One Lovely Blog Award

Es ist jetzt auch schon wieder zwei Wochen her, dass ich von Hanni für den One Lovely Blog Award nominiert wurde. Jetzt hab ich endlich die Zeit, darauf zu antworten. Das ist dummerweise keine so einfache Nominierung, wie z.B. sich einen Kübel Eiswasser über den Kopf zu kippen, damit man kein Geld spenden muss. Denn die Regeln beinhalten folgende Aufgabe (zitiert von Hannis Blog, es gibt verschiedene Varianten, aber dazu komm ich gleich noch): „Nominate fifteen or so bloggers you admire.“

Das ist verdammt schwierig, denn es gibt eigentlich kaum Blogger, die ich bewundere. Ich interessiere mich normalerweise relativ wenig für die Person hinter einem Blog und mehr für den Inhalt. Bei Leuten, die ich persönlich kenne und die bloggen, interessiere ich mich natürlich für die Person, aber wenn es darunter eine Person gibt, die ich verehre, dann nicht wegen ihres Blogs (eine Einschränkung, die irgendwie implizit in der Aufgabe mitschwingt, finde ich).

Ich hab mich dann auch gefragt, wo das ganze seinen Ursprung hat. Man müsste das ja zurückverfolgen können, da eine andere der Aufgaben lautet: „Thank the person nominating you and link back to them in your post.“ Man kommt ziemlich weit zurück, nur steht man irgendwann vor dem Problem, dass die Blogs oder die Blog-Einträge nicht mehr existieren. Vielleicht könnte man den ein oder anderen noch im Internet-Archiv wiederfinden, aber so viel Mühe hab ich mir dann doch nicht gemacht. Was ich aber gemerkt hab bei der Recherche, ist, dass die Regeln doch hin und wieder abgeändert wurden. Die Version, die über Hanni bei mir gelandet ist, ist die:

  1. Thank the person nominating you and link back to them in your post.
  2. Share seven things about yourself.
  3. Nominate fifteen or so bloggers you admire.
  4. Contact your chosen bloggers to let them know.

Also, herzlichen Dank, Hanni, für die Nominierung. Und noch viel herzlicheren Dank, dass es keine Nominierung für die Ice-Bucket- oder Bier- oder eine ähnliche Challenge war. So, Punkt 1 abgehakt.

Sieben Dinge über mich. Hm, es heißt nicht, dass die Dinge besonders interessant oder bedeutend seien müssen. Also dann:

  1. Ich bin 31.
  2. Ich hatte heute ein Wurstbrot zum Frühstück.
  3. Vorhin habe ich meinen Plastikmüll weggebracht. (Ich bin immer noch ziemlich enttäuscht von der Stadt München. Wie ich schon mal bemerkt hatte, ist München mindestens unter den 30 größten Städten Deutschlands die einzige, in der die Müllabfuhr Plastikmüll nicht abholt, sondern wo man den Müll selber wegbringen muss. Ja, ich weiß… First World Problems… Aber die Öffnungen von den Plastikmüllcontainern sind auch so unmöglich klein, dass man kaum seinen Müllbeutel reinbringt… Furchtbar…)
  4. Ich bestell grad fast jede Woche was bei quertee. Heute ist wieder eine Lieferung gekommen. Yay!
  5. Ich hab dieses Jahr mal versucht, Chilis und Tomaten anzupflanzen. Eine Chili ist glaub jetzt langsam reif. Und eine der Tomaten fängt gerade an, sich leicht rötlich zu färben. Also hab ich noch Hoffnung, dass das was wird.
  6. Ich mag schwarzen Tee, Schweinebraten und Schokoladeneis. Allerdings nicht unbeding gleichzeitig.
  7. Mir fällt nichts gutes siebtes mehr ein, was aber wiederum als ein Punkt zählen dürfte.

Gut, zweiter Punkt abgehakt.

