Wochenrückblick 8/2015

Jetzt weiß ich wieder, über was aus der WASD ich letzte Woche schreiben wollte. Und zwar wurde da im Artikel „Deus in Machina“ von Rainer Sigl (hier online verfügbar) eine mögliche Lösung des Fermi-Paradoxons vorgestellt, die anscheinend auf den Science-Fiction-Autor Charles Stross zurückgeht und die ich bisher noch nicht kannte (genauso wenig wie ich Charles Stross kannte).
Und zwar ist die Idee, dass mit „fortschreitender Technologisierung […] nicht Distanz, sondern Bandbreite das Hauptproblem intelligenter außerirdischer Spezies [würde]; statt Expansion ins leere All wäre somit eine radikale Introvertiertheit ins Virtuelle viel naheliegender und von unausweichlicher Konsequenz. Außerirdische Zivilisationen […] wären deshalb nicht ‚überall‘ […], weil sie sich als logisch folgenden weiteren technologisch-evolutionären Schritt nicht nach außen, also letztlich an uns Erdenmenschen richten würden, sondern in die eigenen virtuellen Innenwelten“.

Später hab ich noch was in der WASD gelesen, und mich geärgert, dass die so einen Schmarrn schreiben. Da wird nämlich behauptet, Nostalgie heiße auf Griechisch „Schmerz, der von einer alten Wunde herrührt“. Unsinn. Nostalgie bedeutete ursprünglich Heimweh. Das Wort gab es im antiken Griechenland auch noch gar nicht, sondern wurde erst im 17. Jahrhundert von einem Schweizer Arzt ersonnen als Übersetzung eben des deutschen Begriffs Heimweh. Dieser Fehler, der Christian Alt in der WASD da unterlaufen ist, ist insbesondere deshalb schmerzhaft, weil die wirkliche Übersetzung viel besser in seinen Artikel gepasst hätte, als dieser Alte-Wunde-Quatsch. Gut, zu seiner Ehrenrettung: Er zitiert hier wohl eine Szene aus Mad Men. Aber trotzdem…

Thema Nostalgie: Nintendos Werbeabteilung ist anscheinend ziemlich kompetent. Anders kann ich mir nicht erklären, wieso es gerade so einen Hype um das Remake von Majora’s Mask gibt. Ja, ich würde mir das fünfzehn Jahre alte Spiel vielleicht auch kaufen, wenn ich eine passende Konsole hätte, und es nochmal spielen. Aber so ein Tamtam… Ich bin eher gespannt auf das neue Zelda-Spiel, das dieses Jahr noch rauskommen soll.

Letzte Woche war ich im neuen Film der Wachowskis, Jupiter Ascending. Trotz der schlechten Kritiken war das ein durchaus sehenswerter Film, fand ich. Man darf halt handlungstechnisch nicht allzuviel erwarten. 😀

Zum Schluss noch ein paar Videos.

Ich brauch das hier:

Nachdem ich ja schon eine Useless Box hab:

Weniger nervig, dafür sehr schön gemacht ist dieses Musikvideo, das in nur 5 Sekunden gefilmt wurde:

(via Spreeblick)

Und zu guter Letzt ein kleiner Rückblick auf das, was ich heute vor sechs Jahren hier gebloggt hab. Nämlich eine sehr schöne Softdrink-Werbung.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.