Wochenrückblick 7/2015

Keine Zeit, keine Zeit, viel zu tun… Zum Beispiel das Anmeldesystem fürs Wölflings-Bayernlager komplett fertigstellen. Deshalb nur ein kurzer Überblick über die letzte Woche:

Montag war mal wieder Zeit für den stetig wachsenden Coop-Stammtisch. Da fällt mir ein, ich hab da meinen Schal liegen gelassen. Der ist jetzt beim Joschka gelandet, soweit ich weiß. Den muss ich mir mal wiederholen.

Dienstag dann mal wieder Firefly schauen. (Ich hab jetzt auch ein Firefly-Poster dank dem Item Shop. 😀 )

Mittwoch Treffen der Diözesanleitung der DPSG München&Freising.

Donnerstag D&D spielen im Item Shop. Die Spieler sind auf die Idee gekommen, ein Mehlfass, das sie gefunden haben, mitzunehmen und als Mehlstaubexplosionsbombe zu verwenden. Ich bezweifle zwar, dass das in echt gehen würde, aber die Idee fand ich cool. Obs wirklich klappt, sehen wir nächste Woche.

Freitag ausnahmsweise Bandprobe statt Mittwoch.

Samstag Geek-Dating, passend zum Valentinstag. 😀

Sonntag Treffen des Kommunikations-AK fürs Wölflings-Bayernlager. (Mittwoch ist es endlich so weit, die Hauptanmeldung geht los. Komme was wolle…)

Über irgendwas aus der aktuellen Ausgabe der WASD wollte ich noch schreiben. Aber meine Notiz dazu lautet „WASD und äh habs vergessen. Wo“. Sehr aufschlussreich. Sobald mir wieder einfällt, was ich damit gemeint hab, reich ich das nach.

Gestern hab ich in der Süddeutschen einen Artikel gelesen über die weiteren Pläne, Signale ins Weltall zu schicken, um außerirdische Intelligenzen auf uns aufmerksam zu machen. Da gabs eine fragwürdige Idee: „Seth Shostak möchte das gesamte Internet ins All versenden. Anhand der Datenmassen könnten sich Außerirdische problemlos ein Bild der Erde machen.“ Aber ob das das richtige Bild wäre… 😀

Nächste Woche wirds wieder ausführlicher, versprochen.

Moderne Zeiten

Dieser Artikel ist Teil 5 in der Reihe Jamboree

Das World Scout Jamboree diesen Sommer in Schweden war das erste Pfadfinderlager, auf dem ich war, das WLAN auf dem Zeltplatz hatte. Das war zwar praktisch, aber zunächst ziemlich befremdlich.

Allerdings hatte John May, den ich vor vier Jahren auf dem Jamboree in England kennengelernt habe und der inzwischen Vizepräsident von WOSM (der Weltorganisation der Pfadfinder) ist, recht, als er — was bau ich denn für lange Sätze? Das kann doch keiner mehr lesen… Also nochmal:

Besagter John May hat in Schweden einen Vortrag gehalten zum Thema „Behaviours and attitudes that young people need to be successful and how scouting helps them prepare“. Darin hat er gesagt, dass die Aufgabe der Pfadfinderei ja in gewisser Weise ist, die Kinder auf ihr Leben vorzubereiten. Und dass wir da natürlich auch mit der Zeit gehen und Computer und das Internet, die unbestreitbar ein essentieller Bestandteil unseres Lebens geworden sind, einbeziehen müssen.

Außerdem ist zum Beispiel das Amateurradio schon seit langer, langer Zeit Teil der Pfadfinderei. Auf dem Jamboree haben wir dann auch per Amateurfunk mit Leuten aus der Heimat geredet. Allerdings mussten wir uns dazu vorher übers Inernet und Telefon absprechen und koordinieren, was die ganze Amateurfunkerei etwas ad absurdum geführt hat…

Insofern hat das mit dem freien WLAN schon ganz gut gepasst, auch wenn ich mir bei dem Motto „Simply Scouting“ etwas anderes vorgestellt hatte.

