Argentinien 3

Boeing 777, London, 21:30, 15.11.2012

Ich hoffe, es gibt hier was gutes zu essen nachher. Ich hab tierisch Hunger.
Mal schauen, was für Filme während des Flugs angeboten werden.

Oh, eine Durchsage. Und während Durchsagen steht auf dem Fernsehbildschirm:

Your enterteinment is paused during this announcement.

Klingt das nur für mich als Nicht-Muttersprachler komisch?
Wahrscheinlich werde ich eh während des Films einschlafen.

Recoleta, Buenos Aires, 13:00, 16.11.2012

Das Filmangebot im Flieger war wirklich gut! Nur an der Bildschirmgröße könnten sie noch arbeiten. Und die ausgeteilten Kopfhörer waren so leise, dass man selbst bei voller Lautstärke kaum was verstanden hat. Zum Glück hatte ich die meines Handys dabei.
Damit konnte ich dann zuerst Moonrise Kingdom anschauen. Den wollte ich eh schon lang mal sehen. Und der ist echt empfehlenswert. Auch und gerade für Pfadfinder!
Ein paar coole Serien gabs auch, aber da bin ich dann eingeschlafen…
Freitag früh hab ich mir dann Prometheus angesehen. Leider konnte ich ihn nicht zuende sehen, weil wir dann da waren.

20.11.2012, 18:20, Plaza de Mayo, Buenos Aires

Das, was mich an dem Zollformular so irritiert hat, war, dass man so viele „objects“ zollfrei mitnehmen konnte, wie man wollte. Dadurch war klar, dass mit „objects“ schon irgendwas spezielles gemeint war und nicht nur irgendwelche Gegenstände…

Im Flugzeug musste man dann ein Zoll-Formular ausfüllen. Das gab mir ein bisschen zu rätseln auf, da ich kein Englisch-Muttersprachler bin (naja, die, die das Formular erstellt haben, vermutlich auch nicht).
Jedenfalls war mir der Unterschied zwischen „objects“ und „goods“ nicht so ganz klar. Ich hab das Ganze dann mal so interpretiert, dass ich nichts verzollen muss.

20.11.2012, 18:25, Plaza de Mayo, Buenos Aires

Ein bisschen fühlt man sich hier schon überwacht. Man muss nämlich bei jeder Gelegenheit seine Ausweisnummer angeben. Wen man eine Ausflugstour macht. Wenn man mit Kreditkarte zahlt (wobei man da meistens auch davonkommt, wenn man nur unterschreibt; Touristenbonus vielleicht, oder Verkäufer, die sich nicht drum kümmern).
Das erklärt aber auch, wieso Caro so überrascht war, dass ich meine Ausweisnummer nicht auswendig weiß.

Bevor es in Buenos Aires dann zum Zoll ging, hieß es eine Stunde warten, Fingerabdruck abgeben, in die Kamera lächeln und die Wohnadresse in Argentinien nennen. Dann wieder eine halbe Stunde warten und ab durch den Zoll, der zum Glück weder was an meinem Gepäck noch an meinem Formular auszusetzen hatte. Irgendwie erzeugen so Kontrollen doch immer Stress, auch wenn man nichts zu verzollen hat.

Dann gings schnell mit dem Bus nach Buenos Aires hinein. Dort vom Terminal Madero sollte ich ein Taxi zu Caro nehmen, bei der ich wohne. Das war aber erstmal ncht so einfach, weil es an dem Busbahnhof keinen Taxistand gab, wie ich erwartet hätte.

3.12.2012, 19:55, daheim

Später habe ich dann erkannt, dass die Taxidichte in Buenos Aires so hoch ist, dass es nie ein Problem ist, ein Taxi zu bekommen. Murphy’s Law mal außen vor…

Dann bin ich eben mal losgelaufen, bis ich im dichten, mehrspurigen Verkehr ein leeres Taxi entdeckte und zu mir winken konnte.

Leider konnte der Taxifahrer kein Englisch und ich nicht genug Spanisch, um wirklich eine Unterhaltung führen zu können. Ich verstand zwar meistens, was er sagte, konnte aber nicht antworten, außer auf die Frage, woher ich komme.

Auf die Frage, ob die Zieladresse da hinten sei, konnte ich auch immerhin mit einem zweisilbigen „No sé.“ antworten und seine Nachfrage, ob ich da noch nie war, mit einem „Sí.“ bejahen.
Wenig später kam mir die Idee, ob das nicht vielleicht ein Fehler war zuzugeben, dass ich mich nicht auskenne, und ob der Fahrer mich jetzt kreuz und quer durch die Stadt fahren würde. Aber dem war zum Glück nicht so.

Bei Caro angekommen, stellte ich fest, dass ich auch eine Küche mit Bar und Barhockern will, und dass sich das Nummernschloss meines Koffers nicht mehr öffnen ließ.

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