Heute vor sechs Jahren: Lissabon

Heute vor sechs Jahren war ich in Lissabon, weil ich zu einem Bewerbungs­gespräch an die dortige Technische Universität eingeladen wurde. Das portugiesische Parlament in LissabonDas war eine sehr aufregende und ereignisreiche Rei­se, mit

Das alles und mehr lässt sich hier nachlesen. Den Job an der Uni hab ich dann nicht bekommen, sonst wäre ich jetzt vielleicht in Lissabon statt in München.

USA ’15 #2

Dieser Artikel ist Teil 4 in der Reihe USA 2015

2. Oktober 2015

Metro-Ticket Lissabon
Metro-Ticket Lissabon

Am nächsten Morgen ging es dann zurück zum Flughafen von Lissabon. Diesmal war es einfacher an eine Fahrkarte zu kommen als am Tag zuvor.

Also ab durch die Sicherheitskontrolle und warten. Ich war viel zu früh da, aber ich hatte mich dagegen entschieden, noch durch Lissabon zu spazieren, mich zu verlaufen und dann zu spät zu kommen. Stattdessen zog ich es vor, am Gate zu sitzen und zu lesen (Fool on the Hill hab ich da gerade gelesen).

Interessanterweise gab es am Gate selber nochmal eine Sicherheitskontrolle. Das heißt, der Wartebereich wurde geräumt und abgesperrt, und man musste sich nochmal abtasten und seine Taschen kontrollieren lassen, bevor man weiter warten durfte. Die Amis nehmen es ja sehr genau, hab ich mir gedacht, wie sollte das erst am Flughafen in den USA werden…

Aber erstmal in den Flieger. Zum Glück kann ich in Fliegern und Bussen immer sehr gut schlafen. Während ich gerade nicht geschlafen habe, hab ich mir Inside Out angesehen (großartiger Film!), ein paar Folgen 2 Broke Girls, und die Doctor-Who-Folgen, die ich mir auf meinem Tablet mitgenommen habe.

Der Flug kam mir gar nicht lange vor, wahrscheinlich hab ich wirklich viel geschlafen. Jedenfalls kam ich irgendwann abends (Ortszeit) in Newark an. Die Sicherheitskontrolle war nichts besonderes, das Personal war sehr freundlich… irgendwie enttäuschend.

Als ich aus dem Kontrollbereich kam, waren da Anzeigen, auf denen man darauf hingewiesen wurde, in den USA nur autorisierte Transportmittel zu verwenden. Dazu wurde ein Zug gezeigt. Gibt es etwa unautorisierte Züge hier?

USA ’15 #1

Dieser Artikel ist Teil 3 in der Reihe USA 2015

1. Oktober 2015

Am ersten Oktober war es soweit, der USA-Urlaub stand an. Ich war noch nie in den USA und alle haben immer gesagt, dass New York so toll sei. Also war es an der Zeit, das zu überprüfen, ob das auch wirklich stimmt.

Eigentlich wollte ich schon 2014 fahren, aber da ist mir dann eine Hochzeit dazwischengekommen.

Da mein Flug recht spät ging, hab ich also noch gearbeitet und bin dann von der Arbeit direkt zum Flughafen. Ich konnte nicht vorher online einchecken, aber ich dachte, dass das vielleicht mit irgendwelchen kruden Sicherheitsbestimmungen der USA zusammenhängt. Aber das lag wohl daran, dass ich aus irgendwelchen Gründen nur ein Standby-Ticket nach Lissabon hatte.

Lissabon – ja, ich hatte einen langen Zwischenstopp in Lissabon. Das Ticket war einfach deutlich günstiger. Jedenfalls hab ich mir erst ein bisschen Sorgen gemacht, dass ich nicht mit dem Flieger mitkomm und noch ewig am Flughafen rumsitzen muss. Aber das war zum Glück kein Problem.

In Lissabon angekommen versuchte ich, mit der U-Bahn in die Stadt zu kommen, wo ich mir eine günstige Pension ausgesucht hatte, damit ich mir nicht die Nacht um die Ohren schlagen muss. (Damit hatte ich in Lissabon schon schlechte Erfahrungen gemacht.) Das war allerdings nicht so einfach, da die Automaten nur portugiesische Karten nahmen und auch beim Bargeld sehr wählerisch und teilweise defekt waren. Aber irgendwie kam ich dann doch an meine Fahrkarte.

Ich war dann schon ziemlich müde, was vielleicht erklärt, dass ich die Pension nicht sofort gefunden habe, sonder erst einige Zeit durch die Stadt geirrt bin. Ich bin gleich ganz am Anfang in die falsche Richtung losgelaufen, was dann alles durcheiander gebracht hat. Aber ich habe die Pension dann irgendwann gefunden.

