Argentinien ’13 #6

28. März 2013 (Forts.)

Während Caro shoppen war, bin ich ein bisschen weiter durch Santiago gezogen. Durch die Calle Pio Nono, wo sich Bars an Bars reihen, hoch zu der Seilbahn, die wohl zu einem Aussichtspunkt im Parque Metropolitano geführt hätte. „Hätte“, weil sie schon zu hatte. Zu war auch schon der Zoo um die Ecke. Und der Fußweg dort hoch war zu lang. Die Museen hatten auch schon alle zu.
Vielleicht hätten wir doch nicht verschlafen sollen an dem Morgen…

Was man dort in Chile und auch in Argentinien häufig sieht, sind Leute, die auf der Straße irgendwelche Kunststücke aufführen, während die Autos an der Ampel warten müssen, und dann von den Fahrern Geld einsammeln. In Santiago hat einer Diablo gespielt. Irgendwo habe ich einen Zauberer gesehen…

Wie auch immer, nachdem alles schon zu war, wollte ich eben in einem Café auf Caro warten. Aber das Café meiner Wahl hatte auch schon zu, wie ich feststellen musste, als ich vor der Türe stand. Denn das Café Poema ist anscheinend in der Nationalbibliothek, die aber eben nicht mehr auf war.
Also kein Glück heute…

Das ist fast wie bei meinem letzten Besuch in Argentinien, wo an einem Tag auch alles zu hatte, was ich besuchen wollte

Abend gabs dann noch lecker Hamburguesa a lo pobre, also Fleischküchle mit Spiegelei. 😀

Santiago de Chile hat übrigens einen der schlimmsten U-Bahn-Pläne, die ich je gesehen habe. Die sind nämlich auf die gute Idee gekommen, zwei Linien, die ziemlich unterschiedliche Stationen anfahren, durch eine Linie darzustellen. Auf manchen Plänen ist das noch farblich irgendwie hervorgehoben, welche Züge jetzt wo hinfahren.
Aber auf manchen Plänen (zumindest denen in den Zügen) stehen einfach alle Stationen ununterscheidbar da, ob sie nun angefahren werden oder nicht.
Sehr verwirrend.

Nachträglich hab ich auf Wikipedia erfahren, wieso das so ist:

Aufgrund der hohen Belastung der Strecken und der mit zwei Minuten bereits ausgereizten Zugfolgezeit wurde im November 2008 in der Hauptverkehrszeit ein Express-System eingeführt, in welchem die Züge alternierend halten. Sie fahren dabei an ungefähr jeder zweiten Station durch. An Umsteigestationen halten aber sowohl die roten als auch grünen Züge. Durch diese Maßnahme können noch mehr Züge eingesetzt werden. Das Express-System wird derzeit auf den Linien 2, 4 und 5 angewendet.

Aha.

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