Wochenrückblick 40/2016

Diese Woche gibts mal wieder nicht so viel zu erzählen. Ich kränkel ein bisschen. Irgendwie war ich dieses Jahr extrem oft krank. Hoffentlich wird das kommendes Jahr besser. Einfach mehr Äpfel essen, dass wird das schon, oder so.

Dieses Wochenende hab ich alle vier Tribute-von-Panem-Filme gesehen. Zum ersten Mal. Keine Ahnung, wieso ich die bisher noch nicht kannte. Wie sind denn die Bücher? Sind die lesenswert? Nach dem Genuss der Filme würd ich die sehr gerne mal lesen. Da hat man schon gemerkt, dass (wie immer) sehr viel bei einer Romanverfilmung untergeht.

Titelbild CC BY-SA 3.0 von Harald Bischoff

Wochenrückblick 8/2015

Jetzt weiß ich wieder, über was aus der WASD ich letzte Woche schreiben wollte. Und zwar wurde da im Artikel „Deus in Machina“ von Rainer Sigl (hier online verfügbar) eine mögliche Lösung des Fermi-Paradoxons vorgestellt, die anscheinend auf den Science-Fiction-Autor Charles Stross zurückgeht und die ich bisher noch nicht kannte (genauso wenig wie ich Charles Stross kannte).
Und zwar ist die Idee, dass mit „fortschreitender Technologisierung […] nicht Distanz, sondern Bandbreite das Hauptproblem intelligenter außerirdischer Spezies [würde]; statt Expansion ins leere All wäre somit eine radikale Introvertiertheit ins Virtuelle viel naheliegender und von unausweichlicher Konsequenz. Außerirdische Zivilisationen […] wären deshalb nicht ‚überall‘ […], weil sie sich als logisch folgenden weiteren technologisch-evolutionären Schritt nicht nach außen, also letztlich an uns Erdenmenschen richten würden, sondern in die eigenen virtuellen Innenwelten“.

Später hab ich noch was in der WASD gelesen, und mich geärgert, dass die so einen Schmarrn schreiben. Da wird nämlich behauptet, Nostalgie heiße auf Griechisch „Schmerz, der von einer alten Wunde herrührt“. Unsinn. Nostalgie bedeutete ursprünglich Heimweh. Das Wort gab es im antiken Griechenland auch noch gar nicht, sondern wurde erst im 17. Jahrhundert von einem Schweizer Arzt ersonnen als Übersetzung eben des deutschen Begriffs Heimweh. Dieser Fehler, der Christian Alt in der WASD da unterlaufen ist, ist insbesondere deshalb schmerzhaft, weil die wirkliche Übersetzung viel besser in seinen Artikel gepasst hätte, als dieser Alte-Wunde-Quatsch. Gut, zu seiner Ehrenrettung: Er zitiert hier wohl eine Szene aus Mad Men. Aber trotzdem…

Thema Nostalgie: Nintendos Werbeabteilung ist anscheinend ziemlich kompetent. Anders kann ich mir nicht erklären, wieso es gerade so einen Hype um das Remake von Majora’s Mask gibt. Ja, ich würde mir das fünfzehn Jahre alte Spiel vielleicht auch kaufen, wenn ich eine passende Konsole hätte, und es nochmal spielen. Aber so ein Tamtam… Ich bin eher gespannt auf das neue Zelda-Spiel, das dieses Jahr noch rauskommen soll.

Letzte Woche war ich im neuen Film der Wachowskis, Jupiter Ascending. Trotz der schlechten Kritiken war das ein durchaus sehenswerter Film, fand ich. Man darf halt handlungstechnisch nicht allzuviel erwarten. 😀

Zum Schluss noch ein paar Videos.

Ich brauch das hier: Nachdem ich ja schon eine Useless Box hab:

Weniger nervig, dafür sehr schön gemacht ist dieses Musikvideo, das in nur 5 Sekunden gefilmt wurde:

(via Spreeblick)

Und zu guter Letzt ein kleiner Rückblick auf das, was ich heute vor sechs Jahren hier gebloggt hab. Nämlich eine sehr schöne Softdrink-Werbung.

