Noch mehr last.fm-Wordles

Ich habe noch ein bisschen mit den last.fm-Wordles herumgespielt. Leider habe ich in letzter Zeit wenig Musik über den PC gehört, drum sind die Kurzzeit-Charts wenig aussagekräftig. Dennoch hier die 3-Monats-Interpreten-Charts:
3-Monats-last.fm-Wordle

Und hier noch die Hitliste der einzelnen Lieder:
last.fm-Wordle der gehörten Songs

So, aber jetzt sollte ich mal weiterarbeiten…

First Ladies und Bestechung

Von einem Artikel auf sueddeutsche.de inspiriert, bei dem es um die Stellung und die fragwürdige Macht der First Lady der USA geht, der Frau, die „niemand gewählt [hat], doch irgendwie auch jeder“, kam mir die Frage, ob man nicht irgendwie unterbinden sollte, dass Ehefrauen ihre Politikermänner beeinflussen, da sie ja schließlich nicht vom Volk gewählt sind. Man könnte eine solche Beeinflussung ja sogar als Bestechung auslegen. Vermutlich ist das alles Unsinn, aber die Idee eines Zölibats für Politiker machte mich dennoch schmunzeln.

last.fm-Wordle

Gerade stolperte ich über einen Blog-Artikel bei Wolkenspiel, wo wiederum auf einen anderen Artikel in einem anderen Blog verwiesen wurde, wo wiederum auf… nein Schmarrn… jedenfalls findet sich unter letzterem Link eine Anleitung, wie man so etwas erstellt:
Last.fm-Wordle (Alle Künstler bisher)
Das ist eine Wortwolke aus den Interpreten all der Lieder, die ich bisher bei last.fm gescrobblet hab, d.h. die meisten Lieder, die ich in den letzten Jahren am PC gehört habe. Sehr schön 🙂

Last.fm ist im übrigen eine sehr empfehlenswerte Seite. Nicht nur wegen der Möglichkeit, noch mehr Informationen über sich im Netz preiszugeben (hier: welche Musik man wann hört), sondern auch wegen des Internetradios, wenn man das so nennen kann. Bei welchem Internetradio kann man schon auf „weiter“ drücken, wenn einem das Lied nicht gefällt. Oder wo kann man sich schon die Lieder nach Schlagworten auswählen, die man hören will? Hier kann man es.

Oh, ich wollte eigentlich heute mal vor zwölf ins Bett gehen… Naja, fast hätt ichs geschafft… 🙂

Ahoi!

Ein Lied, das bei mir sehr oft in der Dauerschleife landet (mehr zur Dauerschleife unter Steve Gibbons Band – A to Z), ist Ahoi von Götz Alsmann. (Ich bin mir nicht sicher, ob das Lied auch von Alsmann geschrieben wurde, zumal auf dem Album „Filmreif!“, auf dem sich selbiges befindet, großteils aus Liedern aus Tonfilmen besteht). Götz Alsmann war mir vor dem Kauf der CD, der inzwischen auch schon einige Jahre zurückliegt, nur aus seiner Sendung „Zimmer Frei“ bekannt, die ich damals regelmäßig und gerne sah, die immer noch jeden Sonntag nachts (momentan um 22:45) im WDR läuft, und die ich mir mal wieder ansehen muss in der Hoffnung, dass sie mir immer noch so gut gefällt wie früher. In „Zimmer Frei“ konnte man schon immer das musikalische Talent Alsmanns erahnen — und beim Schreiben dieser Zeilen frage ich mich, wieso ich nur diese eine CD von ihm habe… gleich auf den Weihnachtswunschzettel für 2009 schreiben 🙂 –, und auf dieser CD und bei diesem Lied sieht man ganz genau — Ich sehe gerade, dass Alsmann dieses Jahr in München spielt, vielleicht sollte ich da hingehen. Zeit hätte ich. Hm, gleich mal schauen, ob vielleicht M.A. Numminen auch mal wieder in München spielt. Das sollte sich auch niemand entgehen lassen. Das Konzert war wirklich eine Wonne: Die erste Hälfte wie angekündigt finnischer Tango, nach der Pause dann „neorustikaler Bauernjazz“, wie Numminen es nennt. „Singing in the rain“ auf deutsch mit finnischem Akzent und sehr jazzig… wirklich ein Erlebnis. Und ich sehe zu meiner Freude, dass Numminen am 1.2. in Salzburg spielt… Oh hoffentlich gibts da noch Karten. Dann hör ich mal besser auf zu schreiben (auch wenn ich jetzt eigentlich nichts über das Lied „Ahoi!“ geschrieben habe) und besorg mir welche.

