Control Systems with Almost Periodic Excitations

Am 6. März wurde endlich das Paper veröffentlich, das F. Colonius und ich Ende 2007 eingereicht hatten. Falls es wen interessiert:

Control Systems with Almost Periodic Excitations
SIAM J. Control Optim. 48, 1055 (2009)
https://link.aip.org/link/?SJCODC/48/1055/1,

bzw. der Preprint auf Opus.

Bachelor-Berufsschule: induktiv 1

Wie schon in Bachelor-Berufsschule angekündigt, hier die sozusagen induktive Betrachtung der neuen Bachelor-Studiengänge, soll heißen: was weiß ich darüber, glaube zu wissen, habe ich gehört oder reime mir gerade so zusammen.

Wenn auch nicht ganz passend (da es eher zum zweiten angekündigten Artikel hierzu gehört), möchte ich dennoch an dieser Stelle auf die Diskussion verweisen, die sich aus dem Blog-Beitrag, entwickelt hat, auf den ich in Bachelor-Berufsschule verwiesen hatte. Vorweg: ich habe diese beiden Blog-Artikel noch nicht gelesen, daher Besuch auf eigene Gefahr! 😉

Nun aber zum eigentlichen Inhalt dieses Artikels. Also, kommen wir erst einmal zu dem, was ich durch mein Mathematik-Studium vom Bachelor mitbekommen habe. Ich habe zwar auf Diplom studiert, wir hatten aber schon dieses Credit-Point-System. Wirklich viel Sinn gemacht hat es eigentlich nicht. Oder sagen wir besser: Sein Potential hat sich mir nicht ganz erschlossen. Denn das einzige, was man ihm abgewinnen konnte, war, wie Vorlesungen und Seminare im Vergleich zueinander gewichtet wurden. Später, als ich dann im Rahmen von TopMath kurzzeitig auf Bachelor studiert habe, hat es etwas mehr Sinn ergeben, oder eigentlich weniger: Ich musste, wenn ich mich recht entsinne, nämlich irgendwo 10 Credits einbringen, die Veranstaltungen haben aber nur 9 Credits gebracht, weswegen ich ein bisschen stückeln musste. Kann auch sein, dass das an dem Wirrwarr lag, das dadurch verursacht wurde, dass ich in Augsburg studiert habe, aber an der TU München eingeschrieben war. Jedenfalls tut es eigentlich auch gar nichts wirklich zur Sache. Zu dem Credit-Point-System später noch mehr.

Da unser Diplomstudiengang schon halb dem Bachelor angeglichen war, hatten wir zu jeder Vorlesung Klausuren am Ende des Semesters, deren Noten man auch zu einem großen Teil ins Vordiplom einbringen musste (bzw. dann auch ins Diplom, aber das hab ich ja übersprungen, sozusagen…). Das fand ich eine sehr gute Sache, da ich nicht so gerne punktuell auf eine große Prüfung lerne, sondern lieber diese kleineren begleitenden Prüfungen habe. Dass die Noten hierbei durchschnittlich etwa um 0,5 Notenstufen schlechter sind, wie ich gehört habe, nehme ich gerne in Kauf, da dies bei mir vermutlich eher andersherum gewesen wäre.

Soweit ich ganz persönlich mit dem Bachelor in Berührung gekommen bin, waren meine Erfahrungen also eher positiv. Allerdings sind mir auch folgende Dinge zu Ohren gekommen:

Das Credit-Point-System soll u.a. den Hochschulwechsel erleichtern, habe ich irgendwo gelesen. So ganz nachvollziehen kann ich das nicht, da dadurch nur der Arbeitsaufwand der Vorlesungen, Seminare usw. vergleichbarer wird, aber dennoch verschiedene Hochschulen ihr Studium unterschiedlich aufbauen, sodass man in den ersten Semestern evtl. etwas nicht macht, was man an der neuen Hochschule aber bräuchte. In einem Diplomstudiengang nach dem Vordiplom zu wechseln, war, soweit ich weiß, einfacher.

Ein großer Punkt fehlt noch: Nämlich dass das Studium zu sehr „verschult“ wird. Dem werde ich mich demnächst widmen. Und wie schon angekündigt, folgt dann irgendwann, was andere Quellen dazu zu sagen haben.

Wonderful Spam

Wer sich schon immer über den ganzen Spam geärgert hat, der die Emailkonten dieser Welt verstopft, der sollte auch daran denken, das die Wirtschaft ganzer Nationen von dieser Einnahmequelle abhängt. Siehe folgendes Video:

Spam Crackdown Threatens Koy4Goff’s Penis Enlarger, Free iPod Industry

Und wo über Spam geredet wird, darf natürlich folgender Ausschnitt aus Monty Python’s Flying Circus nicht fehlen, der dem Spam schließlich seinen Namen gegeben hat:

Staatsschuld

Es war ein Gespräch am Lagerfeuer, das mich dazu gebracht hat, den Artikel Wieviel Staat braucht der Mensch? zu schreiben. Dort habe ich kurz das Thema Kultur besprochen. Jetzt möchte ich mich dem dort schon angesprochenen Bereich Politik zuwenden, und zwar in dem engeren Sinne, der auch Inhalt oben genannten Gesprächs war.

