Wochenrückblick 47/2015

Vergangene Woche bin ich mal wieder dazu gekommen, was mit dem Akkordeon aufzunehmen. Streng genommen war das schon vorvergangene Woche, aber egal… Ich muss beizeiten mal noch die ein oder andere Stelle neu einspielen, und das alles noch besser abmischen. Aber hier ist schon mal das momentane Ergebnis:

Eigentlich wollte ich noch was zu dieser ganzen Ist-es-jetzt-ok-sein-Facebookprofilbild-mit-einer-Frankreichflagge-zu-hinterlegen-Diskussion schreiben. Aber wie üblich gibt es andere, die das schneller getan haben und vermutlich besser formuliert als ich das getan hätte. Deshalb sei hier nur auf Fefes Beitrag vom 17. November verwiesen.
In diesem Zusammenhang ist auch dieser Podcast hier interessant (ab 42:37).

Samstag und Sonntag war ich dann in Augsburg. Und es hat geschneit… Der Winter ist da – juhuuu! Vielleicht sollte ich mal den Grill und die Sonnenliege in den Keller räumen.

Gif-sur-Yvette

Heute vor sechs Jahren bin ich das erste Mal nach Gif-sur-Yvette gefahren, so einem kleinen Ort ca. 30km südwestlich von Paris. Da war nämlich eine Graduiertenschule, bei der ich ein paar Kurse belegt hatte.

Die ganzen Blog-Beiträge, die ich damals geschrieben hatte, gibt es hier zu lesen.

Interessanterweise war ich damals recht überrascht, dass es in dem Hotel dort WLAN gab. Heute wäre man wohl eher umgekehrt negativ überrascht, wenn es in einem Hotel kein WLAN gibt. So ändern sich die Zeiten… Ich glaube, ich muss da mal wieder hin, in das Crêpes-Restaurant, in dem ich damals fast täglich gegessen hab. Hat jemand Lust auf einen Frankreich-Urlaub? 😀

Wochenrückblick 6/2014

Anfang vergangener Woche war ich beim Kardiologen, mal mein Herz untersuchen lassen. Und ich habs geschafft, den Arzt ratlos zu machen. Er musste seinen Kollegen zurate ziehen. Der hatte dann aber auch nicht viel mehr zu sagen als „Klingt irgendwie komisch, oder?“. Sie haben sich dann darauf geeinigt, dass es irgendwie musikalisch klingt, mein Herz. Damit bin ich auch einverstanden. Drum gibt es heute einen sehr musikalischen Wochenrückblick.

Ich nutze last.fm schon lange, schon als es noch Audioscrobbler hieß. Es ist einfach ein toller Dienst, um neue Musik zu entdecken, z.B. indem man schaut, welche Bands denn Musik machen, die irgendwie ähnlich der Musik einer Band ist, die man mag. Oder indem man sich aufgrund seiner bisherigen Hörgewohnheiten etwas vorschlagen lässt. Irgendwie hat mir in letzter Zeit last.fm immer mehr französische Lieder gespielt. Dabei kann ich gar kein Französisch… Aber letzte Woche hat mir last.fm folgendes Lied präsentiert: „More Kissing In Porn Please, We’re British“ von Mr.B The Gentleman Rhymer. Mal eine Abwechslung zu den französischen Songs. 😀 Hier gibts noch mehr Lieder von denen.

Eine andere Band, auf die ich über irgendein YouTube-Video gestoßen bin, ist Steam Powered Giraffe. Klar, es gibt Truppen, die bessere Roboter-Imitationen hinlegen. Es gibt auch originellere Steampunk-Kostüme. Und es gibt bestimmt auch bessere Musiker. Aber die Kombination find ich toll. Hier sind mal ein Paar Kostproben:


Ich wollte eigentlich noch was zu den Plänen der GEMA schreiben, fürs Einbetten von YouTube-Videos Gebühren zu verlangen. Aber das mach ich mal in nem eigenen Beitrag. Voraussichtlich… 🙂

Bairro Alto und ein verpasster Flug

Dieser Artikel ist Teil 6 in der Reihe Lissabon

Mein Rückflug aus Lissabon ging so früh, dass ich beschlossen hatte, nicht zu schlafen. Mein Gepäck war in Schließfächern sicher verstaut. Also bin ich nach dem leckeren Essen zu Fado-Klängen mit Teresa nach Bairro Alto gegangen, dem Kneipenviertel von Lissabon. Dort kann man sich in der Tat die Nacht gut um die Ohren schlagen… 😀

Irgendwann wars dann spät genug, dass ich endlich mein Gepäck abholen und zum Flughafen fahren konnte. So war jedenfalls mein Plan. Allerdings wurde ich auf dem Weg zu den Schließfächern überfallen. Zum Glück kam ich mit einem großen blauen Fleck am Rücken davon. Allerdings ohne Handy und um gut 400€ ärmer. Ich hab dann eine Telefonzelle gesucht und die Polizei gerufen. Da war ich erst sehr positiv überrascht, denn der Polizist am Telefon sprach sehr gut Englisch, nicht wie damals in Frankreich, als unser Gepäck gestohlen wurde, und wir lange Zeit vergeblich versucht haben, die Polizeistation in Cannes zu finden.

