Conrad Wolfgang über Mathematikunterricht

Auf dem Wolfram|Alpha-Blog Stellt Conrad Wolfgang die Frage, ob es Schummeln ist, wenn man Wolfram|Alpha für seine Hausaufgaben einsetzt. Er beantwortet sie in unten eingebettetem Video mit der These, dass der Mathematikunterricht an sich geändert werden sollte: weg von sturem Rechnen, weg von dem, was Computer besser können, hin zu dem, was Mathematik sonst und eigentlich ausmacht.

Im Grunde stimme ich ihm da zu. Allerdings finde ich, dass man „das Handwerkszeug“, also Rechnen und das, was man sonst so in der Schule lernt, schon lernen und einigermaßen beherrschen sollte. Vielmehr sollte man vielleicht einen gesunden Umgang mit Computer-Mathematik-Programmen lernen. Denn man kann sich nicht immer blind auf die Ergebnisse verlassen. Genauso wie man nicht vergessen sollte, was Bücher sind und wie man sie bedient, um stattdessen nur noch Google zu befragen.

Ich weiß jetzt nicht, ob Wolfram genau diesen Vergleich bringt im Video, aber jedenfalls einen ähnlichen (falls ich mich nicht total täusche): Man muss nicht Assembler-Programmierung beherrschen, um Emails schreiben zu können. Klar. Der Vergleich ist aber recht schief, und würde korrekt übertragen hier bedeuten: Man braucht keine Ahnung von Aussagenlogik zu haben, um etwas ausrechnen zu können.

Wolframs Forderung, Mathematikunterricht mehr auf mathematische Modellbildung auszurichten, ist zwar ganz schön und unterstützenswert. Aber wie das bei den Schülern ankommt, die schon an einfachen Textaufgaben scheitern… Nein, ich bin nicht pessimistisch… 🙂

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