Argentinien ’13 #5

Dieser Artikel ist Teil 18 in der Reihe Argentinien

27. März 2013 (Forts.)

Wir haben dann das mit unserer nicht aufzufindenden Hotelreservierung klären können. Der Umschlag war wohl irgendwohinter gerutscht. Also konnten wir unser eigentliches Zimmer beziehen. Im Bad ragte aus dem Boden ein oben offenes, etwa einen Meter langes Rohr empor. Ist das vielleicht ein Überlaufschutz? Oder ein Schutz gegen Hochwasser, falls dort im 6. Stock das Wasser mal einen Meter hoch steht? Oder ein Rohrpostsystem? Ich weiß es nicht.

28. März 2013

Wir haben verschlafen. Egal, es ist Urlaub.
Apropos Urlaub: Als Kind dachte ich, Urlaub sei der Name des Ortes, an den wir fahren, weswegen ich ungeduldig von der Rückbank des Autos fragte: „Wann sind wir endlich in Urlaub?“

Da meine Kamera ja gestohlen wurde, hat Caro mir ihre geliehen. Die ist zwar pink aber ansonsten ganz gut. Leider habe ich die Bilder noch nicht. Deswegen gibts hier nur ein paar bruchstückhafte Erinnerungen und Anekdoten.

Die Behörden, die für die Benennung der Straßen in Santiago zuständig sind, haben anscheinend einen ganz guten Sinn für Humor. Die Straße San Francisco ist nämlich ganz offenbar nach der Franziskus-Kirche benannt. Und in deren Nähe befinden sich lustigerweise auch Straßen namens Paris, Nv. York und Londres

In der Nähe des deutschen Brunnens (auf dem ganz typisch deutsch Seehunde sitzen) sprach mich ein Kerl auf Spanisch an. Ich sagte ihm, dass ich kein Spanisch spreche. Daraufhin redet er auf Spanisch weiter. Das ist allgemein eine ganz gute Taktik, die dort von vielen praktiziert wird (inklusive mir, da nur entsprechend auf Englisch). Funktioniert auch meistens ganz gut.
Nur den Kerl hab ich einfach nicht verstanden. Also bitte ich ihn, Englisch zu sprechen, woraufhin er nicht mehr Spanisch spricht sondern irgendetwas, was wie Chinesisch klingt…

Argentinien ’13 #3

Dieser Artikel ist Teil 16 in der Reihe Argentinien

26. März 2013 (Forts.)

Wo habe ich letztes Mal aufgehört? Ach ja: Die Präsidentin von Argentinien war am Flughafen von Buenos Aires, weswegen die Sicherheitskontrollen strenger waren. Und ich hatte Schlüssel und Handy in der Hosentasche, als ich durch den Metalldetektor ging.

Ich werde kurz abgetastet und kann durch, ohne meine Taschen zu leeren. So viel zu den strengeren Kontrollen. Das Handy hätte ja alles mögliche sein können…
Caros Kommentar dazu: Die wollen wahrscheinlich, dass der Präsidentin was passiert…
Sehr beliebt ist Christina Kirchner zumindest in Buenos Aires nicht.

Wir kommen jedenfalls in Chile an und fahren zum Hotel. Dort weiß niemand was von den schon bezahlten drei Nächten. Das ist auch kein Hotel, sondern viele von verschiedenen Leuten vermietete Apartments mit einer gemeinsamen Rezeption. Wie auch immer, die wissen nichts davon, dass wir schon bezahlt haben.

