Da es letzte Woche keinen Wochenrückblick gab, konzentrier ich mich mal auf das wichtigste: London.

Flug nach London
Oh nein, so viel extra Sitzabstand. Keine Kuschelsitze im Flieger… 🙁

Ich bin am Gründonnerstag mit Clara nach London geflogen, weil ich noch Flugmeilen übrig hatte. Und so sind wir auch in den Genuss der Business Class gekommen. Das hat leider auch bedeutet, dass wir nicht nebeneinander saßen und uns nicht quer über die Sitz legen konnten. Aber mei, man kann nicht alles haben.

London hat mit der Oystercard etwas ganz praktisches: Man besorgt sich für 5 Pfund Pfand eine NFC-Karte und lädt dort Geld drauf. (Alternativ kann man auch eine kontaktlose Kreditkarte verwenden, aber da funktionieren wohl nicht-britische nicht immer.) Wenn man dann U-Bahn fährt, öffnet einem die Karte die Schranken, und wenn man Bus fährt, hält man sie beim Reingehen an das Lesegerät. Dabei wird der Fahrpreis von der Karte abgebucht, allerdings zahlt man, vereinfacht gesagt, täglich nie mehr als den Preis einer Tageskarte und in der Woche nie mehr als den Preis einer Wochenkarte.1

An Wochenenden ist in London laut meinem Reiseführer ständig irgendwo die U-Bahn gesperrt ist. An dem Wochenende war die Strecke nach Heathrow dran. Also ab in den Ersatzbus. Netterweise sind die Ersatzbusse anscheinend kostenlos. So kamen wir eben etwas später am Hotel an. Wir hatten ein schönes großes Zimmer mit eigener Küche. Interessanterweise war der Lichtschalter für das Bad im Schlafzimmer versteckt. Aber das beste waren die vielen Schränke, die dadurch aufgingen, dass man leicht auf die Tür gedrückt hat. Ich hab natürlich gleich angefangen, überall auf die Wand zu drücken, um vielleicht ein Geheimfach zu entdecken.

Durch den rund um die Uhr geöffneten Supermarkt nebenan (mit Self-Checkout – das brauchen wir bei uns auch!) konnten wir uns immer kostengünstig versorgen. Geld sparen kann so lecker sein.

Das Wetter an Karfreitag war prima, also gaben wir uns dem Sightseeing hin. St. Paul’s Cathedral, Tower, Tower Bridge usw.

Danach war noch Zeit, in den Doctor-Who-Shop zu schauen. Da mal wieder die entsprechende U-Bahn nicht fuhr, mussten wir Bus fahren, was es mangels WLAN etwas schwerer machte, dem Laden zu finden, da ich mir nur den Weg von der U-Bahn herausgesucht hatte.

Auf dem Rückweg haben wir uns prompt verfahren, was aber nur halb so schlimm ist, wenn man dabei oben vorne in einem Doppeldeckerbus sitzt. Da das Wetter am Samstag schlechter werden sollte, sind wir trotz schmerzenden Füßen noch durch den Hyde-Park spaziert.

Plattform 9¾Samstag war das Wetter tatsächlich nicht so gut, also haben wir die Oster-Schatzsuche sein lassen und sind stattdessen zu King’s Cross zur Plattform 9¾, die aber nicht mehr an den Plattformen ist, sondern in die Empfangshalle verlegt wurde, damit man mehr Geld aus Harry-Potter-Fans pressen kann.

Die Nationalbibliothek hatte leider geschlossen, deshalb konnten wir dort nicht rein. Also sind wir weiter zum Buckingham Palace. Da war gerade irgendeine Parade. Durch ein bisschen relativ zielloses Herumwandern gerieten wir zufällig in die Wachablösung des Household Cavalry Mounted Regiment, und dann zum Big Ben.

london7Wo es sich aber auf jeden Fall lohnt, gezielt hinzugehen, ist der Maltby Street Market. Ein schnuckeliger kleiner Straßenmarkt in der Nähe des auch schönen aber großen und eher touristischen Borough Markets. In manchen der Lagerräumen unter einer Zuglinie sind Bars und Restaurants eingerichtet. Davor werden Met, Steak und andere Köstlichkeiten verkauft. Und an Craft-Bier gibts auch genug. (Anscheinend gibt es in der Gegend einige Brauereien).

Danach gab es noch einen Abstecher ins Science Museum. Kostet nichts und ist deshalb auch für einen Kurzbesuch geeignet.Ada Lovelace

Sonntag ging es dann gaaanz früh zurück. Natürlich fuhren wieder ein paar U-Bahnen nicht, und wir haben uns verfahren, aber trotzdem kamen wir irgendwie wieder zurück nach München. 😀

Und für alle, die bis hierher durchgehalten haben, noch ein Video. Und zwar eine sehr schöne Coverversion von Sweet Child o‘ Mine (Guns N‘ Roses):

  1. Die Wahrheit ist wegen des etwas komplizierten Tarifsystems in London allerdings ein bisschen komplizierter. Es kommt z. B. auch darauf an, ob man zu Stoßzeiten gefahren ist.

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