Gif-sur-Yvette 2 – Tag 3, 4 und 5

Oje, da bin ich ja ganz schön in Verzug geraten. Allerdings hat es von Tag 3 eigentlich ohnehin nur zu erzählen gegeben, dass Clarke uns gezeigt hat, wie man mit Möbelstücken Optimierungsprobleme lösen lann. Allerdings ist mir nie aufgefallen, dass es diese Mathematik-Abteilung im IKEA gibt, von der er sprach.

Gestern Nachmittag war ich in Paris, bzw. im Louvre. Dass der so schrecklich groß ist, ist eigentlich ganz gut, denn so hat man zu keiner Zeit das Gefühl, man müsse alles anschauen (wie das in manch anderen Museen der Fall sein kann). Und so kann man viel entspannter durchs Museum schlendern (außer, man hat sich verlaufen, was durchaus auch passieren kann).

Zu den erwähnenswerten Exponaten des Louvre gehört ein Cordon Bleu:
Cordon Bleu
Und außerdem ein fliegender Jesus:
Fliegender Jesus

Nach dem Louvrebesuch war ich noch was essen da unten in so einem Restaurant-Imbiss-Wasauchimmer. Ob es gut war, dass die Maus erst, als ich schon fertig war, an mir vorbei gehuscht ist, weiß ich nicht. Geschmeckt hat es so oder so nicht.

Ja, und heute? Was war heute… Nicht viel, außer dass selbst Francis Clarke grobe didaktische Fehler macht. Einfach ein Paper wie es ist an die Wand zu projizieren und durchzugehen, ist keine gute Idee. Schon gar nicht, wenn eh schon Tobi müde ist 😉

Gif-sur-Yvette 2 – Tag 2

Es regnet. Und zwar gar nicht wenig. Dafür scheint der Kurs hier deutlich besser zu werden als der letzte. Zumindest ist Francis Clarke deutlich begabter, was das Vortragen und Präsentieren angeht, wobei er heute schon hart an der Grenze zum Ich-spiele-mit-Powerpoint-herum-und-Alles-was-sich-bewegt-ist-gut entlanggeschrammt ist. Außerdem hat Clarke keinen französischen Akzent wie Praly, sodass das Zuhören einfach angenehmer ist.

Gif-sur-Yvette 2 – Tag 1

Und schon bin ich wieder da, in Gif-sur-Yvette. Diesmal scheint wenigstens das Wetter besser zu sein. Ich hab mich allerdings nicht getraut, den Wetterbericht anzuschauen. Aber heute wars jedenfalls sonnig und relativ warm.

Die TGV-Fahrer können anscheinend nicht richtig bremsen. Jedenfalls hat der TGV heute wie auch schon letzte Woche am Augsburger HBF viel zu spät gehalten, so dass die Leute, die sich an der Wagenstandsanzeige orientiert hatten, mehr als einen Abschnitt weiterlaufen mussten, und die Leute, die vorne aus- oder einsteigen mussten, konnten sich glücklich schätzen, wenn da noch ein Bahnsteig war… 🙂

Jakarta-Jockeys

Am 29. Januar 2009 war in der Süddeutschen zu lesen, dass in der indonesischen Hauptstadt Jakarta eine Umweltverordnung zur Eindämmung des ausufernden Autoverkehrs durch findige „Jakarta-Jockeys“ ausgehebelt wird. Mit dieser Verordnung wurden sogenannte „3-in-1“-Zonen eingerichtet, in die man nur mit dem Privatauto fahren darf, wenn im Auto mindestens drei Personen sitzen. Die Jakarta-Jockeys nun stehen vor den Grenzen dieser Zonen und steigen für ein bisschen Geld in Autos, damit 3-Personen darin sitzen. Sobald man (dann also evtl. mit zwei Jockeys im Wagen) in der Zone ist, steigen sie wieder aus und laufen zurück vor die Grenze.

Dies könnte man doch auch in Deutschland einführen: Jockeys mit Krücken, um auf Behindertenparkplätzen parken zu dürfen. Weibliche Jockeys, um auf Frauenparkplätzen parken zu dürfen. usw.

Keine gute Idee? Schade… 😉

Blinde Kuh

Kinderspiele sind manchmal schon ziemlich gefährlich!

Und ich rede hier nicht vom Indianer-Spielen mit Pfeil und Bogen, sondern vom ganz harmlos anmutenden Blinde Kuh. Vor zwei Wochen nämlich habe ich so etwas ähnliches gespielt und bin dabei gegen eine Säule geknallt.

Auch andernorts ist es schon zu (teilweise deutlich schwereren) Unfällen gekommen. Siehe z.B. hier oder da. Zitate:

Das Blinde-Kuh-Spiel ist teuer und gefährlich.

Ein „Blinde-Kuh-Spiel“ während der Autofahrt hat zwei angetrunkene Männer in Neuwied ins Krankenhaus gebracht.

Fazit: Dieses Spiel sollte verboten werden!

Gif-sur-Yvette – Tag 6 und 7

Ups, ich hab am Freitag ganz vergessen, noch was zu schreiben. Und am Abreisesamstag, als ich dann daheim war, hab ichs dann auch verplant… Naja, wie auch immer, am Sonntag fahr ich ja wieder nach Gif, auf einen anderen Kurs dieser Graduiertenschule… Und diesmal komm ich auch hoffentlich mal für längere Zeit nach Paris (weil so spannend ist Gif dann auch wieder nicht).

Gif-sur-Yvette – Tag 5

Wie ich gestern schon geschrieben hatte, war heute ja Streik, d.h. es sind keine S-Bahnen von Paris nach Gif gefahren. Darum hatten wir heute frei.

Heute vormittag war es ziemlich frostig, wie man vielleicht auf folgendem Foto sieht, das die Aussicht aus meinem Hotelzimmer zeigt.