Zum Glück bin ich mit Caro hier, denn an der Rezeption steht ein Schild, auf dem steht, dass das Personal kein Englisch spricht und man sich mit Fragen doch direkt an den wenden soll, bei dem man gebucht hat. Ansonsten sind die beiden Männer an der Rezeption aber auch nicht sehr hilfsbereit. Der eine isst nur, und der andere spielt nur an seinem Handy. Wenn man (also Caro) was sagt, dann sucht der ältere von den beide kurz nochmal nach unserer Reservierung, findet nichts und isst dann weiter…

Nach einer Stunde oder so (es war Nacht und ich hatte mich nicht umziehen können, seit ich zwei Tage vorher in München losgeflogen bin, da mein Koffer in Madrid liegengeblieben war) – eine Stunde später jedenfalls, kommen wir mit der „Hilfe“ der Rezeptionisten zu dem Schluss, dass wir für die Nacht eben in ein anderes Apartment ziehen. Mir egal, ich will mich umziehen und schlafen…

Na toll, das Nummernschloss meines Koffers lässt sich nicht öffnen. Das war bei meinem letzten Argentinienurlaub auch schon so. Hat sich mal wieder das Schloss verstellt… Nummernschlösser sind schon eine dumme Erfindung. Bei zwei Kollegen von mir hat sich die Kombination bei den Kensington-Schlössern ihrer Laptops auch mal verstellt. Die Schlösser ließen sich dann aber durch ein bisschen Ruckeln auch so entfernen. (So viel zur Sicherheit von Kensington-Schlössern, aber ich schweife ab…)

Diesmal hatte sich das Schloss nicht nur um eine Ziffer verstellt, sondern so richtig. Aber nach ein paar Minuten Durchprobieren hatte ich es auf – und musste feststellen, dass meine Kamera und Geld fehlten. Ich will jetzt von niemandem hören, dass ich meine Kamera und vor allem das Geld nicht im Koffer hätte lassen sollen… 😀

Aber wenigstens konnte ich frische Kleidung anziehen und endlich schlafen…

Argentinien 10

Dieser Artikel ist Teil 10 in der Reihe Argentinien

Boeing 737, Aeroparque, Buenos Aires, 12:30, 21.11.2012 (Forts.)

Am Flughafen warteten dann ewig lange Schlangen auf mich. Ich hab schließlich die richtige gefunden und mich brav angestellt. Allerdings wurden die Iguazú-Passagiere irgendwann rausgezogen, weil der Flug schon bald ging… vielleicht hätte ich früher losfahren sollen… Aber es hat schließlich alles geklappt

Hotel Tropical, Iguazú, 18:30, 22.11.2012

Ich habe heute Caros Handy verloren. Sie hatte mir ihr altes gegeben, damit sie mich kostenlos anrufen kann und ich im Notfall günstig sie anrufen kann. Aber jetzt ist es weg… Muss mir heute früh in der Hotellobby aus der Tasche gerutscht sein, oder später im Bus in den Iguazú-Nationalpark…

So was blödes. Zu allem Überfluss funktioniert auch noch das WLAN im Hotel für mich nicht mehr. Das heißt, ich bin kommunikativ gerade auf die Hotel-PCs eingeschränkt, wenn ich nicht teuer von meinem Handy aus telefonieren oder SMSen will. Wenigstens sind die Hotel-PCs (bzw. der Hotel-PC, denn es funktioniert nur einer) kostenlos.

Hotel Tropical, Iguazú, 10:00, 24.11.2012

Lange nicht geschrieben… Was ist passiert?

Gute Nachricht erstmal: Caros Handy ist wieder aufgetaucht. Ich hatte es tatsächlich im Bus verloren. Zweite gute Nachricht: Das Hotel-WLAN ging irgendwann wieder. Sehr wichtig!

Disneyland

Ich war letztens in Disneyland Paris. Leider hab ich nicht mein Foto mit Donald bekommen, das ich mir so gewünscht hab… 🙁

Dafür gabs tolle Achterbahnen, an denen man erstaunlicherweise immer ziemlich genau wirklich so lange anstehen muss, wie sie es am Beginn der Schlange ankündigen. Wenn da 50 Minuten steht, dann dauert es auch 50 Minuten.

