Ich will mein Geld zurück

Wenn man als Privatperson etwas kauft, das sich schließlich als mangelhaft herausstellt, kann man es in den Laden zurückbringen und bekommt entweder sein Geld zurück, ein neues Exemplar des Produkts oder das Produkt repariert. Das ganze wird zwar etwas erschwert durch Verkäufer und Geschäftsleiter, die einem einzureden versuchen, dass gar keine Gewährleistungspflicht besteht und dass man das Produkt doch an den Hersteller schicken soll, aber im Grunde ist das so.

Kauft dagegen ein Unternehmen etwas ein, besteht diese zweijährige Gewährleistungspflicht im allgemeinen nicht. Oder der Händler kann die Gewährleistung zumindest verkürzen, oder so. So genau weiß ich das auch nicht. Jedenfalls gibt es das zweiwöchige Rückgaberecht im Versandhandel dort nicht. Deswegen beschweren sich auch immer wieder Leute über den angeblich schlechten Service bei Mercateo, dem Online-Großhändler, bei dem ich arbeite. Leute die eben so ein Rückgaberecht erwarten.

Wie auch immer. Man würde ja erwarten, dass so ein Rückgaberecht, bzw. eine Gewährleistung immer etwas gutes wäre. Aber letztens habe ich in der Süddeutschen von einem Fall gelesen, in dem das nicht so ist. Roche schließt gerade Verträge mit deutschen Krankenhäusern ab, die eine Art Geld-zurück-Garantie für ein neues Krebsmedikament einräumen. Wenn das Medikament bei einem Patienten nicht wirkt, bekommt das Krankenhaus sein Geld zurück.

Ganz abgesehen davon, wie da am Ende die Abrechnung mit den Krankenkassen ablaufen würde, ist das keine gute Idee, weil dann wohl auch Patienten mit dem Medikament behandelt werden, bei denen es höchstwahrscheinlich sowieso nichts nützt, und weil es für das Krankenhaus von Vorteil ist, wenn diese Behandlung fehlschlägt, was ja nicht sein sollte.

Interessanter Fall jedenfalls…

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.