Wochenrückblick 50/2014

So, was war diese Woche los?

Montag gabs einen Spieleabend, nachdem die D&D-Runde nicht zustandegekommen ist. Wir haben Chthulu-Munchkin gespielt und Istanbul. Zufälligerweise hab ich kurz vorher eine Comic-Adaption von ein paar Geschichten von H.P. Lovecraft gelesen gehabt.

Dienstag dann mal wieder Videoabend, nachdem ich die beiden Male zuvor nicht konnte. Da aber auch viele der anderen nicht konnten, haben wir nicht mit Gotham weitergemacht sondern den Lego Movie angesehen. Obwohl ich ein paar mal weggedöst bin, glaube ich behaupten zu können, dass das ein sehr schöner Film ist.

Ich bin eh sehr müde in letzter Zeit. Muss an der Jahreszeit liegen. Dummerweise verschlafe ich so auch die paar wenigen Sonnenstunden…

Mittwoch war dann Weihnachtsfeier von meiner Arbeit. Das heißt anstatt zu arbeiten mit dem Zug nach Sachsen-Anhalt fahren, abends feiern und am Donnerstag wieder anstatt zu arbeiten nach München zurück fahren. 😀

Freitag waren wir mit der Diözesanleitung der Münchner DPSG in der Volkssternwarte. Das Planetarium ist technisch nicht mehr ganz auf dem neuesten Stand, aber der Moderator war unglaublich unterhaltsam. Die Wolkendecke ist dann auch pünktlich etwas aufgerissen, sodass wir mit den Teleskopen auf dem Dach die Plejaden und irgend einen Nebel anschauen konnten.
Die Plejaden… Δέδυκε μὲν ἀ σελάννα καὶ Πληΐαδες… jaja…

Was gabs sonst noch? Mario vs. Minecraft zum Beispiel:

Bald ist ja Weihnachten, falls ihr es bei dem warmen Wetter noch nicht bemerkt habt. Und da gehört natürlich besinnliche Musik dazu. Mein Lieblings-Weihnachtslied ist Fairytale of New York von den Pogues. Der Guardian hat hier einen interessanten Artikel zur Entstehungsgeschichte des Lieds.
Sehr schön ist übrigens auch die Version des Lieds von Katzenjammer mit Ben Caplan:

Von Weihnachten über Geschenke über Geld zu dem hier: Diese Idee der PARTEI, Geld zu verkaufen, um Anspruch an bis zu 240.000€ Parteienfinanzierung zu haben, ist wunderbar. Wunderbar absurd. Und ein klein bisschen erschreckend, dass da so ein großes Schlupfloch in dem Finanzierungssystem klafft. Und die PARTEI ist auch nicht die erste Partei, die das ausnutzt. die AfD verkauft ja z.B. auch Gold aus diesem Grund.

Wochenrückblick 2/2014

Es gibt eine Neuerung hier: Ab jetzt werde ich wöchentlich einen persönlichen Rückblick auf die vergangene Woche geben. Ich hoffe, dass immer genug passieren wird und ich auch immer die Zeit finden werde, den Rückblick zusammenzustellen. Jedenfalls fängt es heute an mit dem Rückblick auf die Kalenderwoche 2 (deswegen der Titel 2/2014; keine Angst, ihr habt nicht 1/2014 verpasst).

Twitter

Am Montag vergangener Woche hat mich Twitter positiv überrascht. Ich hatte ein bisschen meinen Ärger darüber kundgetan, dass man die Inhalte der ARD-Mediathek nicht jederzeit ansehen kann, weil es Sendezeitbegrenzungen gibt. Ich wollte nämlich am Nachmittag des Feiertags den Tatort nachholen, den ich am Abend vorher verpasst hatte.

