reihe USA 2015

3. Oktober 2015

TicketDer Aufzug zur Aussichtsplattform des Rockefeller Center ist ganz interessant, denn er hat eine Glasdecke. Und die Fahrt hinunter sieht dann so aus:

Nach dem Rockefeller Center hab ich noch eine Tour durch die Radio City Music Hall gemacht, die gleich nebenan war. Bzw. sie gehört zum Rockefeller Center.

Radio City Music Hall
Radio City Music Hall

Das ist eine sehr schöne imposante Konzerthalle aus den 20er-Jahren. Hätte ich den New York Pass nicht gehabt, hätte ich die Tour sicher nicht gemacht, aber dann hätte ich auch was verpasst. Das Foto mit einer der Rockettes zum Beispiel. Na gut, das war eher der uninteressanteste Teil der Tour.

Danach bin ich der Empfehlung des Lonely Planet gefolgt und hab im Margon ein sehr leckeres Sandwich gegessen. Wenn man in der Nähe des Times Square unterwegs ist, dann ist das auf jeden Fall eine gute Wahl.

USA ’15 #4

Dieser Artikel ist Teil 6 in der Reihe USA 2015

3. Oktober 2015

Am 3. Oktober regnete es immer noch. Zum Glück nicht mehr so stark wie am Tag zuvor. Also fuhr ich nach Manhattan, um mir den New York Pass abzuholen.

Bei der Reiseplanung war ich zuerst ein bisschen skeptisch gegenüber diesem Pass. Normalerweise bekommt man bei solchen Angeboten ja einfach nur Rabatte auf manche Attraktionen und Restaurants. Und dann ist das schwer zu sagen, ob das wirklich ein gutes Angebot ist oder ob das einfach nur eine gut getarnte Werbeaktion ist und man dadurch nur in überteuerte Attraktionen und Restaurants gelockt wird und im Endeffekt mehr zahlt, als das ganze wert wäre.

Aber beim New York Pass ist das anders. Da bekommt man freien Eintritt in die ganzen Attraktionen. Und wenn eine Fahrt auf das Rockefeller Center beispielsweise schon 30$ kostet, dann lohnt sich so ein Pass sehr schnell. Ich habe ca. 180$ für fünf Tage gezahlt. Den Preis hatte ich also schon wieder drin, indem ich jeden Tag 1–2 Attraktionen besuchte. Hätte ich den Pass nicht gehabt, hätte ich bestimmt keine 30$ gezahlt, um aufs Rockefeller Center hinauf zu fahren, zumal das Wetter auch nicht so besonders war und man unten gesagt bekam, dass man oben nichts sehen würde.

Blick von Rockefeller CenterAber so fuhr ich hinauf, und bis ich oben angekommen war, hatte es zum Glück wieder soweit aufgeklart, dass man etwas sehen konnte. Und Hochhäuser in Wolken sind auch interessant anzusehen.