Der dritte Punkt, ist wie oben schon angemerkt schwierig, weil ich keine Blogger bewundere. Deshalb möcht ich anstelle des dritten und vierten Punktes einfach ein paar Blogs nennen, die ich sehr gerne und regelmäßig lese. Nominieren tu ich niemanden, ich weiß zumeist ja auch gar nicht, wer hinter den Blogs steht… 😀

So. Genug für heute. 🙂

Wochenrückblick 11/2014

Ich hatte hier schon mal What if? vorgestellt, den Blog, in dem Randall Munroe, der Autor von XKCD, „wirklich wissenschaftliche Antworten auf absurde hypothetische Fragen“ beantwortet. Im aktuellen Beitrag beispielsweise, ob es möglich wäre, mit einer Radarpistole ein Auto anzuhalten, wenn die Pistole nur genug Strahlung aussenden würde. Interessanter als diese Frage ist aber, dass Munroe ein What-if-Buch herausbringt: What if? Was wäre wenn? – Wirklich wissenschaftliche Antworten auf absurde hypothetische Fragen. Das Buch erscheint aber erst im September. Da ist also warten angesagt, oder weiter Munroes Blog lesen.

Bis es so weit ist, könnt ihr mir beim Dinosaurier-Ausgraben zusehen:

Wenn einem langweilig ist, gräbt man entweder Dinos aus, oder schaut mal nach, durch welche Suchbegriffe die Leute auf dem eigenen Blog landen. Letztens hat jemand nach „ist brief vom bundesverwaltungsamt sehr wichtig“ gesucht. Wenn ich mich da so an den Brief vom Bundesverwaltungsamt erinnere, den ich bekommen habe, würde ich sagen: nein.

Diese Woche hab ich mir wieder sehr viel notiert, was ich hier schreiben wollte. Lag wohl daran, dass ich krank war. Deswegen wird es diese Woche wohl wieder einen Halbwochenrückblick geben. Drum hier zum Schluss noch etwas, was ich bei Fefe gefunden hab. Das Gendern von Texten geschieht ja mit einem durchaus unterstützenswerten Ziel, auch wenn man sich darüber streiten kann, ob das Gendern wirklich zielführend ist und ob die Umsetzung im Einzelfall gelungen ist. Das Fass will ich jetzt aber nicht aufmachen. Was Fefe da aber verlinkt, ist absurd… Falls einx dxs Unterstützxs dieser Schreibweisen das lesen sollte, bitte nicht wütend werden. 😀

Jahresrückblick 2012

Und schon wieder ist ein Jahr vorüber. Zeit für einen kleinen Rückblick.

Die beliebtesten Artikel dieses Blogs waren dieses Jahr:

„Gegen den Tonfilm!“ stammt schon aus 2009. Wieso der Artikel der beliebteste dieses Jahres war, weiß ich nicht. Allerdings hat er durch die im Hobbit eingeführte HFR-Technik neue Relevanz gewonnen. Nicht weil HFR Kitsch wäre oder Einseitigkeit oder gar wirtschaftlicher und geistiger Mord, so wie es dem Tonfilm vorgeworfen wurde. Sondern weil es eine neue Technik ist, an die man sich erst gewöhnen muss, die sich letztendlich aber wahrscheinlich durchsetzen wird, auch wenn man dem gewohnten Kinoflackern nachtrauern mag.

Was gab es sonst noch dieses Jahr? Die Bank der Künste wurde neu ins Leben gerufen, in Form eines Blogs. Ich bin nach unserer letzten Redaktionssitzung sehr zuversichtlich, dass hier kommendes Jahr noch mehr passieren wird. Also am besten gleich mal in den Feed-Reader packen!

So, das wars für dieses Jahr. Ich wünsch euch allen einen guten Rutsch!

Pixelschatten

Vor ein paar Tagen lief im ZDF ein sehr schöner Film. Ich bin jetzt über Spreeblick darauf gestoßen. Der Film heißt Pixelschatten und ist bis kommenden Sonntag noch hier kostenlos (auch in HD) zu sehen, oder in dem eingebetteten Video unten.

Es lohnt sich wirklich! Zum Glück hab ich nicht vorher gelesen, was so über den Film geschrieben wird, denn „Ein bunter Film über die Schatten des Internets“, wie jetzt.de seinen Artikel betitelt, klingt nun wirklich nicht nach einem sehenswerten Film, denke ich.