Wenig später antwortete mir die Pressestelle der ARD:

Einfach die Mediathek der ORF benutzen. Sehr guter Tipp. Ist zwar ein bisschen wie Westfernsehen schauen, aber egal… 😀

Blau ist eine warme Farbe

Montag abend war ich in „Blau ist eine warme Farbe“. Ein sehr schöner Film mit ungewöhnlichen Bildern und ohne Musikuntermalung, der trotz seiner drei Stunden Länge nicht langatmig oder langweilig ist. Im Gegenteil, als der Film aus war, war ich richtig überrascht, dass schon drei Stunden vergangen waren. Nur ab und zu hab ich mir gedacht, mensch Adèle, wisch dir doch mal den Rotz ausm Gesicht… 😀
Der Film hat auch letztes Jahr die Filmfestspiele von Cannes gewonnen. Wenn der Film also in eurer Nähe gespielt wird, unbedingt ansehen! Hier ist der Trailer:

Hamburg

Das Gefahrengebiet in Hamburg wurde jetzt ja wieder aufgehoben. Aber letzte Woche, als das noch aktuell war, las ich von jemandem, der die interessante Idee hatte, das Auswärtige Amt anzuschreiben und nach Sicherheitsinformationen zur Einreise nach Hamburg zu fragen. Das Auswärtige Amt leitete die Anfrage an das Bundesministerium des Inneren weiter, das dann zwar antwortete, aber die Anfrage leider nicht ernst nahm. Daraufhin antwortete der besorgte Hamburgreisende sehr passend.

What if?

Ich lese ja schon lange regelmäßig XKCD, einen Webcomic, den ich uneingeschränkt empfehlen kann. Nicht vergessen, den Text zu lesen, der erscheint, wenn man mit der Maus über den Comic fährt! Wer einen der Comic-Strips nicht versteht, findet auf explain xkcd meist eine gute Erläuterung. Was ich aber letzte Woche erst gesehen habe, ist, dass der Autor Randall Munroe auf what if? Leserfragen beantwortet. Also Leserfragen der Art „Ab welchem Zeitpunkt in der Geschichte der Menschheit gab es mehr Bücher als ein Mensch in seinem Leben lesen kann?“ oder „Ist es möglich, Tee zu erhitzen, indem man nur schnell genug umrührt?“.
Sehr lesenswert! Ich hab mir selber noch nicht alle vergangenen Fragen und Antworten durchgelesen. Ich werd mich nach und nach durcharbeiten…

So, das wars für heute. Gute Nacht und bis nächste Woche! 🙂

Argentinien 3

Dieser Artikel ist Teil 3 in der Reihe Argentinien

Boeing 777, London, 21:30, 15.11.2012

Ich hoffe, es gibt hier was gutes zu essen nachher. Ich hab tierisch Hunger.
Mal schauen, was für Filme während des Flugs angeboten werden.

Oh, eine Durchsage. Und während Durchsagen steht auf dem Fernsehbildschirm:

Your enterteinment is paused during this announcement.

Klingt das nur für mich als Nicht-Muttersprachler komisch?
Wahrscheinlich werde ich eh während des Films einschlafen.

Recoleta, Buenos Aires, 13:00, 16.11.2012

Das Filmangebot im Flieger war wirklich gut! Nur an der Bildschirmgröße könnten sie noch arbeiten. Und die ausgeteilten Kopfhörer waren so leise, dass man selbst bei voller Lautstärke kaum was verstanden hat. Zum Glück hatte ich die meines Handys dabei.
Damit konnte ich dann zuerst Moonrise Kingdom anschauen. Den wollte ich eh schon lang mal sehen. Und der ist echt empfehlenswert. Auch und gerade für Pfadfinder!
Ein paar coole Serien gabs auch, aber da bin ich dann eingeschlafen…
Freitag früh hab ich mir dann Prometheus angesehen. Leider konnte ich ihn nicht zuende sehen, weil wir dann da waren.