Meine drei Favoriten waren:

  • Rock ’n‘ Roller Coaster: Dort wird man am Anfang in weniger als drei Sekunden auf über 90 km/h beschleunigt!
  • Twilight Zone Tower of Terror: Man stürzt im Aufzug des Hollywood Tower Hotels ab (mehrmals).
  • Die Stunt Show: Die ist wirklich empfehlenswert, weil sie im Gegensatz zu den Achterbahnen nicht nur zwei sondern 45 Minuten dauert.

Was sich auf keinen Fall lohnt, ist die Bahn, die um den Park fährt. Ok, sie wird von einer Dampflock gezogen, das ist schon cool. Aber man sieht nicht besonders viel. Über lange Strecken sieht man nur Gebüsch… Und bei uns ist sie auch noch kaputt gegangen… 😀

Und irgendwann krieg ich auch noch mein Foto mit Donald… !

In dem Hotel, in dem wir waren, gab es einen Föhn. Auf dem stand „Shaver 2000“. Ich hab dann mal lieber darauf verzichtet, meine Haare mit ihm zu trocknen…

Hier sind noch ein paar schöne Fotos:

An der Technischen Uni von Lissabon

Dieser Artikel ist Teil 3 in der Reihe Lissabon

Ich hatte mich auf eine PostDoc-Stelle an der Technischen Uni von Lissabon beworben,genauer am Centre for Applied Mathematics and Economics, und wurde eingeladen, einen Vortrag zu halten. Das war überhaupt der Grund, weshalb ich nach Lissabon geflogen bin.

Also habe ich mich am Mittwoch, 12. Mai, auf den Weg gemacht von meinem Hotel zur Uni. Natürlich hab ich mich prompt verlaufen. Aber damit hatte ich gerechnet, und hatte genug Zeit eingeplant.

Auf dem Weg kam ich vorbei am Parlament. Und an einem interessanten Stellengesuch, das an einer Ampel hing. Leider hab ichs nicht fotografiert. Da hieß es, aus dem Gedächtnis zitiert und leicht verkürzt:

Programmierer sucht Job.

Computer-Kenntnisse: C++, Java, PHP

Sonstige Kenntnisse: Kann auch mit Kettensäge umgehen.

Wie auch immer, ich kam dann schließlich an der Uni an. Das Gebäude, in dem das Mathe-Institut untergebracht ist, war früher eine Radiostation, was man noch an den On-Air-Lämpchen über einigen Räumen sehen kann…

Nach einem sehr leckeren Mittagessen in einem Restaurant in der Nähe habe ich dann einen Vortrag über meine Dissertations-Projekt gehalten. Lief ganz gut. Die Diskussion danach war auch sehr interessant. 😀

Naja, da ich im Hotel kein kostenloses Internet hatte, habe ich dort an der Uni dann noch etwas rumgesurft. Und das hat sich gelohnt, denn es hatte sich Ines auf meine CouchSurfing-Anfrage gemeldet. Mehr dazu morgen.

Erster Blick auf Lissabon

Dieser Artikel ist Teil 2 in der Reihe Lissabon

Nachdem ich also endlich im Hotel angekommen war und mich geduscht hatte, hab ich ein bisschen die Umgebung des Hotels erkundet.

Direkt auf dem Weg zum Hotel war mir schon diese Tür aufgefallen:

Viele der Häuser in Lissabon sind zumindest von außen ziemlich heruntergekommen. Oft klafft auch eine Lücke wie hier auf dem Bild. Bei solchen Lücken ist es dann nicht unüblich, dass die benachbarten Häuser abgestützt werden müssen…

Aber alles in allem ist es schon eine sehr schöne Stadt.

Ich bin dann runter an den Tejo gegangen. Wollte ich zumindest, aber da unten war gerade der Papst. Deswegen bin ich wegen der Menschenmassen nicht weitergekommen. Nachdem ich die Massen umrundet hatte, kam ich schließlich an den Cais do Sodré. Nachdem ich dort ein bisschen die Sonne genossen hatte, bin ich zurück zum Hotel. Weil ich nicht den selben Weg zurücknehmen wollte, hab ich mich dann prompt verlaufen… 😀

Am Abend bin ich dann nochmal den Vortrag durchgegangen, den ich am nächsten Tag halten sollte, und hab mich dann schlafen gelegt.

