Argentinien ’13 #12

2. April 2013

Biberdamm
Biberdamm im Feuerland-Nationalpark
Am zweiten April bin ich in den Feuerland-Nationalpark gefahren. Davon war ich ein bisschen enttäuscht. Ich meine, die Landschaft ist wunderschön da unten, aber im Grunde hätte man sich den Park sparen können und einfach nur so durch die Gegend fahren…

Das interessanteste im Park waren die Biber, bzw. die Auswirkungen der in den 50er Jahren zur Fellproduktion eingeführten Biber. Denn wie das oft so ist, wenn man Tiere in ein fremdes Ökosystem einführt: Sie vermehren sich ohne natürliche Feinde rasend schnell. Das Problem ist jetzt, dass es dort unten nicht sonderlich warm ist, die Bäume also nur sehr langsam wachsen. Naja, und Biber knabbern halt mal gerne den ein oder anderen Baum ab, bzw. töten Bäume durch ihre Stauseen…

Maria Knotenlöserin
Maria Knotenlöserin, Johann Georg Melchior Schmidtner (um 1700), Bild gemeinfrei
Ich hab noch was interessantes gelernt im Feuerland-Nationalpark. Und zwar über Augsburg. Die Touristen-Führerin sprach nämlich ausgezeichnet Deutsch und hat mir von einem Marienbild in Augsburg erzählt, das irgendwie in Argentinien oder ganz Südamerika ziemlich bekannt ist. In Augsburg kennt das allerdings so gut wie niemand. Es geht um Maria Knotenlöserin.

Als ich wieder zuhause war, hab ich ein bisschen recherchiert und herausgefunden, dass das Bild in St. Peter hängt (also der Kirche am Perlach). Muss ich mir mal anschauen, wenn ich wieder in Augsburg bin. Ich war auch noch nie in St. Peter…

Abends war ich dann noch mit Fernando ein Bierchen trinken, einem Argentinier, den ich dort kennengelernt hab. Das wäre beinahe nichts geworden, weil ich die Kneipe fast nicht gefunden hätte. Es ist aber auch äußerst unpraktisch, als Straßennamen ein Datum zu wählen. Bzw. das für mehrere Straßen zu machen. Ich glaub, ich bin nicht der erste, der die Straßen „9 de Julio“ und „25 de Mayo“ verwechselt hat…

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