Oktober 2018

Nachdem mich irgendwann einmal Leute vom ASB an der Haustüre dazu überredet hatte, ihnen Geld zu spenden, hatte ich einen Gutschein für einen 1.-Hilfe-Kurs. Den hab ich Anfang Oktober dann endlich mal eingelöst. Wollte ich schon früher tun, aber die Termine waren immer so schnell ausgebucht… Dort hab ich unter anderem gelernt, dass bei der Reanimation schon mal der Kopf abfallen kann. Dann soll man halt einfach nur noch die Herzdruckmassage weiter machen und die Beatmung sein lassen. Oder so ähnlich…

Dann war ich auf Franzis Hochzeit. Franzi hat in dem Salonorchester, in dem ich früher gespielt hab, Querflöte gespielt. Und sie hat sich gewünscht, dass wir auf ihrer Hochzeit nochmal in der alten Besetzung auftreten. Und so haben wir uns nach Jahren wieder getrofen, zweimal geprobt und an der Hochzeit ein Stündchen gespielt. Das hat sehr viel Spaß gemacht, und auch sonst war es eine schöne Hochzeit. 🙂

Die Woche drauf waren wir mit den Wölflings-DAK in Wien. Dort haben wir unser Mitglied im Exil besucht, das kommende Jahr geplant, verschiedene Sachen besprochen und vorbereitet und vor allem viel gegessen… 😀

In der Woche drauf wurde dann endlich meine Terrassentür repariert. Also fast, man muss den Rahmen noch neu streichen. Aber das zieht sich ziemlich hin. Ich bin gespannt, ob das dieses Jahr noch was wird. Hat ja auch fast fünf Wochen gedauert, die kaputte Scheibe zu ersetzen.

Es ist schwierig zu sagen, was denn das Highlight im Oktober war. Nach der Hochzeit und Wien kam dann nämlich noch die TimeLash, die deutsche Doctor-Who-Convention in Kassel. Das war wie immer eine großartige Veranstaltung. Zum Glück hatte ich auch noch Karten für das Star-Dinner ergattert und konnte (diesmal in der Orangerie) mit den Stargästen abendessen. Diesmal saß ich neben Anneke Wills, die in den 60er-Jahren die Begleiterin des Doctors gespielt hat. Wir hatten ein wunderbares Gespräch darüber, was es braucht, um glücklich zu sein.
Die diesjährige TimeLash konnte wieder mal mit großartigen Gästen aufwarten. Unter anderem Sylvester McCoy (dem siebten Doctor) und William Russell (dem allerersten Companion). Ich bin schon sehr gespannt auf die TimeLash nächstes Jahr. Und darauf, ob die aktuelle Staffel von Doctor Who mal noch gut wird. Ich mag Jodie Whittaker als Doctor (auch wenn die bisherigen Folgen noch nicht wirklich geschafft haben, ihrer Version des Doktors einen echtes eigenes Profil zu geben). Auch Graham als Companion ist großartig. Nur waren die Folgen bisher leider eher mittelmäßig bis schlecht. 🙁 Naja, mal abwarten. Wir sind ja auch erst halb durch die Staffel.

Nach der TimeLash hab ich auf dem Pfadi-WBK in der Küche ausgeholfen. Dabei hab ich gelernt, dass man auch aus Mandarinen Kürbisse machen kann. Die schmecken mir wenigstens:

Und zu guter Letzt hab ich im Oktober auch noch ein neues Video aufgenommen. Passt nicht ganz zu den warmen Temperaturen, aber ich hatte trotzdem Lust, dieses Lied mal zu spielen.

Irland #7

Ich muss ein bisschen die Geschwindigkeit erhöhen bei diesem Reiserückblick, sonst wird der nie fertig… 😀

Weiter gings zum Ring of Kerry. Der Reiseführer hat gesagt, wir sollen im Uhrzeigersinn fahren, weil man dann nicht hinter Reisebussen hinterhertuckeln muss. Das hat auch den Vorteil, dass man nicht halsbrecherisch durch den Gegenverkehr breschen muss, wenn man spontan an einem Aussichtspunkt halten will. Und das will man oft. Wunderschön alles, deshalb hier nur ein paar Fotos:

Untergekommen sind wir im Glenross Caravan & Camping Park. Nicht unbedingt der schönste auf unsrer Reise, aber war schon ok.