Es war die Pensão Elegante. Die Pension ist sehr zentral gelegen und günstig. Wenn man wie ich nur eine Nacht dort verbringen will, ist das prima. Ansonsten wäre mir das Haus wohl zu hellhörig gewesen. Und die Dusche war auch nicht die allernobelste. Aber für den Zweck war es ideal.

Hier ist ein Bild von meinem Zimmer:

Die letzte Nacht in Europa also…

Lissabonner Straßenbahnen und Metro

Letztens war ich wieder in Lissabon. Lissabon ist einfach eine schöne Stadt, auch wenn einem wegen der vielen Berge bald die Füße weh tun. Und was macht man, wenn man nicht mehr laufen will? Man fährt ein bisschen mit einer der alten Straßenbahnen herum. Wenn man eine Tageskarte hat, spart man sich auch den hohen Preis, den eine Einzelfahrt da sonst kostet. (Der ist bestimmt absichtlich so hoch, um ein bisschen die Touristen zu schröpfen.)

So eine Straßenbahnfahrt ist ganz spannend. Man kommt zwar nicht besonders schnell voran, weil ständig irgendwas die Straße blockiert, sei es ein Auto oder eine andere Straßenbahn, die einem auf einer eingleisigen Strecke entgegenkommt… Dafür hat man genug Zeit, den Leuten in die Fenster zu gucken, so nah wie die Straßenbahn an den Häusern vorbeifährt…

Da fällt mir etwas ein: Beim Metrofahren ist mir eine Idee für eine Geschichte gekommen, vielleicht sogar ein Kinderbuch. Wenn einer sie mir klauen und so ein Buch schreiben will, nur zu. Vermutlich gibt es so eine Geschichte eh schon. Bei der Lissabonner Metro ist es so, dass man ohne Fahrkarte gar nicht zu den Bahnsteigen kommt und auch nicht wieder hinaus, weil dort Schranken angebracht sind. Was passiert jetzt mit Kindern, die ihre Fahrkarte während der Fahrt verlieren? Sie müssen wohl oder übel von ihren Eltern zurückgelassen werden. Und da Kinder gerne mal ihre Fahrkarten verlieren, gibt es inzwischen viele Kinder, die dort im Untergrund leben. Eine regelrechte Stadt der zurückgelassenen Kinder gibt es da unten. Soweit die Idee…

Bairro Alto und ein verpasster Flug

Dieser Artikel ist Teil 6 in der Reihe Lissabon

Mein Rückflug aus Lissabon ging so früh, dass ich beschlossen hatte, nicht zu schlafen. Mein Gepäck war in Schließfächern sicher verstaut. Also bin ich nach dem leckeren Essen zu Fado-Klängen mit Teresa nach Bairro Alto gegangen, dem Kneipenviertel von Lissabon. Dort kann man sich in der Tat die Nacht gut um die Ohren schlagen… 😀

Irgendwann wars dann spät genug, dass ich endlich mein Gepäck abholen und zum Flughafen fahren konnte. So war jedenfalls mein Plan. Allerdings wurde ich auf dem Weg zu den Schließfächern überfallen. Zum Glück kam ich mit einem großen blauen Fleck am Rücken davon. Allerdings ohne Handy und um gut 400€ ärmer. Ich hab dann eine Telefonzelle gesucht und die Polizei gerufen. Da war ich erst sehr positiv überrascht, denn der Polizist am Telefon sprach sehr gut Englisch, nicht wie damals in Frankreich, als unser Gepäck gestohlen wurde, und wir lange Zeit vergeblich versucht haben, die Polizeistation in Cannes zu finden.

Allerdings fragte der Polizist dann nach der genauen Adresse, wo ich stehe. Öh… Ok, die Straße konnte ich rausfinden, aber der wollte auch die Hausnummer. Naja, dann hab ich mich halt mal auf die Suche nach einer Hausnummer gemacht. Ich wurde fündig und hab sie durchgegeben. Dann hab ich gewartet. Und gewartet… Irgendwann fiel mir auf, dass von der Hausnummer, die ich durchgegeben hatte, die erste Ziffer abgefallen war. Oh oh… la la la… einfach mal warten, ob sie mich trotzdem finden… 😀

Irgendwann kamen sie dann, und haben mich zur Wache gefahren, wo ich Anzeige erstattet hab. Meinen Flug hatte ich inzwischen schon verpasst. Ohne Geld wär ich eh nicht mehr an mein Gepäck gekommen… Zum Glück war der Kerl, der mich überfallen hat, so nett (oder doof) und hat mein Konto nicht komplett leer geräumt, und mir außerdem meine Kreditkarte wieder gegeben… So kam ich wenigstens noch an genug Geld, um mein Gepäck zu holen und zum Flughafen zu fahren.

Wie ich trotz verpasstem Flug doch noch nach Hause gekommen bin, erfahrt ihr demnächst.