Toto und Harry auf hoher See

Es ist schon einige Tage her, da las ich in der Zeitung, dass die Bundeswehr eigentlich nicht gegen Piraten vorgehen dürfe, weil das laut deutschem Recht Aufgabe der Polizei sei. Es kann sein, dass dies inzwischen schon irgendwie geklärt wurde, ich habe das nicht weiter verfolgt; aber seither verfolgt mich die Idee einer Fernsehsendung à la Toto und Harry, in der Polizisten in See stechen und Piraten jagen. Ich glaube, ich sollte mir das Format schützen lassen.

Beweisstück A

Ich habe etwas gefunden, einen Fehler. Einen Fehler in der Fußgängerzonenbeschilderung. (Vergleiche den Artikel Radfahren in der Fußgängerzone). Ich muss noch eine Ortsbegehung machen und meinen Verdacht überprüfen, aber ich bin mir ziemlich sicher:

Wenn man nämlich vom Königsplatz (also, ich meine damit das Haltestellendreieck) am Manzú-Brunnen vorbei Richtung Annastraße läuft, so sieht man da ein Fußgängerzonenschild. Dies ist dann auf diesem Weg auch das einzige Fußgängerzonenschild, dem man begegnet. Nun gibt es vier Möglichkeiten:

  1. Diese Fußgängerzone gilt nur auf der Straße, nicht auf dem Gehweg.
  2. Diese Fußgängerzone gilt sowohl auf Straße, als auch auf Gehweg.
  3. Diese Fußgängerzone gilt nur auf dem Gehweg, nicht auf der Straße.
  4. Diese Fußgängerzone gilt weder auf Gehweg, noch auf Straße.

Zu Möglichkeit 1: Dies folgt der Logik der Ordnungsdienstmitarbeiterin, mit der ich gesprochen habe (siehe oben ziterter Beitrag). Dies bedeutet aber, dass die Annastraße keine Fußgängerzone wäre. In dem Zusammenhang fällt mir ein: Gibt es eigentlich irgendwo, vom Rathausplatz kommend, ein Schild, das die Annastraße zur Fußgängerzone macht — wobei ich hier wiederum der Argumentation folgen möchte, dass der Rathausplatz keine Fußgängerzone ist.

Zu Möglichkeit 2: Dies ist die Möglichkeit, die man aufgrund der Beschilderung eigentlich annehmen müsste. Hieraus folgt aber, dass der Rathausplatz zur Fußgängerzone gehört, was wiederum zu Widersprüchen bzgl. der Nutzbarkeit durch Radfahrer führt.

Zu Möglichkeit 3: Dies widerspricht dem Prinzip einer Fußgängerzone.

Zu Möglichkeit 4: Das ist natürlich Unsinn, aber selbst wenn man diesen Einwand beiseite schiebt, ergibt sich ein ähnliches Problem wie bei Möglichkeit 1, d.h. die Annastraße wäre der Beschilderung nach keine Fußgängerzone.

Fazit: Irgendwas stimmt hier nicht. Vergleiche auch den Kommentar zu oben zitiertem Beitrag.

Königliche Kommunikation

Zwei Sachen habe ich heute in der Süddeutschen gelesen – natürlich habe ich mehr gelesen, aber die beiden Artikel haben in meinem Kopf zusammengefunden, sind zusammengezogen, haben geheiratet und viele kleine Kinder bekommen, die schließlich aber auf die schiefe Bild-Bahn geraten sind – so ein Unsinn, zurück zur Sache:

Zuerst (Süddeutsche, 18.11.2008, S. 1, „Der Mitmisch-Monarch“) war über Prinz Charles zu lesen, bzw. erst einmal über seine Mutter. Da hieß es, der Königin Elizabeth „steh[e] nicht einmal eine eigene Meinung zu“, und dass ihre kürzliche Frage, „warum niemand die globale Finanzkrise vorhergesehen habe“, schon haarscharf an der Grenze des Statthaften gewesen sei. Gut, später im Text wird das dadurch abgeschwächt, dass es nur Konvention sei, dass der Monarch seine Meinung zu allem (außer dem regnerischen Wetter) für sich behält, aber dennoch wirkt das auf mich überaus befremdlich. Ich würde keinen König wollen, der sich jeder Meinungsäußerung enthält, das würde entweder uninteressiert, uninformiert oder schlimmer wirken. (Und: Ja, ich habe den Artikel ganz gelesen, mitsamt den Gründen, wieso es zu dieser Konvention gekommen ist.) Dass Prinz Charles diese Konvention brechen will, kann ich sehr gut verstehen.