Sonntag sind wir in den Killarney-Nationalpark. Ich glaube, wir wollten da schon am Tag zuvor hin, aber dann war da grad das Wetter nicht so toll, also haben wir das verschoben. Da waren wir dann ein bisschen wandern und sind schließlich weiter zu den Cliffs of Moher. Da es aber dann schon relativ spät war, haben wir die noch nicht angeschaut, sondern haben uns was zum Zelten gesucht.

Ich hab im Internet nur den Glamping-Platz in Doolin gefunden, also sind wir mal dahin, um zu schauen, ob das utopisch teuer ist. Wir haben uns nicht wirklich Hoffnungen gemacht, dort in nächster Nähe zu Irlands wahrscheinlich größter Touristen-Attraktion einen günstigen Zeltplatz zu finden, wurden dann aber eines besseren belehrt. Denn in Doolin haben wir dann gesehen, dass es dort doch noch mehr Zeltplätze gibt, und haben uns für die kleine Wiese hinter dem Aille River Hostel entschieden. Das war letztendlich der günstigste Zeltplatz, den wir in Irland hatten, und man konnte zudem auch noch alles vom Hostel mitnutzen. Und da der Platz direkt in Doolin war, gabs auch genug Gelegenheiten, um noch was trinken zu gehen. 🙂

Irland #6

Am nächsten Tag sind wir zum Mizen Head gefahren, dem südwestlichsten Punkt Irlands. Das mit dem südwestlichsten Punkt steht jedenfalls auf http://www.mizenhead.ie/. Ich frag mich grad, wie man den südwestlichsten Punkt von etwas feststellt. Vermutlich würde man eine um 45° geneigte Gerade von links unten an Irland ranschieben, bis man Land berührt. Ok, die Erde ist eine Kugel, also ist das etwas schwieriger und mit sphärischer Geometrie kenn ich mich nicht so aus. Vielleicht gibt es auch einen einfacheren Weg, den südwestlichsten Punkt von Irland zu bestimmen. Aber wenn ich das so wie beschrieben mache, dann sieht es so aus als wäre Dursey Island der südwestlichste Punkt von Irland. Die lügen auf der Website… :-O

Dort fing es dann irgendwann zu regnen an. Also haben wir uns in die Häuschen der Mizen Head Signal Station geflüchtet, und später in den Crookhaven Inn in dem kleinen Fischerdörfchen Crookhaven. Toller Name für ein Fischerdorf, Crookhaven. Gaunerhafen…

Nach dem Mittagessen hatte es dann jedenfalls zum Glück mit dem Regen einigermaßen aufgehört und wir sind nach Kenmare gefahren. Kenmare Camping ist ein sehr einfacher Campingplatz, aber wir brauchten ja auch nicht viel. Es gab eine Küche mit einem gemütlichen Aufenthaltsraum. Das beste war aber die Rezeption. Die war nämlich im „House on the Hill“ (laut dem Schild). Das house on the hill war das Haus, wo der Besitzer gewohnt hat, und man hat halt einfach an deren Terrassentür geklopft und ihm ein paar Euro in die Hand gedrückt… 😀

Abends sind wir nach Kenmare reingefahren, und haben (wenn ich mich richtig erinnere) in Crowley’s Bar die Livemusik und das Bier genossen. Ein Gast hat uns angesprochen, der ziemlich, ziemlich betrunken war. Ich hab das wenigste davon verstanden, was der gelallt hat. Aber ich hab von ihm gelernt, dass wohl sehr viele Deutsche in Irland leben. Hm, vielleicht wäre das mal ne Idee, nach Irland auszuwandern… Wer kommt mit?

Irland #5

Das Frühstück am nächsten Tag durften wir neben Kindern genießen, die Küken und andere süße Tiere anfassen durften. So ein Streichelzoo-Zeltplatz ist schon schön, aber die vielen Kinder bringen auch eine gewisse Unruhe in den Morgen.