An der Technischen Uni von Lissabon

Dieser Artikel ist Teil 3 in der Reihe Lissabon

Ich hatte mich auf eine PostDoc-Stelle an der Technischen Uni von Lissabon beworben,genauer am Centre for Applied Mathematics and Economics, und wurde eingeladen, einen Vortrag zu halten. Das war überhaupt der Grund, weshalb ich nach Lissabon geflogen bin.

Also habe ich mich am Mittwoch, 12. Mai, auf den Weg gemacht von meinem Hotel zur Uni. Natürlich hab ich mich prompt verlaufen. Aber damit hatte ich gerechnet, und hatte genug Zeit eingeplant.

Auf dem Weg kam ich vorbei am Parlament. Und an einem interessanten Stellengesuch, das an einer Ampel hing. Leider hab ichs nicht fotografiert. Da hieß es, aus dem Gedächtnis zitiert und leicht verkürzt:

Programmierer sucht Job.

Computer-Kenntnisse: C++, Java, PHP

Sonstige Kenntnisse: Kann auch mit Kettensäge umgehen.

Wie auch immer, ich kam dann schließlich an der Uni an. Das Gebäude, in dem das Mathe-Institut untergebracht ist, war früher eine Radiostation, was man noch an den On-Air-Lämpchen über einigen Räumen sehen kann…

Nach einem sehr leckeren Mittagessen in einem Restaurant in der Nähe habe ich dann einen Vortrag über meine Dissertations-Projekt gehalten. Lief ganz gut. Die Diskussion danach war auch sehr interessant. 😀

Naja, da ich im Hotel kein kostenloses Internet hatte, habe ich dort an der Uni dann noch etwas rumgesurft. Und das hat sich gelohnt, denn es hatte sich Ines auf meine CouchSurfing-Anfrage gemeldet. Mehr dazu morgen.

YouMe

Ich habe gerade bei Basic Thinking über YouMe gelesen. Eine Art Spiel, bei dem man für Geld fremde Leute auf der ganzen Welt Aufgaben zuweisen kann, die diese dann ausführen und die Ausführung per Video dokumentieren. Man kann natürlich auch die andere Seite spielen und für Geld Aufgaben ausführen.

Irgendwie musste ich dabei an unsere Zukunft denken, in denen es zwei Klassen von Menschen gibt. Die einen werden keinen Fuß mehr vor die Türe setzen, während die anderen für Geld alle nicht von zuhause erledigbaren Aufgaben der ersteren ausführen. Die ersteren werden natürlich immer dicker, und ihr Bewegungsapparat wird verkümmern. Und so weiter.

Mal abgesehen von dieser Vision, ist dieses Spiel irgendwie seltsam. Na gut, ich versteh auch nicht, wieso alle Welt Farmville spielt.

Das Usenet und Hans Joss

Es ist schon einige Zeit her, dass ich regelmäßig Usenet-Beiträge gelesen habe. Das Usenet ist aber anscheinend ohnehin ein aussterbendes Medium, wie diese Statistik der Postinganzahl zeigt:

Schade eigentlich, aber dafür gibt es jetzt ja Blogs. Allerdings gibt es da kein so schönes Verzeichnis aller Blogs, wie es im Usenet der Fall war.

Wer regelmäßig im Usenet unterwegs war (oder noch ist), insbesondere in den Mathematik-, Physik und Theologie-Gruppen, kennt vielleicht noch Hans Joss. Wer ihn nicht kennt oder wer die Erinnerung und das Kopfschütteln auffrischen will, dem seien seine gesammelten Beiträge ans Herz gelegt.

Leider ist seine Homepage „Wegen zu, geschlossen.“, wie er sagt. Aber zum Glück gibt es ja die Wayback Machine.

Shanghai 5

Dieser Artikel ist Teil 5 in der Reihe Shanghai

Gestern bin ich wieder in Deutschland gelandet. Zum Glück war unser Flug nicht von dem Schneechaos betroffen. Ein bisschen Bammel hatten wir schon, als wir gesehen haben, dass die ganzen Deutschland-Flüge von Istanbul aus gestrichen wurden…

Die letzten Tage in Shanghai hatte ich leider keinen Internetzugang, da ich in ner Jugendherberge war. Aber ich werde in den nächsten Tagen immer wieder mal Fotos hochladen und was von Shanghai erzählen.