Das ganze dreht sich letztlich darum, dass Staaten Fehler machen, Verpflichtungen eingehen, Schuld auf sich laden, usw., und inwieweit das von den Bürgern akzeptiert und getragen werden soll/muss. Einerseits würde ich ja ganz einfach sagen, dass der Staat ja die Summe seiner Bürger ist (plus das, was das Ganze mehr als die Summer seiner Teile ist), und daher die Bürger selbstverständlich tragen müssen, was der Staat, also sie selber, gemacht hat, selbst wenn sie nicht direkt und persönlich daran beteiligt waren oder gar als Individuum da noch nicht existierten. So einfach das ist, so sehr geht das aber auch am Empfinden mancher Leute vorbei, insbesondere an meinem Lagerfeuergesprächspartner.

Vielleicht finde ich ja mal noch Zeit, da weiter drüber nachzudenken. Jetzt muss ich mich jedenfalls wieder meiner Dissertation widmen…

Alles Du

Ein Lied, das auch ein heißer Kandidat für die Dauerschleife ist, ist Alles Du von Dota Kehr. Es kam damals gerade eine Zusammenfassung eines Liedermacher-Kongresses im Fernsehen, wobei auch einige Liedermacher-Lieder zu Gehör kamen, darunter auch eben dieses Lied. Nachdem ich es gehört hatte, habe ich mir umgehend alle bis dato erschienenen CDs von Dota gekauft, so gut hat es mir gefallen und gefällt es mir noch heute. Auf ihrer Website kann man sich das Lied auch kostenlos und vollständig anhören: Alles Du.

Und wehe, es gefällt einem von euch nicht! 😉

Dota kommt am 21. Mai 2009 übrigens nach München ins Feierwerk.

Drawn by Pain

Vor nicht allzulanger Zeit (d.h. ca. vor einem Jahr) stolperte ich zufällig über „Drawn by Pain“. Bei irgendeinem Video auf The Escapist war Werbung für diese zwölfteilige Serie angehängt. Bevor ich jetzt lang herumrede, worums da geht, schaut euch einfach mal den Trailer an:

Die zwölf Folgen gibt es kostenlos zu sehen auf The Escapist oder auf der Website der Macher selber (wobei meiner Erfahrung nach The Escapist zuverlässiger und schneller funktioniert).

Der Film hat 2008 auch einen Webby-Award gewonnen für „Best use of animation or motion graphics“.

Gif-sur-Yvette 3 – Tag 1 und 2

Dieser Eintrag ist Teil 10 von 10 in der Reihe Gif-sur-Yvette

Jetzt bin ich zum dritten und letzen Mal in Gif-sur-Yvette, diesem kleinen Ort mit den vier Bibliotheken. Ich glaube, ich sollte nicht noch länger hier sein, denn heute abend wurde ich in dem Crêpes-Restaurant La Voie Lactée schon mit Handschlag begrüßt. Als ich bestellt und schließlich mein Crêpes bekommen hatte, wurde mir das Essen nach zwei Bissen auch schon wieder weggenommen. Das war gar nicht für mich bestimmt gewesen. War aber auch lecker…

Ich hätte mir doch ein Wörterbuch mitnehmen sollen, denn bei vielen der Crêpes-Zutaten weiß ich garnicht, was das ist… Naja, zum Glück gibts auch genügend Auswahl mit Sachen, die ich übersetzen kann… 🙂

Gestern hat der TGV-Fahrer in Augsburg schon wieder nicht rechtzeitig gebremst, und so war wieder der Teil, der in Abschnitt A sein sollte, in Abschnitt C.

Finanzkrise

Falls es jemand noch nicht kennt: Jonathan Jarvis hat eine sehr schöne und schön einfache Visualisierung erstellt, wie es zur Finanzkrise gekommen ist. Man kann sie sich auf crisisofcredit.com anschauen, oder auf Youtube:
Teil 1:

Und Teil 2:

Lohnt sich wirklich anzusehen…

Auch sehr lustig hierzu, das World Financial Meltdown Special von Monty Python auf Youtube:

Verstecken

Nicht nur Blinde Kuh ist ein gefährliches Spiel, wie ich vor zweieinhalb Wochen dargelegt habe, sondern auch Verstecken, zumindest in China, siehe „Tödliches Versteckspiel“. Andererseits kommt man in China manchmal gar nicht drum herum, versteckzuspielen, etwa wenn man bei der Fotocommunity ein Bild hochladen will, das (aus vollkommen unpolitischen Gründen) das Wort „Tibet“ im Titel trägt, siehe dieses Foto von meinem Vater, das er nur unter falschem Titel einstellen konnte, dank der Internetzensur Chinas. Hierzulande wird ja auch (zum Glück aus anderen Gründen) über die Internetzensur diskutiert. Sosehr ich zwar grundsätzlich gegen jede Form der Internetzensur bin, so glaube ich doch, dass eine solche Zensur in welcher Form auch immer kommen wird, genauso wie die deutschen Freihäfen langsam abgeschafft werden, und genauso wie das Schweizer Bankgeheimnis bröckelt.