Jedenfalls ging es dann weiter nach Kilkenny. Das ist ein sehr hübsches Städtchen mit einem Schloss und so. Tolle Beschreibung. Ich sollte Reiseführer-Autor werden!

Im Schloss gab es neben prunkvollen Gemächern auch diese semihistorische Toilette:


Und diesen unhistorischen Wischmopp:


Hm, dieser Reisebericht wird ja immer spannender… In Kilkenny haben wir uns noch auf dem kleinen Markt am Schloss ein bisschen Gemüse gekauft. Gut, auch nicht spannend aber zumindest lecker. Die Zubereitung war auch spannend, denn ich hatte unser Feuerzeug verschlampt. Nach ein bisschen Rumfragen hab ich dann endlich einen Campingplatzgast gefunden, der Streichhölzer dabei hatte. Leider waren die ein bisschen feucht. Aber irgendwann hab ichs dann doch geschafft, den Gaskocher anzuzünden… 😀

Der Zeltplatz, auf dem wir diese Nacht gelandet sind, war aber großartig von der Lage hermit seinem wunderschönen Blick auf Bantry Bay. Und auch das Wetter wurde endlich etwas mehr so, wie ich es in Irland erwartet hatte.

Irland #4

Am dritten Tag in Irland ging es schließlich raus aus Dublin. Dazu hatten wir uns ein Auto gemietet. Für beide von uns war das das erste Mal im Linksverkehr. Und das auch noch mit einem so großen Auto (wir hatten für drei Leute geplant, aber Matti hatte leider noch abgesagt). Mir ist dann die Ehre zuteil geworden, die erste Strecke zu fahren und den Wagen aus Dublin rauszubugsieren. Eigentlich wollten wir auf einfachstem Weg aus Dublin raus und dann über ne Umfahrung außen herum, aber da hätten wir durch einen mautpflichtigen Tunnel gemusst. Also sind wir eben mitten durch die Stadt gefahren. Ich weiß nicht, wieso sie für den Tunnel Maut verlangen, aber den Verkehr aus dem Stadtzentrum rauszuhalten kann offenbar nicht der Grund sein. Aber hey, ich hab nichts angefahren (jedenfalls an dem Tag nicht), bin nicht falschrum in nen Kreisverkehr und auch nicht beim Abbiegen auf die falsche Spur gefahren. Links fahren war viel einfacher als ich befürchtet hatte. Nur mit links schalten war sehr gewöhnungsbedürftig. Und der Gurt war auch auf der falschen Seite… 😀

Unser erstes Ziel war Glendalough. Da das Wetter überraschend gut war, wollten wir ein bisschen wandern gehen. Das war eine sehr schöne Tour um den Upper Lake herum über teilweise sehr seltsam neuangelegte Wege aber immer mit einer wunderbaren Aussicht. Vorbei an einem verfallenen alten Bergarbeiterdorf und schließlich noch zu einem alten aber offenbar noch genutzten Friedhof.

Ich glaube, wir waren dort ungefähr vier Stunden unterwegs. Dann sind wir weiter Richtung Südwsten. Wir habens wie an allen folgenden Tagen so gemacht, dass wir am späten Nachmittag oder Abend geschaut haben, wo der nächste Zeltplatz ist, und dann einfach dort hingefahren sind. So sind wir an dem Abend im Nore Valley Park gelandet. Das war so eine Mischung aus Campingplatz und Streichelzoo. Das heißt, die hatten Tiere und wohl auch irgendwie Programm für Kinder. Jedenfalls hatten die aber auch eine Küche mit Gasherd, den wir nutzen konnten. So war es nicht so schlimm, dass wir bis dahin noch keinen Laden gefunden hatten, der Gaskartuschen für unseren Kocher verkauft. Ich hatte erwartet, dass man diese Kartuschen ohne Ventil an jeder Tanke kriegen würde, aber dem war nicht so. Irgendwann später haben wir irgendwo welche in einem kleinen Anglerladen bekommen. Aber die Iren waren immer sehr freundlich und bemüht, uns irgendwie weiterzuhelfen.