Allerdings fragte der Polizist dann nach der genauen Adresse, wo ich stehe. Öh… Ok, die Straße konnte ich rausfinden, aber der wollte auch die Hausnummer. Naja, dann hab ich mich halt mal auf die Suche nach einer Hausnummer gemacht. Ich wurde fündig und hab sie durchgegeben. Dann hab ich gewartet. Und gewartet… Irgendwann fiel mir auf, dass von der Hausnummer, die ich durchgegeben hatte, die erste Ziffer abgefallen war. Oh oh… la la la… einfach mal warten, ob sie mich trotzdem finden… 😀

Irgendwann kamen sie dann, und haben mich zur Wache gefahren, wo ich Anzeige erstattet hab. Meinen Flug hatte ich inzwischen schon verpasst. Ohne Geld wär ich eh nicht mehr an mein Gepäck gekommen… Zum Glück war der Kerl, der mich überfallen hat, so nett (oder doof) und hat mein Konto nicht komplett leer geräumt, und mir außerdem meine Kreditkarte wieder gegeben… So kam ich wenigstens noch an genug Geld, um mein Gepäck zu holen und zum Flughafen zu fahren.

Wie ich trotz verpasstem Flug doch noch nach Hause gekommen bin, erfahrt ihr demnächst.

Eurovision: Großbritannien und Frankreich

Dieser Artikel ist Teil 13 in der Reihe Eurovision Song Contest

Heute Abend ist also das Finale! Ich wünsch unserer Lena schon mal viel Glück!

Was wird Großbritannien heute präsentieren? Einen jungen Sänger, umringt von vier sexy Tänzerinnen. Wieso nur vier? Es dürften laut Regeln doch fünf sein… 😀 Aber so doll find ich das Lied nicht.

Und was zeigt Frankreich? Einen schönen Sommer-Hit. Ob der auf der Bühne aber genauso gut wirkt wie in dem Video mit Sand und Palmen und Meer? Ich weiß es nicht.

Also jetzt ab vor die Fernseher und Finale schauen! 😀

Gif-sur-Yvette 3 – Tag 1 und 2

Dieser Artikel ist Teil 10 in der Reihe Gif-sur-Yvette

Jetzt bin ich zum dritten und letzen Mal in Gif-sur-Yvette, diesem kleinen Ort mit den vier Bibliotheken. Ich glaube, ich sollte nicht noch länger hier sein, denn heute abend wurde ich in dem Crêpes-Restaurant La Voie Lactée schon mit Handschlag begrüßt. Als ich bestellt und schließlich mein Crêpes bekommen hatte, wurde mir das Essen nach zwei Bissen auch schon wieder weggenommen. Das war gar nicht für mich bestimmt gewesen. War aber auch lecker…

Ich hätte mir doch ein Wörterbuch mitnehmen sollen, denn bei vielen der Crêpes-Zutaten weiß ich garnicht, was das ist… Naja, zum Glück gibts auch genügend Auswahl mit Sachen, die ich übersetzen kann… 🙂

Gestern hat der TGV-Fahrer in Augsburg schon wieder nicht rechtzeitig gebremst, und so war wieder der Teil, der in Abschnitt A sein sollte, in Abschnitt C.

Gif-sur-Yvette – Tag 1 (Nachtrag)

Dieser Artikel ist Teil 2 in der Reihe Gif-sur-Yvette

Mjam, die Crêpe war sehr lecker. Genauer gesagt die Galette. Und wieder was dazugelernt: deftige Crêpes heißen Galettes. In dem Restaurant hingen einige Gemälde an der Wand, mit kleinen gelben Zettelchen daneben, wie die Werke heißen und was sie kosten sollen. Am Thresen hingen Kinderzeichnungen, bei denen ich diese gelben Zettelchen vermisst habe.