Alles über meinen Tag an der Technischen Universität gibt es demnächst.

Shanghai 5

Dieser Artikel ist Teil 5 in der Reihe Shanghai

Gestern bin ich wieder in Deutschland gelandet. Zum Glück war unser Flug nicht von dem Schneechaos betroffen. Ein bisschen Bammel hatten wir schon, als wir gesehen haben, dass die ganzen Deutschland-Flüge von Istanbul aus gestrichen wurden…

Die letzten Tage in Shanghai hatte ich leider keinen Internetzugang, da ich in ner Jugendherberge war. Aber ich werde in den nächsten Tagen immer wieder mal Fotos hochladen und was von Shanghai erzählen.

Das ist der Ausblick vom Jin-Mao-Turm:
Blick auf Shanghai vom Jin-Mao-Tower
Die Fahrt ins 88. Aussichts-Stockwerk lohnt sich wirklich. Allerdings nur bei gutem Wetter. Wie man sieht, sieht man auch bei gutem Wetter wegen dem Smog, den es in Shanghai meist hat, nicht sehr weit. Der Jin-Mao-Tower ist zwar nur das dritthöchste Gebäude in Shanghai, aber dafür ist der Eintritt auch deutlich preiswerter als der zum Oriental Pearl Tower oder dem World Financial Center. Wenn ich mich richtig erinnere, hat es (für Studenten) nur etwa 8€ gekostet.

Zu sehen gab es nicht nur Shanghai von oben. Mindestens genauso beeindruckend ist auch der Blick innen von oben in das Hotel, das die 30 Stockwerke unter der Aussichtsplattform einnimmt.

Auch der Riss in einer der Fensterscheiben war ganz spannend… 😀

Shanghai 4

Dieser Artikel ist Teil 4 in der Reihe Shanghai

Heut ist die letze Nacht im Hotel Shangri-La, morgen gehts in die Jugendherberge. Schade, ich hätte mich daran gewöhnen können. Heute war ein sehr schöner Tag. Nach den Vorträgen war ich mit Anna im Yu-Garten, in einem der alten Wohnviertel, die sich noch inmitten der Hochhäuser gehalten haben und in einem wunderschön gemütlichen Teehaus.

Ich hab vor nicht allzulanger Zeit mal etwas über in Shanghai im Fernsehen gesehen. Genauer gesagt, etwas über den Straßenverkehr hier. Darauf dachte ich, mein Gott, wie soll ich hier jemals über die Straße kommen? Aber jetzt, wo ich hier bin, muss ich feststellen, das das hier eigentlich wirklich sehr angenehm ist für Fußgänger. Solange man die wichtigste Regel beachtet „Pass auf Taxis, Busse und Zweiräder auf!“, kann man hier eigentlich jederzeit sicher und ohne allzusehr aufpassen zu müssen über die Straße gehen. Das würd ich mich in der Form in Deutschland nie trauen.

Aber lustig ist es irgendwie schon, dass es hier an größeren Kreuzungen dann doch Verkehrspolizisten braucht, damit es zu keinem Chaos kommt.

Heut hab ich meine Kamera wieder hier, drum gibt es ein Foto vom Oriental Pearl Tower, dem hässlichsten der großen Gebäude in Shanghai. Irgendwie ist der Turm aber doch zum Wahrzeichen der Stadt avanciert.
Oriental Pearl Tower
Dabei gäbe es so viele andere tolle Hochhäuser, wie das Flaschenöffner-Hochhaus, die Leuchtende Blüte, das Hochhaus-Gerüst/Gerüst-Hochhaus usw… Weitere Fotos werden folgen.

