Irland #2

Am zweiten Tag in Dublin stand erstmal das Gefängnis Kilmainham Gaol auf dem Programm. Da man in den Bussen in Dublin nur passend mit Münzen zahlen kann, sind wir eben gelaufen. Dabei sieht man eh mehr von der Stadt. Zum Beispiel die Guinness-Brauerei oder Sammelstellen für Füchse.

Aber apropos Bezahlen in Bussen. Ich war letztes Wochenende in Amsterdam, und da kann man auch in den Bussen und Straßenbahnen mit Karte zahlen. Das ist sehr angenehm. Als ich das letzte Mal in Buenos Aires war, da war das ähnlich wie in Dublin. Man konnte nur passend mit Münzen zahlen. Was da aber auch noch dazu kam, ist, dass es gar nicht so einfach war, an Münzen zu kommen, weil die in Geschäften oft gerundet haben beim Rausgeben.

Im Gefängnis jedenfalls hatten wir eine spannende Führung, und eine Ausstellung zu Nelson Mandela gab es auch. Der Besuch dort lohnt sich auf jeden Fall. In der Guinness-Brauerei, die da auch in der Gegend ist, waren wir nicht. Laut Reiseführer klang die nicht so spannend, mehr wie eine teure Touristenshow. Also lieber Guinness trinken statt anschauen.

Drum haben wir uns was nettes zum Mittagessen gesucht. Nach ein bisschen Rumfragen sind wir im Patriot’s Inn gelandet. Da war das Tanzen verboten und der Apple Pie war alle, aber ansonsten hats schon gepasst. Ganz interessant waren die Bierfilzle, auf denen Werbung dafür gemacht wurde, dass man sich doch bitte nicht prügeln soll. Anscheinend haben die da ein richtiges Problem damit. Trotzdem sind wir während des ganzen Irland-Urlaubs nicht in eine einzige Prügelei geraten.

Danach sind wir ein wenig an der Liffey entlangspaziert und haben zufällig gelesen, dass am Abend die Samuel-Beckett-Brücke geöffnet wird. Das ist die Brücke, die aussieht wie eine Harfe. Außerdem haben wir gesehen, dass es anscheinend eine beliebte Freizeitbeschäftigung ist, von Brücken oder irgendwelchen Pfosten in die Liffey zu springen. So einladend sauber sah die nicht aus, und die Leute haben auch alle Neoprenanzüge getragen. Also, ich könnt mir was schöneres vorstellen. Aber mei, die Iren…

Nach einem Bierchen im O’Neills sind wir abends dann zur Samuel-Beckett-Brücke gegangen. Die Arbeiter, die gerade die Brücke abgespert haben, haben uns noch den Tipp gegeben, auf die andere Seite der Liffey zu gehen, weil man da zwar keine so postkartenreifen Fotos schießen kann aber besser sieht, wie sich die Brücke öffnet. Das ist nämlich keine Zugbrücke, sondern die wird einmal komplett um 90 Grad gedreht. Das war nur ein Funktionstest. Anscheinend fahren da nicht so oft Schiffe rein oder raus.

Abends ging es dann noch auf ein Bierchen in einen Pub im nicht ganz so überfüllt-touristischen Teil von Temple Bar. Und dann ab ins Bett, denn der nächste Tag würde ein neues Abenteuer bringen: Das erste Mal im Linksverkehr Auto fahren!

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