BIID

Am 7. Januar las ich im Feuilleton der Süddeutschen zum ersten Mal über Body Integrity Identity Disorder (kurz: BIID; Artikel auf sueddeutsche.de), eine Krankheit, bei der man ein Körperteil von sich nicht als solches empfindet, bei der man sich erst mit seinem Körper identifizieren kann und in ihm wohlfühlt, wenn etwa ein Bein amputiert wurde. Kürzlich stand wieder etwas darüber in der Zeitung, über einen Betroffenen, der sein Bein in flüssigen Stickstoff hielt, bis es abstarb. Jedenfalls fiel mir da wieder ein, dass es doch sein könnte, dass genau so, wie Homosexualität früher als Krankheit gehandelt wurde und heute einfach als angeborene Neigung, doch auch vielleicht BIID in nicht allzuferner Zukunft nicht mehr als Krankheit angesehen wird. Anscheinend wurde BIID auch von Wissenschaftlern in dem Gebiet mit Homosexualität verglichen, laut sueddeutsche.de und Wikipedia etwa in Apotemnophilia: information, questions, answers, and recommendations about self-demand amputation von G. M. Furth und R. Smith. Wenn ich mal Zeit hab (also vermutlich nächstes Jahr), muss ich mir mal vielleicht das Buch ausleihen.

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