Shanghai 2

Dieser Artikel ist Teil 2 in der Reihe Shanghai

Es regnet immer noch. Also jetzt gerade nicht. Aber heute den ganzen Tag. Und zwar wie… Und dazu noch dieser ständige Wind. Zum Glück bin ich erstmal mit der Konferenzbeschäftigt, wegen der ich eigentlich hier bin. Sobald die aus ist, wird das Wetter besser, sagt der Wetterbericht.

Heute vormittag war ein Vor-Konferenz-Workshop, den ich aber zur Hälfte verschlafen habe, da ich ja gestern erst und außerdem recht spät angekommen bin. Dafür war ich heute Nachmittag mit Anna im Shanghai Ocean Aquarium. Das ist wirklich sehenswert. Ich hab auch viele Fotos gemacht, nur leider hat Anna die Kamera gerade. Der „längste Unterwassertunnel der Welt“ ist zwar eine Mogelpackung, da er nicht wirklich durchgehend ist, aber beeindruckend ist es allemal, wenn Haie und Schildkröten und Rochen über einen hinweg- und an einem vorbeischwimmen.

Ah und vorher haben wir uns an chinesischem Essen versucht. Meine Maultaschensuppe war sehr lecker, nur dem Tofu kann ich absolut nichts abgewinnen…

Wenn man hier durch die Stadt läuft (leider hatte ich bisher noch wenig Zeit dazu), dann kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Also, mit „durch die Stadt laufen“ meine ich durch Pudong laufen, da wohn ich gerade und da ist auch die Konferenz. Jedenfalls möchte man am liebsten die ganze Zeit Hans-guck-in-die-Luft spielen. Dabei wäre ich vorhin schon fast über nen Randstein gestolpert.

Dabei würde man auch Gefahr laufen, in eines der vielen Löcher im Boden zu fallen. Denn in Shanghai wird ständig irgendwo gebaut. Und jetzt mit der anstehenden Weltausstellung schon zehnmal so viel.

Das Hotel, in dem ich hier bin, ist wirklich luxuriös. Ich komm mir schon immer ziemlich doof vor, wenn ich in meinen Trekkingstiefeln hier reinspazier. (Aber mit anderen Schuhen brauch ich bei dem Wetter momentan nicht vor die Türe gehen). Das Hotel hat 12 Restaurants. Das dürfte schon als Größenangabe genügen… 😀 Erstaunlicherweise (für China) funktioniert die Heizung, d.h. die Klimaanlage, sogar relativ gut. Ich hab sie jetzt auf 33 Grad eingestellt und muss nicht frieren.

Die Chinesen sind (wenns nicht gerade um Heizungen geht) uns schon ein paar Schritte voraus. Wenn es regnet und man in ein Geschäft oder ein Hotel hineingehen will, wird einem meist der nasse Regenschirm in eine Plastiktüte verpackt (bzw. man muss ihn selber verpacken, je nach Geschäft), damit man nicht alles nasstropft. Ist aber auch für einen selber praktisch, da wird man nicht mehr nass durch den tropfenden Schirm. Oder man kann ihn einfach in die Tasche stecken. Eine andere tolle Erfindung ist folgende: Anna ist im Restaurant ihr Puli vom Stuhl auf den Boden gerutscht. Da kam die Bedienung mit einem Stoffkorb, wo sie den Puli hineingelegt hat. Sehr nette Sache…

In Ermangelung neuer Shanghai-Fotos, gibts hier noch ein Foto von der Anreise. Nämlich Istanbul bei Nacht:
Istanbul bei Nacht
Morgen gibts wieder aktuelle Fotos, versprochen.

Gif-sur-Yvette – Tag 1

Dieser Artikel ist Teil 1 in der Reihe Gif-sur-Yvette

Heute bin ich nach Frankreich gefahren, früh am Morgen, mit dem TGV. Wie gut, dass der jetzt auch in Augsburg hält. Da ist nämlich eine Graduiertenschule, an der ich teilnehme. Und weil ich Internet im Hotel habe (Jippi!), werd ich euch hier auf dem Laufenden halten, was ich hier so treibe.