Ich bin dann ein bisschen in Gif spazieren gegangen, durch die Parks und Wanderwege. Allerdings wars mir dann doch zu kalt und ich bin wieder ins Hotel und hab ein bisschen gearbeitet an meiner Dissertation. Irgendwann ist dann aber doch die Sonne rausgekommen, und ich bin nochmal raus und hab ein paar Fotos gemacht:



Dann war ich noch beim Lidl und hab mir was Süßes und ne Cola gekauft… 🙂

Es ist ein bisschen schade, dass die Organisatoren der Graduiertenschule nicht ein Hotel ausgesucht haben, sondern gleich eine ganze Handvoll empfohlen haben. Dadurch zerstreut sich das Ganze nach den Vorlesungen immer ziemlich schnell, zumal die Hotels auch recht weit auseinanderliegen. Und irgendwie hab ich ein Hotel erwischt, wo sonst niemand ist. Hm… 🙂 Naja, ich hab auch nichts gegen einsame Hotelabende einzuwenden. Hab ja Internet und außerdem genug Arbeit neben mir liegen…

Morgen fangen wir schon eine halbe Stunde früher an (auch eine Folge der streikbedingten Vorlesungsverschiebungen). Da fällt mir ein, ich sollte mein Handy laden, damit es mich rechtzeitig wecken kann…

Gif-sur-Yvette – Tag 3 und 4

Tut mir leid, dass ich gestern nichts geschrieben habe, aber ich habe es kränkelnderweise vorgezogen, ganz viel zu schlafen. Es hätte ohnehin nicht viel interessantes zu erzählen gegeben, außer dass ich auf meinem Deo-Spray etwas lustiges entdeckt habe: Da steht drauf, dass es noch bei 58°C wirkt, der heißesten je auf der Erde gemessenen Temperatur. Etwas drunter steht dann aber, dass man das Deo vor Temperaturen über 50°C schützen soll. Also werd ich mich, wenn ich mal nach El Asisija in Libyen fahren sollte, vorher einsprühen und das Deo zuhause lassen.

Außerdem hab ich gestern noch zwei Bilder gemacht. Einmal das Supélec von vorne:

Und einmal die offene Sporthalle:

Das ist wirklich lustig, die is da mittendrin und man läuft da halt vorbei, wenn man von A nach B will. Da hinten links sieht man glaub die Bibliothek…

So, nun zu heute. Eigentlich war auch nichts aufregendes, außer dass der Getränke- und Süßigkeitenautomat mir mehr Geld zurückgegeben hat als er sollte… 🙂 Ich sehe schon, das werden die langweiligsten Blogeinträge, die die Welt je gesehen hat…

Aber morgen gibts sicher viel zu erzählen, denn da haben wir streikbedingt frei. Genauer gesagt, fährt keine S-Bahn hier raus, weswegen alle Stunden von morgen auf die übrigen Tage verteilt wurden. Da keine S-Bahn fährt, sitz ich also auch hier in Gif fest und ich werd mir mal gründlich die Stadt ansehen…

Soviel für heute, ich denke, ich werde nachher mal nochmal das leckere Crêpes-Restaurant aufsuchen 🙂

Gif-sur-Yvette – Tag 2

Puuh! Diese Graduiertenschule ist schon gar nicht so unanstrengend.

Aber fangen wir erstmal beim Supélec an, dem Institut, an welchem die Schule stattfindet. „Supélec“, das ist die Kurzform für „École Supérieure d'Électricité“, also eine Hochschule für Elekrotechnik, oder analog abgekürzt „Hoele“. Naja, da fehlt ein „l“. Nein, Unsinn, die Schule macht einen wirklich tollen Eindruck: Die haben im Gebäude unter anderem eine Pizzeria, und in der Mitte eine Sporthalle. Das Gebäude ist ziemlich groß, und es ist ein Wunder, dass ich mich noch nicht verlaufen habe.

Laut dem Prof, der die Vorträge hält, lernen wir morgen etwas über „backstabbing“, also Verrat. Das wundert mich, weil es ja eigentlich um die Stabilisation nichtlinearer dynamischer Systeme gehen sollte, aber vielleicht liegt das auch an seinem französischen Akzent… 😉

Ich hab ja schon von ausländischen Gästen bei uns an der Uni gehört, dass es in manchen anderen Ländern nicht wie bei uns üblich ist, dass bei Tafelvorträgen die Tafel mit Wasser und so fortschrittlichem Gerät wie Wischding und Abziehding gereinigt werden, aber jetzt hier zu sehen, wie der Prof die große Hörsaaltafel mit einem trockenen Schwamm, der in Größe, Form und Farbe an ein Pausenbrot erinnert, putzt, bzw. die Kreide verteilt, ist schon amüsant.

Leider bin hab ichs heute ganz verplant, Fotos zu machen. Morgen gibts wieder welche, versprochen!

Gif-sur-Yvette – Tag 1 (Nachtrag)

Mjam, die Crêpe war sehr lecker. Genauer gesagt die Galette. Und wieder was dazugelernt: deftige Crêpes heißen Galettes. In dem Restaurant hingen einige Gemälde an der Wand, mit kleinen gelben Zettelchen daneben, wie die Werke heißen und was sie kosten sollen. Am Thresen hingen Kinderzeichnungen, bei denen ich diese gelben Zettelchen vermisst habe.

Als ich zurück ins Hotel gekommen bin, hat der Rezeptions-Mann ferngesehen. Damit es aber nicht so aussieht, als ob er faul wäre, hat er sich nicht vor den Fernseher gesetzt, sondern stand auf halbem Weg zwischen Rezeption und Fernsehecke. Sieht auch nicht besser aus…