Ach, auf dem Weg zum Zeltplatz kam uns dann mal noch eine Kuhherde entgegen:

September 2018

Der September hatte es in sich!

Begonnen hat er mit der Night of a Thousand Suns. Beziehungsweise damit, dass ich am Morgen des ersten September erstmal das Kass-Kostüm abgeholt hab, das Kathi für mich geschneidet hatte. Dann bin ich in den Item Shop gefahren, um dort auf der Artz & Jamz Alley zu spielen. Das war quasi die Generalprobe für die Night of a Thousand Suns am Abend. War alles zwar etwas stressig dadurch, aber der Auftritt dort hat mir die Nervosität genommen, die sich inzwischen eingestellt hatte. Und außerdem sind dabei so tolle Aufnahmen rausgekommen wie diese hier. Passt zwar nicht ganz zum Kass-Outfit, aber mei…

Nach dem Item Shop bin ich dann eben ins Feierwerk gefahren zur Night of a Thousand Suns. Angekündigt war das ein bisschen wie eine Neuauflage der Super Geek Night, nur diesmal von der Kaizoku organisiert. Nachdem das die Kaizoku organisiert hat, war klar, dass es sehr japanlastig werden würde. Leider war es vom Programm her dann entgegen den Ankündigugnen fast nur Japanzeug. Aber ich war ja nicht als Gast da (sonst hätte ich da wohl nicht viel Interessantes für mich gefunden) sondern als Künstler. Eigentlich war geplant, dass ich wie schon auf der Super Geek Night erstmal für die Warteschlange spiele, aber das Wetter hat nicht so mitgemacht, deshalb hab ich sicherheitshalber nach dem Einlass vor dem Hansa 39 gespielt, so dass ich notfalls schnell vor dem Regen hätte fliehen können. Hat aber trotzdem sehr viel Spaß gemacht. Ich sollte öfter irgendwo auftreten. Gerade jetzt, wo ich ein Kass-Kostüm hab… 😀

Am Samstag nach der Night of a Thousand Suns bin ich dann ins schöne Oberkirn gefahren, wo sich meine Mami ein Häuschen gekauft hat.

Am Freitag drauf haben wir vom Münchner Wö-DAK das Werbevideo für die Wölflings-Buko zuende gedreht, die wir kommendes Jahr ausrichten. Mei, und wie der Wölfi getanzt hat… 😀

Am zweiten Samstag des Monats war das Sommerfest der DPSG Augsburg, wo ich mal wieder mit dem Fahrrad hingefahren bin. Also nicht ganz, sondern mit dem Zug nach Gessertshausen und dann mit dem Zug weiter nach Langenneufnach. Das ist immer wieder ganz schön, da hinzufahren, um die ganzen Nasen aus meiner Heimatdiözese wiederzusehen. Und als obs geplant gewesen wäre, bin ich pünktlich zum Essen angekommen. 😀

Die Woche drauf war ich beim “Dinner in the Dark”, das unser Facharbeitskreis organisiert hat. Also bei einem Essen im Dunkeln im Gasthaus zum Blinden Engel. Ich war ein paar Jahre zuvor mal im Frankfurter DialogMuseum. Das war schon sehr spannend. Leider hab ich damals hier dazu nichts geschrieben, sonst hätt ich das verlinken können. Naja, jedenfalls jetzt im Dunkeln essen. Leider war es nicht komplett dunkel, das hatten die im DialogMuseum besser hingekriegt. Und sie haben die Essen vertauscht. War aber trotzdem ein sehr interessantes Erlebnis, auch wenn man sehr viel im Leeren stochert dabei… 😀

Tags drauf gabs ein kleines Grillfest mit den Leuten, mit denen ich früher in Augsburg mal im Akkordeonorchester gespielt hab. War auch sehr schön, die alle mal wieder zu sehen.