Bis auf einen Triebwerksschaden (oder so) ist die Fahrt, während der ich meistens geschlafen habe, dann auch bald vorübergegangen. In Paris musste ich dann erstmal vom Ostbahnhof zum Nordbahnhof laufen, wobei ich mich ganz den französischen Gepflogenheiten angepasst und rote Ampeln einfach ignoriert habe. Am Nordbahnhof wollte ich dann eine Fahrkarte nach Gif-sur-Yvette kaufen, was sich nicht so einfach gestaltete. Die Automaten nahmen nämlich keine Scheine an, sondern nur Kleingeld (wovon ich keines hatte) und diverse Karten. Dummerweise akzeptierte der Automat keine meiner Karten, wobei er laut Aufdruck eigentlich zumindest die Visa-Karte nehmen hätte müssen… Am Schalter war eine ewig lange Schlange, also entschied ich mich für eine andere Taktik: Ich kaufte mir einfach ein Pain au chocolat, um Kleingeld zu bekommen (und weil die Teile so unheimlich lecker sind und mich an den Interrail-Urlaub mit Anna erinnern). Leiter hatte ich mich verrechnet, und das Kleingeld reichte nicht. Dafür war jetzt die Schlange am Schalter erheblich geschrumpft, weswegen ich mich dort anstellte. Von der freundlichen Dame am Schalter bekam ich dann nicht nur meine Fahrkarte, sondern wurde auch aufgeklärt, wie man Gif-sur-Yvette wirklich ausspricht.

In Gif lief ich dann zum Hotel le Village, wo ich mir ein Zimmer reserviert hatte. Den Fußweg dahin hatte ich mir vorher im Internet angeschaut und aufgeschrieben. Ich beging jedoch zwei Fehler:

  • Fehler 1: Wegweisern folgen, wenn man eigentlich weiß, dass man in eine andere Richtung muss
  • Fehler 2: Wegweiser nicht genau genug lesen, „Hotel de ville“ ist nicht dasselbe wie „Hotel le village“… 🙂

Aber ich kam ja dann doch noch im Hotel an.

Überrascht war ich und erfreut, dass es hier WLAN gibt, denn auf der Website des Hotels stand das nicht, und dort machte das Hotel jetzt auch keinen so wirklich modernen Eindruck, eher den einer kleinen Pension. Mein Zimmer ist auch ganz ok.

Dass es keinen richtigen Schrank gibt, ist nicht so schlimm, weil ich eh lieber ausm Koffer lebe. Nur die Heizung hab ich erstmal voll aufdrehen müssen, damit ich nicht erfrieren muss. Das Wetter ist nämlich leider nicht ganz so toll, kalt und regnerisch.

Da es meinen Recherchen zufolge einigermaßen unmöglich ist, von hier mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu der Elektrotechnik-Hochschule zu kommen, wo die Graduiertenschule stattfinden wird, bin ich dann schon mal testweise dorthingelaufen, um zu schauen, wie lange das dauert. Dabei ist mir schon gleich ein Crêpes-Restaurant hier um die Ecke aufgefallen. Da werd ich nacher glaub ich hingehen… 🙂 Gif scheint ein sehr schöner Ort zu sein. Wenn mal besseres Wetter ist, muss ich mir ihn mal näher anschauen. Neben dem Hotel ist auch irgendwie ein Schloss mit riesigem Park. Vielleicht kann man da ja auch rein, mal schauen… Jedenfalls bin ich dann die halbe Stunde zum Supélec gelaufen, das letzte Stück steil bergauf.

Jetzt kenn ich wenigstens mal den Weg. Ich hoffe mal, die stellen da viele Schilder auf, wo man hinmuss, weil das Gelände scheint mir recht groß zu sein. Ich hoffe auch, morgen früh regnets nicht…

Irgendwie bin ich total müde, obwohl ich so lang im Zug geschlafen hab. Ich glaub, ich leg mich mal noch kurz schlafen, bevor ich was essen geh.