Als ich zurück ins Hotel gekommen bin, hat der Rezeptions-Mann ferngesehen. Damit es aber nicht so aussieht, als ob er faul wäre, hat er sich nicht vor den Fernseher gesetzt, sondern stand auf halbem Weg zwischen Rezeption und Fernsehecke. Sieht auch nicht besser aus…

Gif-sur-Yvette – Tag 1

Dieser Artikel ist Teil 1 in der Reihe Gif-sur-Yvette

Heute bin ich nach Frankreich gefahren, früh am Morgen, mit dem TGV. Wie gut, dass der jetzt auch in Augsburg hält. Da ist nämlich eine Graduiertenschule, an der ich teilnehme. Und weil ich Internet im Hotel habe (Jippi!), werd ich euch hier auf dem Laufenden halten, was ich hier so treibe.

Bis auf einen Triebwerksschaden (oder so) ist die Fahrt, während der ich meistens geschlafen habe, dann auch bald vorübergegangen. In Paris musste ich dann erstmal vom Ostbahnhof zum Nordbahnhof laufen, wobei ich mich ganz den französischen Gepflogenheiten angepasst und rote Ampeln einfach ignoriert habe. Am Nordbahnhof wollte ich dann eine Fahrkarte nach Gif-sur-Yvette kaufen, was sich nicht so einfach gestaltete. Die Automaten nahmen nämlich keine Scheine an, sondern nur Kleingeld (wovon ich keines hatte) und diverse Karten. Dummerweise akzeptierte der Automat keine meiner Karten, wobei er laut Aufdruck eigentlich zumindest die Visa-Karte nehmen hätte müssen… Am Schalter war eine ewig lange Schlange, also entschied ich mich für eine andere Taktik: Ich kaufte mir einfach ein Pain au chocolat, um Kleingeld zu bekommen (und weil die Teile so unheimlich lecker sind und mich an den Interrail-Urlaub mit Anna erinnern). Leiter hatte ich mich verrechnet, und das Kleingeld reichte nicht. Dafür war jetzt die Schlange am Schalter erheblich geschrumpft, weswegen ich mich dort anstellte. Von der freundlichen Dame am Schalter bekam ich dann nicht nur meine Fahrkarte, sondern wurde auch aufgeklärt, wie man Gif-sur-Yvette wirklich ausspricht.

In Gif lief ich dann zum Hotel le Village, wo ich mir ein Zimmer reserviert hatte. Den Fußweg dahin hatte ich mir vorher im Internet angeschaut und aufgeschrieben. Ich beging jedoch zwei Fehler:

  • Fehler 1: Wegweisern folgen, wenn man eigentlich weiß, dass man in eine andere Richtung muss
  • Fehler 2: Wegweiser nicht genau genug lesen, „Hotel de ville“ ist nicht dasselbe wie „Hotel le village“… 🙂

Aber ich kam ja dann doch noch im Hotel an.

Überrascht war ich und erfreut, dass es hier WLAN gibt, denn auf der Website des Hotels stand das nicht, und dort machte das Hotel jetzt auch keinen so wirklich modernen Eindruck, eher den einer kleinen Pension. Mein Zimmer ist auch ganz ok.

Dass es keinen richtigen Schrank gibt, ist nicht so schlimm, weil ich eh lieber ausm Koffer lebe. Nur die Heizung hab ich erstmal voll aufdrehen müssen, damit ich nicht erfrieren muss. Das Wetter ist nämlich leider nicht ganz so toll, kalt und regnerisch.

Da es meinen Recherchen zufolge einigermaßen unmöglich ist, von hier mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu der Elektrotechnik-Hochschule zu kommen, wo die Graduiertenschule stattfinden wird, bin ich dann schon mal testweise dorthingelaufen, um zu schauen, wie lange das dauert. Dabei ist mir schon gleich ein Crêpes-Restaurant hier um die Ecke aufgefallen. Da werd ich nacher glaub ich hingehen… 🙂 Gif scheint ein sehr schöner Ort zu sein. Wenn mal besseres Wetter ist, muss ich mir ihn mal näher anschauen. Neben dem Hotel ist auch irgendwie ein Schloss mit riesigem Park. Vielleicht kann man da ja auch rein, mal schauen… Jedenfalls bin ich dann die halbe Stunde zum Supélec gelaufen, das letzte Stück steil bergauf.

Jetzt kenn ich wenigstens mal den Weg. Ich hoffe mal, die stellen da viele Schilder auf, wo man hinmuss, weil das Gelände scheint mir recht groß zu sein. Ich hoffe auch, morgen früh regnets nicht…

Irgendwie bin ich total müde, obwohl ich so lang im Zug geschlafen hab. Ich glaub, ich leg mich mal noch kurz schlafen, bevor ich was essen geh.