Farmville und gefährliche Spiele

Eins vorneweg: Es geht hier nicht um die Klage gegen Facebook und den Farmville-Betreiber Zynga, insbesondere bezieht sich das „gefährliche Spiele“ im Titel nicht auf „Farmville“.

Es bezieht sich in Wirklichkeit auf ein Spiel, das mir am Wochenende großflächige und zahlreiche blaue Flecken am Rücken eingebracht hat. Ich hab mal ein bisschen recherchiert, und das Spiel wird im Internet unter dem Namen „Küssen verboten“ gehandelt und für Kinder ab 14 Jahren empfohlen. Ich würde das Spiel sowohl inhaltlich als auch wegen der großen Verletzungsgefahr niemals mit so jungen Kindern spielen. Wobei… vielleicht artet das Spiel bei Kindern, gerade weil sie sich vielleicht zieren, sich auf die Wange zu küssen, nicht so sehr in Raufereien aus… Aber ich habe das Spiel noch gar nicht erklärt.

Man braucht viele Leute (mindestens 8 würd ich sagen) mit möglichst gleichmäßiger Geschlechterverteilung. Die Mädels werden durchnumeriert von 1 bis wievielauchimmer, und die Jungs bekommen Buchstaben von A bis wasauchimmer. Man sitzt im Kreis am Boden, einer sitzt in der Mitte. Sagen wir mal, ein Junge sitzt in der Mitte. Dann sagt der eine Buchstaben-Zahl-Kombination (natürlich nicht seinen eigenen Buchstaben). Das somit aufgerufene Mädel muss nun den Jungen in der Mitte küssen, während der aufgerufene Junge das Mädel küssen muss, bevor sie ihr Ziel erreicht hat. Der in der Mitte darf sich nicht wehren. Der der nicht zuerst seinen Kuss ans Ziel gebracht hat, muss in die Mitte.

Das Spiel ist verdammt lustig, aber wie gesagt auch sehr verletzungsträchtig…

Heut in der Mensa, als ich von dem Spiel erzählte, wurde ich schon gefragt, wo man denn sowas spielt. Bei den Pfadfindern natürlich, wo denn sonst… Und wenn man ein Forbildungswochenende zum Thema 1. Hilfe macht, dann muss man natürlich auch was spielen, wo man sich verletzen kann. 😀 Es hat mich auch nicht gewundert, dass ich bei der Recherche nach diesem Spiel auch gleich auf eine Seite des VCP Taunusstein gestoßen bin.

Auf diesem Wochenende hab ich was erschreckendes festgestellt: Ich gehöre zu einer Minderheit. Zu der Minderheit derer, die nicht Farmville spielen. Ich hab zum Glück recht früh beschlossen, alle Anwendungseinladungen bei Facebook pauschal zu ignorieren. Sonst würd ich ja zu gar nichts mehr kommen. Außerdem musste ich feststellen, dass ich inzwischen schon zu den „Senioren“ der Leiter im Diözesanverband Augsburg der DPSG gehöre, was sich darin äußert, dass ich die Titelmelodie der Schwarzwaldklinik richtig zuordnen kann und Rio Reisers König von Deutschland kenne.

Jetzt aber zurück an die Arbeit. Mit Blogs kann man auch Zeit verschwenden, genau wie mit Farmville.

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