20.11.2012, 18:20, Plaza de Mayo, Buenos Aires

Das, was mich an dem Zollformular so irritiert hat, war, dass man so viele „objects“ zollfrei mitnehmen konnte, wie man wollte. Dadurch war klar, dass mit „objects“ schon irgendwas spezielles gemeint war und nicht nur irgendwelche Gegenstände…

Im Flugzeug musste man dann ein Zoll-Formular ausfüllen. Das gab mir ein bisschen zu rätseln auf, da ich kein Englisch-Muttersprachler bin (naja, die, die das Formular erstellt haben, vermutlich auch nicht).
Jedenfalls war mir der Unterschied zwischen „objects“ und „goods“ nicht so ganz klar. Ich hab das Ganze dann mal so interpretiert, dass ich nichts verzollen muss.

20.11.2012, 18:25, Plaza de Mayo, Buenos Aires

Ein bisschen fühlt man sich hier schon überwacht. Man muss nämlich bei jeder Gelegenheit seine Ausweisnummer angeben. Wen man eine Ausflugstour macht. Wenn man mit Kreditkarte zahlt (wobei man da meistens auch davonkommt, wenn man nur unterschreibt; Touristenbonus vielleicht, oder Verkäufer, die sich nicht drum kümmern).
Das erklärt aber auch, wieso Caro so überrascht war, dass ich meine Ausweisnummer nicht auswendig weiß.

Bevor es in Buenos Aires dann zum Zoll ging, hieß es eine Stunde warten, Fingerabdruck abgeben, in die Kamera lächeln und die Wohnadresse in Argentinien nennen. Dann wieder eine halbe Stunde warten und ab durch den Zoll, der zum Glück weder was an meinem Gepäck noch an meinem Formular auszusetzen hatte. Irgendwie erzeugen so Kontrollen doch immer Stress, auch wenn man nichts zu verzollen hat.

Dann gings schnell mit dem Bus nach Buenos Aires hinein. Dort vom Terminal Madero sollte ich ein Taxi zu Caro nehmen, bei der ich wohne. Das war aber erstmal ncht so einfach, weil es an dem Busbahnhof keinen Taxistand gab, wie ich erwartet hätte.

3.12.2012, 19:55, daheim

Später habe ich dann erkannt, dass die Taxidichte in Buenos Aires so hoch ist, dass es nie ein Problem ist, ein Taxi zu bekommen. Murphy’s Law mal außen vor…

Dann bin ich eben mal losgelaufen, bis ich im dichten, mehrspurigen Verkehr ein leeres Taxi entdeckte und zu mir winken konnte.

Leider konnte der Taxifahrer kein Englisch und ich nicht genug Spanisch, um wirklich eine Unterhaltung führen zu können. Ich verstand zwar meistens, was er sagte, konnte aber nicht antworten, außer auf die Frage, woher ich komme.

Auf die Frage, ob die Zieladresse da hinten sei, konnte ich auch immerhin mit einem zweisilbigen „No sé.“ antworten und seine Nachfrage, ob ich da noch nie war, mit einem „Sí.“ bejahen.
Wenig später kam mir die Idee, ob das nicht vielleicht ein Fehler war zuzugeben, dass ich mich nicht auskenne, und ob der Fahrer mich jetzt kreuz und quer durch die Stadt fahren würde. Aber dem war zum Glück nicht so.

Bei Caro angekommen, stellte ich fest, dass ich auch eine Küche mit Bar und Barhockern will, und dass sich das Nummernschloss meines Koffers nicht mehr öffnen ließ.

Pixelschatten

Vor ein paar Tagen lief im ZDF ein sehr schöner Film. Ich bin jetzt über Spreeblick darauf gestoßen. Der Film heißt Pixelschatten und ist bis kommenden Sonntag noch hier kostenlos (auch in HD) zu sehen, oder in dem eingebetteten Video unten.

Es lohnt sich wirklich! Zum Glück hab ich nicht vorher gelesen, was so über den Film geschrieben wird, denn „Ein bunter Film über die Schatten des Internets“, wie jetzt.de seinen Artikel betitelt, klingt nun wirklich nicht nach einem sehenswerten Film, denke ich.

