Jahresrückblick 2017: Comics

Wie letztes Jahr auch, möchte ich wieder einen kleinen Rückblick auf das vergangene Jahr machen, soweit es Comics angeht. Ich hab letztes Jahr einen Haufen Comics gelesen. Hier ist eine Auswahl daraus.

Animosity

Animosity habe ich letztes Jahr schon erwähnt aber nicht weiter kommentiert. Da die Serie auch jetzt noch weiter läuft, ist es jetzt an der Zeit, das zu tun.

Prämisse der Geschichte ist, dass eines Tages alle Tiere plötzlich ein Bewusstsein und die Fähigkeit zu sprechen erlangen. Für die Menschen geht das mal gut, mal schlecht aus. Die Geschichte dreht sich um das elfjährige Mädchen Jesse, das im Zuge dieses „Erwachens“ seine Eltern verloren hat, und ihren Hund Sandor. Die beiden machen sich auf die Suche nach Jesses Halbbruder, und so lernt man nach und nach immer mehr von dieser veränderten Welt kennen.

Schon in der ersten Ausgabe sieht man einen Überblick über das ganze Spektrum, wie sich dieses Erwachen der Tiere auswirken kann: Vom Hund, der, kurz bevor er eingeschläfert wird, seinem Frauchen vergibt und es tröstet. Über die Katze, die seinem Besitzer droht, ihm im Schlaf die Augen auszukratzen, wenn er nochmal seine Freundin schlägt. Bis zu Hirschen, die sich zum Angriff auf ihre Feinde, die Autos, zusammenrotten. Und eben der Hund Sandor, der die kleine Jesse beschützt und ihr hilft, ihren Halbbruder zu finden.

Im letzten Heft, das ich gelesen hab (#11 vom Dezember 2017) diskutiert Jesse gegen Ende mit einer Katze darüber, ob man denn weiterhin Bienen dazu zwingen darf, Pflanzen zu bestäuben. Die Katze meint, natürlich, sie sind ja nur Insekten und eh viel zu klein, als dass man verstehen könnte, was sie sagen. Jesse ist damit nicht ganz einverstanden, aber die Frage, wie alle dann überleben sollen, wenn die Pflanzen nicht mehr bestäubt werden, kann sie auch nicht beantworten.

Es gibt inzwischen auch schon das erste Trade zu kaufen: Zum Beispiel bei Amazon oder beim Comichändler deines Vertrauens. Oder sich einfach bei mir die Hefte ausleihen. 😀

Geschrieben ist das ganze von Marguerite Bennett, die auch die Neuauflage von Sheena schreibt, die bisher auch nicht schlecht ist. Vielleicht taucht das dann nächstes Jahr im Comicrückblick auf 2018 auf.

Royal City

Wenn ich einen Comic als den besten von 2017 küren müsste, würde die Wahl ziemlich sicher auf Royal City fallen. Ich will gar nicht viele Worte darüber verlieren, damit ich nicht zu viel verrate. Es geht grob gesagt um Patrick und seine Familie in der nicht mehr ganz so blühenden Industriestadt Royal City.

Großartig neben der Geschichte und den Zeichnungen (beides von Jeff Lemire) sind auch die Spotify-Playlists, die Lemire für jedes Heft passend zusammengestellt hat. Denkt daran, falls ihr euch das erste Trade kauft, da ist nämlich leider kein Hinweis darauf drin.

Scooby Apocalypse

Zuerst war ich etwas enttäuscht von Scooby Apocalypse. Das lag aber nur daran, dass ich etwas anderes erwartet hatte. Ich hatte mich wie meistens nicht wirklich gut informiert und mehr aus nem Bauchgefühl raus gekauft. Aber nach der ersten Überraschung mag ich die Serie sehr. Wenn ihr die Scooby-Doo-Charaktere in einer postapokalyptischen Geschichte sehen wollt, die sich nicht dadurch auflöst, dass sie am Ende dem Bösewicht die Verkleidung runterreißen, dann ist das ein Comic für euch. 😀

Weitere Comics

Auch sehr gut fand ich 2017:

Eine Sammlung von weiteren Comicrückblicken gibt es übrigens hier.

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