Dann das Wochenende drauf, war ich Samstagabend auf dem Stammesjubiläum von Freising, als ich nen Anruf bekomm, dass bei mir versucht wurde einzubrechen. Also eigentlich hieß es erst nur, da ist ein Loch in der Terrassentür, also hab ich erstmal gedacht, da hat halt ein Betrunkener ne Flasche dagegen geworfen, oder so. Aber als ich dann wieder daheim war, hat die Polizei mir die Einbruchspuren gezeigt. Das war aber auch ein dummer Einbrecher. Ich war nämlich zwar nicht zu Hause, aber zwei Couchsurferinnen waren da und haben zu dem Zeitpunkt schon im Wohnzimmer geschlafen. Dem Zimmer, wo er versucht hat einzubrechen. Ich weiß nicht, aber wenn ich Einbrecher wäre, würde ich doch vorher mal durchs Fenster schauen, ob jemand daheim ist. Der hat das selbe wohl auch schon einen Tag zuvor versucht, 500 Meter weiter. Da hat er es zwar im Gegensatz zu hier geschafft, ins Wohnzimmer reinzukommen, aber da ist er dann auch auf den Bewohner gestoßen und abgehauen. Hier hat er nur die äußere Scheibe der Terrassentür zerbrochen und den Rahmen beschädigt.

Und dann schließlich vergangenes Wochenende. Da war die Bundeskonferenz der Wölflingsstufe. Dieses Jahr leider in Westernohe. Also, da ists zwar auch schön, aber besser ists doch, wenn das von einem der Diözesanarbeitskreise ausgerichtet wird, so wie letztes Jahr in Hamburg oder nächstes Jahr von uns in Benediktbeuern. Die diesjärige Buko war (gerade von den bayrischen Diözesen) recht schlecht besucht. Beschlussfähig waren wir trotzdem locker, und so wurde unter anderem das neue Aussehen von Wölfi beschlossen. So richtig wichtige Anträge gab es dieses Jahr nicht. Großes Highlight war natürlich die 90er-Jahre-Bad-Taste-Party am Samstag. Ich hab mir nicht so super viel Arbeit mit dem Kostüm gemacht, und auch eher einen klassischen 90er-Jahre-Ansatz gewählt als die Bad-Taste-Variante. Aber schick sah ich trotzdem aus… 😀

Irland #3

Bevor es im Irland-Reisebericht damit weiter geht, dass wir unseren Mietwagen abgeholt und Dublin verlassen haben, muss ich noch zwei Sachen ergänzen, die ich vergessen hatte.

Auf der Walking Tour durch Dublin, die wir am ersten Tag gemacht haben, haben wir noch was interessantes erfahren. Nämlich dass Dublin seine, äh, seltsamen Charaktere anscheinend sehr gern hat. Das ist, wie wenn in Augsburg die Leute nach dem Tod von Löffel-Joe Geld gesammelt hätten, um ihm ein schönes Begräbnis zu ermöglichen (so wie es in Dublin mit Hairy Lemon geschehen ist). Ok, den König von Augsburg gibt es natürlich, der standesgemäß verehrt wird. 😀

Und vergessen hab ich auch, dass wir in Dublin gleich als allererstes deutsche Pfadfinder getroffen haben. Die waren auf dem Weg zu dem nationalen Jamboree, das da die Woche stattgefunden hat. Leider hat das nicht zu unserer Route gepasst, sonst hätten wir da natürlich gerne vorbeigeschaut.

August 2018

Ui, der September ist schon fast rum und ich hab noch gar keinen Rückblick auf August geschrieben. Na dann mal ran!

Anfang August bin ich aus Irland zurückgekommen. Den Reisebericht hab ich auch sträflich vernachlässigt. Aber der wird auch noch zeitnah nachgeholt.

Direkt nach dem Urlaub sind wir von der Arbeit aus mit unserem Team für vier Tage zum Tegernsee gefahren. Auf Retreat, wie das jetzt auf Neudeutsch heißt. Ich hätte das Klausur genannt, aber mei… Leider waren wir nicht direkt am Tegernsee sondern in Kreuth. Bei dem heißen Wetter hätte so eine Abkühlung im See schon gutgetan. Das Hotel war etwas schlecht ausgerüstet, was das WLAN anging, aber dafür hingen spannende Bilder in meinem Zimmer. Die Abende haben wir großteils damit verbracht, Tempel des Schreckens zu spielen. Ein tolles Spiel, das man auch mit vielen Spielern spielen kann.

