Wochenrückblick 3/2014

Gargyle (oder Groteske?)Lesen bildet. Auch im Internet. So hab ich letzte Woche, als ich Wil Wheatons Blog las, gelernt, dass man mit dem Begriff Gargyle zu freigebig umgeht und eigentlich nur solche Figuren den Namen Gargylen tragen dürften, die auch zum Wasserablauf dienen. Die anderen Figuren nennt man Grotesken.

Wil WheatonApropos Wil Wheaton. Wer ihn nicht kennt: Er hat in „Star Trek: The Next Generation“ Wesley Crusher gespielt. Ich hoffe, ich tue ihm nicht allzu Unrecht, wenn ich behaupte, dass er danach nichts vergleichbar großes mehr gemacht hat. Damit meine ich nicht, dass er nichts gutes mehr gemacht hat. Ganz im Gegenteil. Er hat seither sehr viel gemacht: weiter geschauspielert (z.B. in verschiedenen Independentfilmen oder in Serien wie Eureka, The Guild oder The Big Bang Theory); Charakteren in Zeichentrickserien und Computerspielen seine Stimme geliehen (z.B. Family Guy oder GTA: San Andreas); Bücher geschrieben; und einiges mehr…

Und die paar Sachen, die ich von und mit ihm kenne, sind wirklich nur zu empfehlen.

Da wäre zunächst mal sein Blog. Dort schreibt er über seine Arbeit und sein Leben, aber sehr offen und persönlich. Und das macht es so interessant. In seinem letzten Blog-Beitrag hat er beispielsweise erst ein bisschen was von der Therapie gegen seine Depressionen erzählt. Und dann schildert er, wie er in der Brettspiel-Abteilung eines Geschäfts von einem Kunden erkannt und zögerlich gebeten wird, dem Kunden eine Kaufempfehlung zu geben (zu Wils Verbindung zu Brettspielen komme ich gleich), und wie stolz Wil das gemacht hat.

Was ich von Wheaton auch regelmäßig anschaue, ist seine Serie Tabletop, in der er Brettspiele vorstellt, indem er sie mit ein paar Freunden vor der Kamera spielt. Kling langweilig. Ist es aber (meistens nicht).
Also, kurz gesagt: Es lohnt sich, mal hin und wieder nachzuschauen, was der Kerl grad so macht. 🙂

Was sich auch lohnt, auch wenn es nichts mit Wil Wheaton zu tun hat, sind der Podcast Alternativlos und der Blog von Fefe. Über Alternativlos hatte ich schon vor einiger Zeit von der Journalistin Gaby Weber gehört und der Geschichte mit Mercedes-Benz in Argentinien. Das ist jetzt letzte Woche wieder in mein Aufmerksamkeitsfeld hochgepoppt durch einen Blogeintrag von Fefe, in dem er auf eine Folge von Fernsehkritik.tv verweist. Anschauen! Sehr interessant!

Wo wir gerade bei unangenehmen Dingen sind: Ich habe mich letzte Woche aus meiner Wohnung ausgesperrt und mir blieb dummer- und teurerweise nichts anderes übrig als den Schlüsseldienst zu rufen. Mir war ja klar, dass man Türen sehr einfach öffnen kann. Aber so schnell und mit so einfachem Werkzeug… Nicht schlecht.

Aber lieber zu was angenehmem: Ich kann mich erinnern, dass schon mal so Karten durchs Internet gegeistert sind in der Art „Europa aus der Sicht der USA“, wo dann eben die Länder Europas nicht mit ihren Namen beschriftet waren sondern damit, was der stereotype Amerikaner eben über das Land denkt. Ich weiß nicht mehr genau, ob es wirklich „Europa aus der Sicht der USA“ war, jedenfalls hab ich damals nur zwei oder drei solcher Karten gesehen. Davon gibt es aber noch deutlich mehr. Und das ganze gibt es auch in Buchform. Das kommt auf jeden Fall auf meine Wunschliste. Hab ja in nicht allzulanger Zeit Geburtstag… 🙂

Bild der Gargyle (oder Groteske?) von Florian Siebeck unter CC-Lizenz.
Bild von Wil Wheaton von Gage Skidmore unter CC-Lizenz.

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