Später (Süddeutsche, 18.11.2008, S. 8, „Abschied vom Blackberry“) las ich, dass sämtliche schriftliche Kommunikation (geschäftlich ebenso wie privat) von amerikanischen Präsidenten öffentlich gemacht und archiviert wird, also auch Emails und SMS. Ob das Angela Merkel so gefallen würde, die bekanntermaßen (Süddeutsche, 14.11.2007, S. 6, „Die Kanzlerin: Aufgeräumte Stimmung trotz angespannter Lage“) sehr gerne SMS schreibt…

Radfahren in der Fußgängerzone

Dem aufmerksamen Augsburger wird nicht entgangen sein, dass die Fußgängerzonen-Beschilderung in unserer schönen Stadt widersprüchlich ist oder zumindest wirkt. Denn in der Annastraße darf man nicht Radfahren (von der neuen Regelung, dass man abends fahren darf, mal abgesehen). Allerdings steht auf dem Fußgängerzonenschild, das man von der Karolinenstraße kommend sieht, dass das Radfahren erlaubt sei, und über den Rathausplatz kommt man, ohne ein Verbotsschild zu sehen, in die Annastraße.

Ich habe darauf mal eine Dame des Ordnungsdienstes angesprochen. Sie erklärte mir das damit, dass die Fußgängerzone nur auf der Straße gilt, aber nicht auf dem Gehweg, zu dem auch der Rathausplatz gehört. Sie räumte auch gleich ein, dass das aus der Beschilderung nicht ersichtlich sei, und fuhr fort, Geld von Fahrradfahrern einzutreiben.

Mal von der mangelnden Beschilderung abgesehen, glaube ich mich, zu erinnern, dass es in Fußgängerzonen gar keine Gehwege geben darf. (Ich finde dazu jetzt als Quelle nur den Wikipedia-Eintrag zur Fußgängerzone; Juristen-Meinungen sind gerne willkommen). Nun gut, wenn die Fußgängerzone wirklich nur auf der Straße gilt, dann gibt es in dieser Fußgängerzone natürlich keine Gehwege… Man kann sich alles so hindefinieren, dass es passt (ich kenn das, bin ja schließlich Mathematiker).

Ich bin noch auf der Suche nach etwas, das man in Fußgängerzonen darf, aber auf Gehwegen nicht, oder umgekehrt, um diese Regelung ad absurdum zu führen… Für Hinweise bin ich sehr dankbar. Leider kann ich, seit ich mit der Dame vom Ordnungsamt gesprochen habe, nicht mehr guten Gewissens in der Annastraße radfahren. Unwissen ist halt doch ein Segen…

Wieviel Staat braucht der Mensch?

Dieses Thema ist mir in letzter Zeit nun schon mehrfach über den Weg gelaufen: bei einem Gespräch am Lagerfeuer, in diversen Artikeln in der Süddeutschen… Es geht darum, wie der Titel schon andeutet, wieviel Staat, d.h. wieviel staatliche Kontrolle, wieviel staatliches Fördern usw. gut, ideal, notwendig ist. Hierzu würden mir gerade drei große Bereiche einfallen: Kultur, Religion und Politik in einem engeren später noch näher einzugrenzenden Sinne.

Zunächst zur Kultur: Am 30. Oktober war im Bayern-Teil der Süddeutschen ein kurzes, nicht besonders interessantes Interview mit Rochard Goerlich, dem neuen Popkulturbeauftragten der Stadt Augsburg zu lesen. Darin tauchte folgende Frage auf:

Funktionierte Popkultur in Augsburg bisher nicht auch ohne einen Beauftragten wie Erfolge von Bands wie Anajo und Lydia Daher zeigen?

Goerlichs Antwort soll nicht weiter interessieren, zumal ich den Eindruck hatte, dass Goerlich noch keine große Ahnung hat, was er mit diesem neuen Amt anfangen wird. Interessant ist eher, wie und wie stark der Staat, oder hier besser gesagt die Stadt, ins Kulturleben eingreifen, sich daran beteiligen sollte.

Obwohl der Staat natürlich kein Kulturmonopol hat, obwohl es selbstverständlich „freie“ Kultur gibt, kann man eine Beteiligung und Förderung des Staates nicht automatisch gutheißen, da wenn das eine gefördert wird, das andere eventuell in den Hintergrund gedrückt wird. Hier von Zensur zu sprechen, wäre übertrieben, aber in diese Richtung geht es, bzw. könnte es gehen. Andererseits sind viele Kultureinrichtungen ohne staatliche Hilfe gar nicht möglich, bzw. wären ohne Förderung für den Besucher sehr viel teurer, wenn nicht zu teuer. Daher könnte eine Nicht-Förderung zu einer Verarmung der Kulturlandschaft führen, wohlgemerkt könnte. Hierzu und zu den anderen Bereichen demnächst mehr und Ausführlicheres.