Facebook und Fado

Dieser Artikel ist Teil 5 in der Reihe Lissabon

Schiebt man mal alle Datenschutzbedenken beiseite und ignoriert all die nervigen Anwendungen, dann muss ich sagen: Facebook ist toll! 😀

Nicht nur kann man herrlich viel Spaß haben damit, zum Beispiel auf failbook oder auf lamebook.

Nein, Facebook kann auch anders. Am Tag, bevor ich nach Lissabon geflogen bin, hat eine Freundin von mir ihren Wohnort auf Lissabon geändert. Das nenn ich mal Zufall. Natürlich haben wir uns gleich verabredet, und so hab ich mit Teresa am Samstag die Ecken der Stadt besichtigt, die ich mit Ines noch nicht gesehen hatte. Naja, ok, ich hab immer noch nicht alles gesehen, was ich sehen wollte. Auf der Burg war ich nicht, weil die Schlange so lang war. Und das alte Expo-Gelände wollte ich auch noch sehen…

Jedenfalls wollten wir am Abend dann Fado hören. Nach ein bisschen Suchen haben wir tatsächlich noch ein Touristen-Fado-Restaurant gefunden, das bereit war, irgendwo noch einen kleinen Tisch für uns beide zwischen die ganzen anderen reservierten Plätze zu quetschen… und so haben wir dann lecker gegessen und den Fadoklängen gelauscht… 🙂

Tags darauf sollte mein Flug gehen, und alles bis dahin würde ich sehr gerne ausblenden, aber das geht leider nicht. Dazu demnächst mehr…

Mit Couchsurfing und ein bisschen Glück

Dieser Artikel ist Teil 4 in der Reihe Lissabon

Ich bin nach Lissabon geflogen, ohne eine Schlafgelegenheit zu haben von Donnerstag bis Sonntag. Naja, notfalls hätte ich in eine Jugendherberge gehen können, oder so. Aber es kam besser.

Ich hatte im Vorfeld versucht, per Couchsurfing einen Schlafplatz zu finden, was aber nicht erfolgreich war. Als ich aber am Mittwoch das kostenlose Internet der Uni ausnutzte, bekam ich eine Nachricht von Ines. Ines hatte auf meine Anfrage in der Lisbon-LastMinute-Gruppe auf Couchsurfing.org geantwortet. Und schnell war ausgemacht: Wir treffen uns am nächsten Tag um 2 am Cais do Sodré.

Ein bisschen Glück gehört einfach dazu… 😀

Und ich hatte sogar sehr viel Glück, denn Ines entpuppte sich als grandioser Stadtführer. Mit ihr war ich zum Beispiel bei der Cristo-Rei-Statue, von der man einen tollen Blick auf die Brücke des 25. April über den Tejo und auf Lissabon hat.

Wenn man nachts von Lissabon auf die Statue rüberschaut, sieht man, dass Jesus drei rote Lichter hat. Eines auf dem Kopf, und je eines in den Händen… 😀

In Belém waren wir auch. Weil Ines mal in der Casa Pastéis de Belém gearbeitet hat, kam ich auch noch schnell und kostenlos in den Genuss dieser wirklich überaus leckeren Pastéis de Belém. Normalerweise muss man da ewig anstehen… 😀

Dass Ines noch bei ihren Eltern gewohnt hat, war kein Problem. Im Gegenteil: Ihre Mami hat ein ganz vorzügliches Kaninchen für uns gekocht…

Demnächst mehr zu Lissabon…

An der Technischen Uni von Lissabon

Dieser Artikel ist Teil 3 in der Reihe Lissabon

Ich hatte mich auf eine PostDoc-Stelle an der Technischen Uni von Lissabon beworben,genauer am Centre for Applied Mathematics and Economics, und wurde eingeladen, einen Vortrag zu halten. Das war überhaupt der Grund, weshalb ich nach Lissabon geflogen bin.

Also habe ich mich am Mittwoch, 12. Mai, auf den Weg gemacht von meinem Hotel zur Uni. Natürlich hab ich mich prompt verlaufen. Aber damit hatte ich gerechnet, und hatte genug Zeit eingeplant.

Auf dem Weg kam ich vorbei am Parlament. Und an einem interessanten Stellengesuch, das an einer Ampel hing. Leider hab ichs nicht fotografiert. Da hieß es, aus dem Gedächtnis zitiert und leicht verkürzt:

Programmierer sucht Job.

Computer-Kenntnisse: C++, Java, PHP

Sonstige Kenntnisse: Kann auch mit Kettensäge umgehen.