Eigentlich sollte man überhaupt keine Filmbesprechungen, Teaser oder Trailer konsumieren, bevor man einen Film sieht, denn diese können einem leicht die Lust darauf vermiesen. Hätte ich z.B. den Trailer zu Black Swan gesehen und nicht die Kritik in der Süddeutschen gelesen, dann hätte ich mir den Film mit Sicherheit nicht angesehen, trotz Natalie Portman.

Deshalb schreibe ich hier auch gar nicht, worums in dem Film Pixelschatten geht. Schaut ihn euch einfach an, solange er noch kostenlos (und legal) verfügbar ist.

Gütervergütung

Was ich mich schon lange gefragt habe: Wenn bspw. in einem Film ein Lied verwendet wird, dann bekommt der Künstler Geld dafür. Aber bekommt der Hersteller der schicken Wohnzimmermöbel, die der Schauspieler im Film benutzt, auch Geld über den Kaufpreis hinaus? Sicher, das eine ist Kunst, das andere üblicherweise nicht. Das eine besitzt eine nicht zu niedrige Schöpfungshöhe, das andere vielleicht nicht. Trotzdem könnte der Film ohne den Stuhl – oder jeden anderen Gegenstand, der verwendet wird – nicht gedreht werden.

Dies ist aber nicht auf die Nutzung in Filmen beschränkt, sondern auf jede kommerzielle Nutzung anzuwenden. Sollten also alle Produkte teurer als normal sein, wenn sie für kommerzielle Zwecke gekauft werden?

GEZ und Kulturflatrate

Die Diskussion um eine Kulturflatrate läuft ja jetzt schon ein paar Jährchen. Aber die kürzlich beschlossene Änderung der GEZ-Gebühren-Struktur ließ mich mal wieder darüber nachdenken. Falls es jemand nicht mitbekommen haben sollte, die GEZ wird ab 2013 geräteunabhängig erhoben, d.h. jeder Haushalt muss zahlen, egal ob ein Fernsehgerät, ein Radio, ein PC oder ein internetfähiger Toaster vorhanden ist. Siehe z.B. diesen Artikel auf Basic Thinking.

Das kommt ja einer Kulturflatrate schon irgendwie nahe. Zwar nur beschränkt auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, aber dennoch… Und ich muss sagen, ich finde die Idee einer Kulturflatrate gar nicht so übel — unter ein paar Voraussetzungen und Bedingungen, die ich gleich erläutern werde. Fefe schreibt auf seinem Blog dazu ganz treffend:

So machen wir das auch überall sonst, wenn es um Kulturgüter geht. Bibliotheken, Theater, Oper, Kleinkunst, das finanzieren wir alles über Steuern. Jeder zahlt das. Nur ein Bruchteil der Bevölkerung nutzt es. (Falls jetzt jemand einwenden will, dass man bei der Oper Eintritt zahlt: das bezahlt wenn es hochkommt die Putzkolonne und vielleicht noch die Heizung.) Und das ist gut so.

Denn wenn man es so macht, dass nur Leute, die es nutzen, dafür zahlen, dann haben Leute einen Anreiz, es nicht zu nutzen, weil sie glauben, dann Geld sparen zu können. Und so stürzen Leute in die Verblödung ab. Oder mal anders formuliert: in die selbstverschuldete Unmündigkeit. Das ist das Gegenteil dessen, was wir erreichen wollen.

Ich finde allerdings, dass die GEZ dann auch als eine Art Kulturflatrate deklariert werden sollte, oder als eine Art Steuer, und nicht als Gebühr. Aber das sind mehr Wortklaubereien.

Zwei Sachen sollte man klären, bevor es eine Kulturflatrate gibt. Nein, formulieren wir es anders: Bei zwei Dingen bin ich mir nicht ganz im Klaren, wie eine Kulturflatrate denn aussehen sollte. Und eigentlich sind das genau die zwei Dinge die eine Kulturflatrate ausmachen. Einmal der freie Zugang zu Musik und andere digitalen Kulturobjekte. Und zweitens die Vergütung der Künstler.