Des Reisens war aber noch kein Ende, denn am Wochenende drauf bin ich nach Ottobeuren und hab Anna, Christian und Emil besucht. Wir sind dann auf ein kleines Ritterfest auf der Burg Hohenfreyberg und am Sonntag ein bisschen Wandern zum Gaisalpsee.

Und Ende August ging das Reisen dann weiter. Da bin ich nach Amsterdam gefahren. Eigentlich, um bei der Woodbadge-Verleihung für die Becci dabei zu sein, aber das ließ sich ja auch wunderbar mit einem Wochenende in Amsterdam verbinden. Das Pfadfinderlager von Beccis Stamm war im Scoutcentrum Het Naaldenveld in der Nähe von Amsterdam, ein an sich ganz schöner Zeltplatz, der allerdings einen sehr wasserdichten Boden hat. Und leider hat es gerade als wir angekommen sind, ziemlich zu regnen angefangen. Ich hab leider kein Foto von den Versuchen, das Wasser zum Abfließen zu bringen, indem man mit einer Axt auf ihn einschlägt oder mit einem Stecken darin herumrührt. Die Entscheidung, die Nacht nicht auf dem Zeltplatz zu schlafen sondern gemütlich in einem Hostel (wo wir überraschenderweise zu dritt ein 8er-Zimmer für uns alleine hatten), bereue ich nicht. 😀
Irgendwie hab ich kaum Fotos von Amsterdam gemacht, merk ich grad… Seltsam. Irgendwie find ich nur das hier:

Irland #2

Am zweiten Tag in Dublin stand erstmal das Gefängnis Kilmainham Gaol auf dem Programm. Da man in den Bussen in Dublin nur passend mit Münzen zahlen kann, sind wir eben gelaufen. Dabei sieht man eh mehr von der Stadt. Zum Beispiel die Guinness-Brauerei oder Sammelstellen für Füchse.

Aber apropos Bezahlen in Bussen. Ich war letztes Wochenende in Amsterdam, und da kann man auch in den Bussen und Straßenbahnen mit Karte zahlen. Das ist sehr angenehm. Als ich das letzte Mal in Buenos Aires war, da war das ähnlich wie in Dublin. Man konnte nur passend mit Münzen zahlen. Was da aber auch noch dazu kam, ist, dass es gar nicht so einfach war, an Münzen zu kommen, weil die in Geschäften oft gerundet haben beim Rausgeben.

Im Gefängnis jedenfalls hatten wir eine spannende Führung, und eine Ausstellung zu Nelson Mandela gab es auch. Der Besuch dort lohnt sich auf jeden Fall. In der Guinness-Brauerei, die da auch in der Gegend ist, waren wir nicht. Laut Reiseführer klang die nicht so spannend, mehr wie eine teure Touristenshow. Also lieber Guinness trinken statt anschauen.

Drum haben wir uns was nettes zum Mittagessen gesucht. Nach ein bisschen Rumfragen sind wir im Patriot’s Inn gelandet. Da war das Tanzen verboten und der Apple Pie war alle, aber ansonsten hats schon gepasst. Ganz interessant waren die Bierfilzle, auf denen Werbung dafür gemacht wurde, dass man sich doch bitte nicht prügeln soll. Anscheinend haben die da ein richtiges Problem damit. Trotzdem sind wir während des ganzen Irland-Urlaubs nicht in eine einzige Prügelei geraten.

Danach sind wir ein wenig an der Liffey entlangspaziert und haben zufällig gelesen, dass am Abend die Samuel-Beckett-Brücke geöffnet wird. Das ist die Brücke, die aussieht wie eine Harfe. Außerdem haben wir gesehen, dass es anscheinend eine beliebte Freizeitbeschäftigung ist, von Brücken oder irgendwelchen Pfosten in die Liffey zu springen. So einladend sauber sah die nicht aus, und die Leute haben auch alle Neoprenanzüge getragen. Also, ich könnt mir was schöneres vorstellen. Aber mei, die Iren…

Nach einem Bierchen im O’Neills sind wir abends dann zur Samuel-Beckett-Brücke gegangen. Die Arbeiter, die gerade die Brücke abgespert haben, haben uns noch den Tipp gegeben, auf die andere Seite der Liffey zu gehen, weil man da zwar keine so postkartenreifen Fotos schießen kann aber besser sieht, wie sich die Brücke öffnet. Das ist nämlich keine Zugbrücke, sondern die wird einmal komplett um 90 Grad gedreht. Das war nur ein Funktionstest. Anscheinend fahren da nicht so oft Schiffe rein oder raus.