Wie auch immer, ich kam dann schließlich an der Uni an. Das Gebäude, in dem das Mathe-Institut untergebracht ist, war früher eine Radiostation, was man noch an den On-Air-Lämpchen über einigen Räumen sehen kann…

Nach einem sehr leckeren Mittagessen in einem Restaurant in der Nähe habe ich dann einen Vortrag über meine Dissertations-Projekt gehalten. Lief ganz gut. Die Diskussion danach war auch sehr interessant. 😀

Naja, da ich im Hotel kein kostenloses Internet hatte, habe ich dort an der Uni dann noch etwas rumgesurft. Und das hat sich gelohnt, denn es hatte sich Ines auf meine CouchSurfing-Anfrage gemeldet. Mehr dazu morgen.

Erster Blick auf Lissabon

Dieser Artikel ist Teil 2 in der Reihe Lissabon

Nachdem ich also endlich im Hotel angekommen war und mich geduscht hatte, hab ich ein bisschen die Umgebung des Hotels erkundet.

Direkt auf dem Weg zum Hotel war mir schon diese Tür aufgefallen:

Viele der Häuser in Lissabon sind zumindest von außen ziemlich heruntergekommen. Oft klafft auch eine Lücke wie hier auf dem Bild. Bei solchen Lücken ist es dann nicht unüblich, dass die benachbarten Häuser abgestützt werden müssen…

Aber alles in allem ist es schon eine sehr schöne Stadt.

Ich bin dann runter an den Tejo gegangen. Wollte ich zumindest, aber da unten war gerade der Papst. Deswegen bin ich wegen der Menschenmassen nicht weitergekommen. Nachdem ich die Massen umrundet hatte, kam ich schließlich an den Cais do Sodré. Nachdem ich dort ein bisschen die Sonne genossen hatte, bin ich zurück zum Hotel. Weil ich nicht den selben Weg zurücknehmen wollte, hab ich mich dann prompt verlaufen… 😀

Am Abend bin ich dann nochmal den Vortrag durchgegangen, den ich am nächsten Tag halten sollte, und hab mich dann schlafen gelegt.

Alles über meinen Tag an der Technischen Universität gibt es demnächst.

Lissabon: Anreise

Dieser Artikel ist Teil 1 in der Reihe Lissabon

Ich war vom 11. bis zum 16. Mai in Lissabon, weil ich mich dort an der Technischen Universität auf eine Postdoc-Stelle beworben hatte, und ich darauf eingeladen wurde, einen Vortrag zu halten. Ich bin dann noch ein paar Tage dort geblieben, wo ich schon mal in Portugal war.

Die Aschewolke hat mit gleich schon mal einen richtigen Schreck eingejagt, indem sie Teile des spanischen und portugiesischen Luftraums am Wochenende vor meinem Abflug lahmlegte. Aber am Tag vor dem Abflug war alles noch in Ordnung, und auch am Abend gegen 18 Uhr war der Flug auch noch ganz normal aufgelistet. Der Flug sollte tags drauf um 6 Uhr morgens sein.

Ich hab dann den Fehler gemacht, nach dem Katzenjammer-Konzert nochmal nachzusehen, ob mit meinem Flug alles in Ordnung ist. Da habe ich gesehen, dass mein Flug gestrichen wurde. Na supi. Da ich eigentlich keine Lust hatte, mitten in der Nacht auf gut Glück zum Flughafen nach München zu fahren, versuchte ich, jemanden von der Fluggesellschaft zu erreichen, was mich aber zu so später Stunde nur zu einer portugiesischen Bandansage führte, die ich nicht verstand.

Also bin ich dann doch auf gut Glück nach München gefahren, bzw. gefahren worden. (Danke nochmal, Kathi!) Der Kerl von TAP (der portugiesischen Fluggesellschaft), hatte wohl den besten Job an dem Tag, er schickte einfach alle Leute, die irgendwie ihren gestrichenen Flug umbuchen wollten, zum Schalter der Lufthansa. Dort wurde mir dann ein Flug über Hamburg angeboten, obwohl noch nicht klar war, ob Lissabon bis dann schon wieder offen sein würde. Aber das war mir egal, ich musste ja irgendwie nach Lissabon kommen, und ob ich jetzt in Hamburg rumhock oder in München, war mir dann auch egal…

Irgendwie kam ich dann schließlich mit gehöriger Verspätung in Portugal an, und nahm den Flughafenbus in die Stadt. Auf dem Weg wurde ich wieder daran erinnert, dass heute ja auch der Papst nach Lissabon kommt. Überall standen Polizisten herum, und die ganzen Parkplätze entlang der Straßen waren abgesperrt. Außerdem hingen von den Balkonen überall Flaggen.

Dank Google Maps kam ich dann auch am Hotel an, das leider kein kostenloses Internet hatte. Deswegen muss ich diesen und die folgenden Artikel leider im Nachhinein schreiben.

Was sonst noch am 11. Mai und den Tagen darauf geschah, gibts demnächst hier zu lesen.