Das ist der Ausblick vom Jin-Mao-Turm:
Blick auf Shanghai vom Jin-Mao-Tower
Die Fahrt ins 88. Aussichts-Stockwerk lohnt sich wirklich. Allerdings nur bei gutem Wetter. Wie man sieht, sieht man auch bei gutem Wetter wegen dem Smog, den es in Shanghai meist hat, nicht sehr weit. Der Jin-Mao-Tower ist zwar nur das dritthöchste Gebäude in Shanghai, aber dafür ist der Eintritt auch deutlich preiswerter als der zum Oriental Pearl Tower oder dem World Financial Center. Wenn ich mich richtig erinnere, hat es (für Studenten) nur etwa 8€ gekostet.

Zu sehen gab es nicht nur Shanghai von oben. Mindestens genauso beeindruckend ist auch der Blick innen von oben in das Hotel, das die 30 Stockwerke unter der Aussichtsplattform einnimmt.

Auch der Riss in einer der Fensterscheiben war ganz spannend… 😀

Netzzensur

Ich musste immer schon etwas schmunzeln bei der Fernsehwerbung für den „N24 Internet Stick“, mit dem man mobil „im ganzen Internet“ surfen könne. Aber jetzt, im Zuge der Internetsperren, bekommt das eine ganz neue Bedeutung. Könnte man sich jetzt bei N24 beschweren, wenn man nicht das „ganze Internet“ sehen kann, sondern hier und da Stop-Schild-Seiten gezeigt bekommt? Ok, das ist albern, ich gebs zu…

Da fällt mir auf, so albern ist die Idee gar nicht, einen Internetzugang anzubieten, mit dem man nur Zugriff auf einen Teil des Internets hat. Bspw. könnte man ja nur Emails abrufen und senden können. Oder nur auf eine Handvoll ausgewählter Seiten Zugriff haben. Oder nur auf .de-Domains. Hm… eine Geschäftsidee? 😀

Aber zurück zu den Internetsperren: Ich wollte eigentlich schon lange etwas zu Internetsperren und -zensur schreiben, doch dann wurde ich von der nicht enden wollenden Berichterstattung dazu in den verschiedensten Medien geradezu überrollt. Eigentlich wurde schon alles zu diesem Thema gesagt, deswegen sei hier für die, die mehr dazu lesen wollen, nur auf folgende Blogs verwiesen, bei denen man einiges dazu findet (und die auch sonst lesenswert sind):

Wenn man die Diskussion über die Netzsperren etwas verfolgt hat, dann konnte man eine gewisse Entwicklung in der Art der Berichterstattung und Kommentierung ausmachen. Während anfangs noch auf technische und eigentlich nebensächliche Aspekte, wie die drohende Verlangsamung des Internets hingewiesen wurde (Text bei dradio.de, Video-Interview bei netzpolitik.org), konzentrierte man sich später erst auf die eigentlichen Probleme.

Ein Problem habe ich manchmal mit den Argumenten gegen Netzsperren — also, ich bin auch dagegen, um das klarzustellen, aber es wurde dabei ein Argument verwendet, das ich eigentlich so nicht zulassen kann. Nämlich dass die jetzt eingerichtete Sperrinfrastruktur missbraucht werde könnte, um andere Inhalte zu zensieren. So sehr ich diese Angst teile, und obwohl von manchen Politikern ja schon angedeutet, bzw. teilweise recht offen angekündigt wurde, dass die Sperren nicht auf Kinderpornographie beschränkt bleiben, sollte man bedenken, dass dieses Argument ein Totschlagargument ist. Zu sagen, man dürfe etwas nicht tun/herstellen/anschaffen/entwickeln/wasauchimmer, weil es missbraucht werden könnte — das kann man auf so vieles anwenden…

Wie auch immer, ich stelle mich schon auf eine Zukunft ohne ein so freies Internet ein, wie wir es heute haben… *schwarzmal*