Was sollte denn alles von einer Kulturflatrate betroffen sein? Sämtliche Musik? Sämtliche Filme? Rückwirkend alles was bisher veröffentlicht wurde? Und sollten nur bestimmte autorisierte Download-Seiten betroffen sein, oder sämtliche Kommunikation übers Internet? Da gibt es doch eigentlich nur zwei machbare Lösungen:

  • Entweder komplett alles ist frei verfügbar über alle Kanäle,
  • oder nur (wie auch immer) ausgewählte Inhalte sind frei verfügbar über bestimmte Downloadportale.

Alles andere würde in unnötigen oder unstemmbaren Aufwand ausarten.

Die zweite Sache – die Vergütung. Irgendwie müssen die Künstler ja an ihr wohlverdientes Geld kommen. Und das ganze möglichst gerecht. Gerecht heißt hier wohl proportional zur Menge der Downloads, oder? Vielleicht gibt es noch ein besseres Modell, aber nehmen wir mal dieses an. Da haben wir gleich wieder zwei Probleme: Wie findet man heraus, wie oft ein Stück heruntergeladen wurde? Und wie verhindert man Mussbrauch?

Wie man herausfindet, wie oft ein Stück heruntergeladen wurde, hängt natürlich davon ab, welche Variante von den beiden oben genannten gewählt wurde. Wenn alle Downloadarten unter die Kulturflatrate fallen, dann helfen wohl nur irgendwelche Heuristiken zur Popularität des Künstlers und des Stücks. Wenn man Downloads nur über bestimmte Kanäle zulässt, dann lässt sich das leichter und genauer bestimmen.

Missbrauchen lässt sich das ganze aber in beiden Varianten. Wenn bekannt ist, wie die Heuristiken bestimmt werden, dann kann man auch künstlich dafür sorgen, dass ein Künstler beliebter erscheint, als er in Wirklichkeit ist, genauso wie man bspw. das Google-Ranking beeinflussen kann. Bei der zweiten Variante könnte ein „Künstler“ z.B. unzählige Stücke ohne besondere Schöpfungshöhe automatisiert erstellen, und dafür sorgen, dass sie heruntergeladen werden (Bot-Netze, Fake-Accounts, wieauchimmer). Wollte man letzteres aber verhindern, müsste man Künstler aus dem Ganzen aussperren, was aber fast Zensur gleichkommt.

Irgendwie funktioniert das in meinem Kopf noch nicht… Vielleicht finden ja aber andere Leute eine gangbare Lösung.

Arschtritt

Samstag war ich im Kino. Irgendwann hatte ich mir mal geschworen, nie mehr Samstag Abend ins Kino zu gehen, vor allem nicht in Multiplexe… Aber es war gar nicht so schlimm viel los. Vielleicht lag es daran, dass alle nebenan bei der Ü30-Party in der City-Galerie waren.

Wie auch immer… Ich hab Kick-Ass angeschaut. Ich hatte vorher schon gehört, dass der Film eine gelungene Mischung aus Kill Bill, Superheldenfilmen und ein bisschen Teenie-Romanze sein soll. Und das trifft voll und ganz zu!

Oh, ich sehe gerade, dass der Film ja eine Comic-Verfilmung ist. Allerdings ist der Film ganz und gar nicht „Peinlich und plump“, wie der Comic nach der auf Wikipedia zitierten Kritik von comicgate.de sein soll… sondern absolut sehenswert… 😀

Morgen flieg ich nach Lissabon, falls die Aschewolke nicht mal wieder alles blockiert. Da werd ich sicherlich einiges zu schreiben und einige Fotos zu zeigen haben…

Vincent will meer

Kurz melde ich mich aus der Funkstille. Gestern war ich im Kino und hab Vincent will meer gesehen. Ein wirklich sehr schöner Film. Ein Tourette-Kranker, ein Zwangsneurotiker und eine Magersüchtige hauen aus der Klinik ab, in der sie behandelt werden, klauen das Auto der Leiterin der Klinik, und fahren nach Italien, ohne Geld. Klingt ein bisschen sehr nach Klamauk, ist es aber nicht, sondern wirklich ein schöner Roadmovie.

Und jetzt verschwinde ich wieder in der Funkstille… 🙂