Abends ging es dann noch auf ein Bierchen in einen Pub im nicht ganz so überfüllt-touristischen Teil von Temple Bar. Und dann ab ins Bett, denn der nächste Tag würde ein neues Abenteuer bringen: Das erste Mal im Linksverkehr Auto fahren!

Irland #1

Wie im letzten Rückblick versprochen, kommt hier ein kleiner Rückblick auf den Irlandurlaub von Laura und mir.

Es begann mit Feuer.

Am Abend vor dem Abflug musste ich noch die Gaskartuschen leerbrennen von den Kochern, die Matti uns geliehen hatte. Das waren nämlich welche ohne Ventil. Keine Ahnung, ob die mich damit hätten fliegen lassen, aber offiziell darf man die nicht mitnehmen und ich wollte nichts riskieren. Also hab ich die beiden Gasbrenner eben so lange brennen lassen, bis sie leer waren. In meiner Küche. Vielleicht hätte ich das draußen machen sollen, aber es ist nichts passiert… 😀

Am 23. Juli gings dann los, auf zum Flughafen. Natürlich war die S-Bahn verspätet. Aber ich habs noch rechtzeitig zum Flughafen geschafft. Beim Check-In hab ich gleich mal einen Alarm ausgelöst. Also keinen großen zum Glück. Ich bin nur zu schnell auf so eine Schranke zugegangen, wo man seinen Boardingpass scannen musste, um durchzukommen. Die Schranke dachte dann wohl, dass ich mich noch schnell hinter meinem Vordermann durchzwängen wollte, und hat angefangen zu piepsen…

Aber wir haben es dann doch in den Flieger geschafft.

In Dublin angekommen, durfte ich gleich Bekanntschaft mit dem Irischen Akzent machen. Zwei Reinigungskräfte auf der Flughafentoilette haben sich nämlich unterhalten. Und soweit ich das mitbekommen habe, hat der eine dem anderen erzählt, dass sein Pömpel Wilson heißt. Aber vielleicht hab ich da auch was falsch verstanden.

Jedenfalls sind wir dann mit dem Bus nach Dublin reingefahren und zu unserem Hostel gelaufen. Wir waren im Barnacles in Temple Bar untergebracht. Dort haben wir nur schnell unser Gepäck untergestellt, weil wir noch nicht einchecken konnten. Dabei haben wir erfahren, dass es ein paar Stunden später in der Nähe eine kostenlose Walking-Tour geben würde. Also haben wir uns noch ein bisschen die Zeit vertrieben, indem wir uns auf dem Weg zum Trinity College verlaufen haben.

Die Walking-Tour war sehr interessant. Da haben wir zum Beispiel gelernt, was Fidget-Spinner mit der Dreifaltigkeit zu tun haben, in welchen Pubs James Joyce gerne war, was es mit Molly Malone auf sich hat, usw…

Abends waren wir dann noch was trinken gegangen. Erst ins Stag’s Head. Ob James Joyce da wirklich früher öfter war, ist auch eigentlich egal, denn für den ersten echten Irish Pub, in dem ich jemals war, war der schon mal gar nicht schlecht. Es kamen zwar im Urlaub noch bessere, aber irgendwo muss man anfangen.
Dann waren wir im Gin Palace. Großartiger Schuppen, wenn man Gin mag. Machen aber leider schon um 11 zu. Leider hab ich mir nicht gemerkt, wie der Gin hieß, den ich da getrunken hab… 🙁

Nachdem der Gin Palace uns rausgeworfen hat, sind wir dann eben schlafen gegangen. Nachdem das Hostel mitten in Temple Bar war, war es ziemlich laut. Aber mei, dafür war es auch sehr zentral.