Wie schon für 2015, 2016 und 2017 gibt es für 2018 hier einen kleinen Überblick über meine Lieblingscomics des Jahres. Die Comicreihen, die schon länger laufen, wie z.B. Harley Quinn, Moonshine, Animosity oder Mirror, nehm ich hier nicht mit auf (auch wenn die alle vier sehr lesenswert sind), sondern nur die, die auch dieses Jahr (oder Ende des vorigen Jahres) gestartet sind.


Jeff Lemire hab ich durch Royal City kennen gelernt (auch unbedingt lesenswert). Mit Gideon Falls hat er wieder ein Meisterstück hingelegt. Dabei folgt man zwei Handlungssträngen: Einem jungen Mann, der anscheinend an Wahnvorstellungen leidet und einer Verschwörungstheorie nachgeht, weswegen er im Müll der Stadt nach Überresten der Schwarzen Scheune sucht; und einem Priester, der mal wieder versetzt wird und in einer kleinen Stadt landet, in der es offenbar einige dunkle Geheimnisse gibt, die ihn schließlich an seinem Glauben zweifeln lassen. Beide Handlungsstränge sind durch die mysteriöse Schwarze Scheune verbunden.

“Rural mystery and urban horror collide in this character-driven meditation on obsession, mental illness, and faith.”

schreibt der Verlag dazu.

Ich muss mir dringend mal noch die anderen Comics von Lemire besorgen. A.D.: After Death klingt z.B. auch gar nicht schlecht.
Das erste Trade gibts z.B. hier bei Amazon: Gideon Falls Volume 1: The Black Barn; oder natürlich noch besser beim (Comic-)Buchhändler eures Vertrauens.


Manche Leute haben imaginäre Freunde, andere haben imaginäre Monster – Imaginary Fiends. Das Wortspiel mit friend/fiend klappt im Deutschen nicht. Jedenfalls hat die kleine Melba versucht, ihre Freundin Brinke zu ermorden. Dass das nicht ihre Schuld ist sondern die von Polly Peachpit, einem Spinnenwesen, das nur Melba sehen kann, glaubt ihr niemand. Deshalb landet sie erst in der Psychatrie und soll Jahre später, als sie erwachsen ist, ins Gefängnis überstellt werden.
Da kommt das FBI auf sie zu, und sie erfährt, was es mit Polly Peachpit und den anderen interdimensionalen Mentalparasiten auf sich hat, die offenbar von immer mehr Menschen Besitz ergreifen. Durch die jahrelange Medikation und Therapie hat sich das Verhältnis von Melba und Polly so gewandelt, dass das FBI hofft, Melba (und Polly) für sich rekrutieren können, um die anderen Parasiten zu jagen. Besser als Gefängnis und zudem endlich eine Chance, zu beweisen, dass sie unschuldig ist, denkt sich Melba.
Das Trade gibt es z.B. hier bei Amazon: Imaginary Fiends; oder natürlich noch besser beim (Comic-)Buchhändler eures Vertrauens.


Mata Hari erzählt die Geschichte von Mata Hari – wer hätte es gedacht… Allerdings versucht Emma Beeby dabei möglichst bei der Wahrheit zu bleiben und nicht, wie so oft bei Geschichten über historische Personen, der besseren Story wegen zu übertreiben oder Dinge hinzuzudichten. Wie sehr sie das geschafft hat, kann ich nicht beurteilen. Dazu weiß ich zu wenig über Mata Hari. Aber den Comic kann ich dennoch empfehlen.
Beeby hat offenbar auch Geschichten für Big Finish geschrieben. Die muss ich mir auch mal anhören…
Das Trade ist noch nicht erschienen, kann aber natürlich beim (Comic-)Buchhändler eures Vertrauens vorbestellt werden.


Lobend erwähnen möchte ich noch ein paar andere Comics:

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