Eigentlich sollte man überhaupt keine Filmbesprechungen, Teaser oder Trailer konsumieren, bevor man einen Film sieht, denn diese können einem leicht die Lust darauf vermiesen. Hätte ich z.B. den Trailer zu Black Swan gesehen und nicht die Kritik in der Süddeutschen gelesen, dann hätte ich mir den Film mit Sicherheit nicht angesehen, trotz Natalie Portman.

Deshalb schreibe ich hier auch gar nicht, worums in dem Film Pixelschatten geht. Schaut ihn euch einfach an, solange er noch kostenlos (und legal) verfügbar ist.

Konvergenz im Kinderkanal

Mal abgesehen davon, dass Kinder vielleicht nicht unbedingt die ganze Zeit, die sie nicht mit Fernsehen verbringen, im Internet verbringen sollten, find ich eigentlich ganz gut, was ich bei Basic Thinking gelesen habe:

Es wird ab März eine Serie namens dasbloghaus.tv auf dem Kinderkanal geben. Dabei geht es um eine Clique von Jugendlichen, die sich immer in einem Badehaus an einem See treffen und wasauchimmer machen. Jedenfalls betreiben die Jugendlichen auch einen Blog, in dem sie von ihren Abenteuern berichten. Und diesen Blog gibt es wirklich.

Medienkonvergenz also. Das gibts schon länger. Also, ich meine Internetseiten zu Kindersendungen, und an diverse Communities zu irgendwelchen Sendungen glaube ich mich auch erinnern zu können, wenn mein Gedächtnis nicht total löchrig ist, was es ist. Aber das hier, find ich, ist mal ein wirklich schöner, authentischer Versuch, sowas zu etablieren.

Das Design des Blogs ist zwar wirklich scheußlich, aber mal schauen, was draus wird. Da möchte man ja fast noch mal Kind sein… 😀

augsburgr.de

Nachdem die Augsburger Allgemeine heute meldete, dass die Stadt Augsburg einen Blogger abmahnte, weil er sich erkundigt hatte, ob er die Domain augsburgr.de für einen Blog verwenden dürfe, verbreitete sich die Nachricht schnell über Twitter (z.B. hier) und in Blogs (z.B. bei Tara und im Provinzblog).

Mal ganz abgesehen von der Unverhältnismäßigkeit der Reaktion unserer Stadt wundert mich, dass man mit der reinen Reservierung einer Domain schon Gefahr läuft, kostenpflichtig abgemahnt zu werden. Dass man die Domain im Zweifel abgeben oder kündigen muss, klar. Dass man in Teufels Küche kommen kann, wenn man die Domain schon zum Schaden dessen verwendet hat, der das Recht am Namen der Domain besitzt, klar. Aber so…? Das beste ist ja, dass die Stadt Michael Fleischmann nur deswegen draufgekommen ist, weil er sich erkundigt hat, ob er die Domain verwenden darf, (und dass es genug andere Domains mit „Augsburg“ im Namen gibt, die fragwürdigere Inhalte haben). Aber ich bin ja kein Jurist…

Das nächste Mal, wenn ich bei der Stadt etwas beantrage oder frage, ziehe ich vorher wohl lieber einen Anwalt zu Rate… (siehe auch mein Kommentar bei Tara 😀 )

Update: Jetzt wird auch schon bei netzpolitik.org und gulli.com darüber geschrieben. Und außerdem noch hier, hier, hier und hier.

Update 2: Es zieht immer weitere Kreise. Jetzt gibts beim Werbeblogger ein Interview mit Michael zu hören. Und Caschy, der wohl froh sein dürfte, nicht in Augsburg zu wohnen, bei seiner Domain stadt-bremerhaven.de, schreibt auch darüber.

Update 3: Wie konnte ich diesen Artikel übersehen? Sorry, Vötzi!

Update 4: Ein letztes Update noch. Whatsyourplace hat auch noch eine schöne Link- und Zizatsammlung (und die schöne Idee der virtuellen Besetzung des Rathauses…).