Mrz 25 2010

Asphaltwerbung

Solange das nicht überhand nimmt, finde ich diese Möglichkeit der Werbung eigentlich nicht schlecht. Basic Thinking berichtet da über ein Projekt von Quartier des spectacles, bei dem Event-Informationen auf den Boden projiziert wurden.

Das kann man wunderbar als Wegweiser, aber auch für Werbung nutzen. Mir gefällt die Idee… Jedenfalls solange die Werbung lokalisiert ist. Soll heißen, solange wirklich Werbung für Dinge in der Umgebung gemacht werden. Etwa “Noch bis 23 Uhr Happy Hour in Bar Irgendwas. Hier entlang ->”, oder so.


Feb 6 2010

Kinder und Bücher

In unserer letzten Wölflings-Gruppenstunde haben wir eine kleine Einheit zur aktuellen Jahresaktion der DPSG gemacht. Die Kinder sollten zuerst auf einem Plakat zusammenstellen, was denn in der Werbung so alles für Kinder beworben wird. Als ihnen nichts mehr einfiel, haben wir ihnen noch ein paar Werbeprospekte zur Inspiration gegeben.

Dann sollten sie sich überlegen, was Kinder davon eigentlich wirklich brauchen, und mit Klebepunkten abstimmen. Das hat alles ganz gut geklappt, unsere Kinder sind ja nicht auf den Kopf gefallen. Und es kam auch raus, was zu erwarten war: Eigentlich braucht man nur was zum Essen und was zum Anziehen.

Aber erstaunt hat mich, dass noch etwas drittes genauso viel Punkte hatte wie Kleidung und Futter: Bücher.

Die heutige Jugend ist also wohl doch noch nicht ganz verdorben, zumindest in dem Alter noch nicht.


Jan 11 2010

Bezahlinhalte im Internet

Über Carta stieß ich auf ein sehr sehenswertes Video-Interview mit dem Schweizer Verleger Urs Gossweiler zum Thema “Bezahlinhalte im Netz”. Die zwanzig Minuten des unten eingebetteten oder im Hauptstadtblog zu findenden Videos lohnen sich gesehen zu werden, auch wenn man sich erst mal an den schweizer Akzent gewöhnen muss.

Es geht in dem Interview um Zeitungen und deren Online-Versionen. Die wesentliche Aussage von Gossweiler ist es, dass es nicht funktioniert, Leute für Online-Inhalte von Zeitungen bezahlen zu lassen, da sie bei den Printausgaben ja auch nicht die Inhalte bezahlen, sondern die Druck- und Lieferkosten, während die Inhalte im Print über die Werbung finanziert werden. Ziemlich am Ende des Interviews bringt Urs den folgenden schönen Vergleich: Wenn Google für seine Suchmaschine Geld verlangen würde, ein Abonnement einführen würde, vielleicht auch nur für bestimmte, exklusive Inhalte, und vielleicht auch nur für 1 Cent im Monat, dann wäre Google in 3 Monaten nicht mehr die größte Suchmaschine im Netz. Wenn es also Google nicht schafft, für Inhalte Geld zu verlangen, wie sollen das andere schaffen?

Gut, es ist ein Vergleich, und Vergleiche hinken, und dieser Vergleich hinkt sogar auf mehreren Beinen. Aber ich finde ihn dennoch gut. Allerdings ist diese Diskussion auf Zeitungen beschränkt, und Gossweiler räumt ein, das das etwa für Magazine so nicht gilt.

Wie ist das denn mit der Werbung im Internet? Ich klicke nicht (zumindest nicht absichtlich) auf Werbung im Internet. Das heißt, Werbung erreicht mich nur unbewusst, oder wenn sie geschickt plaziert ist. Geschickt plaziert ist sie, wenn man sie entweder nicht gleich als Werbung erkennt oder wenn sie einem unweigerlich ins Auge springt. Letzteres ist schrecklich anzusehen und wirkt oft unseriös. Ersteres erinnert mich an die Fernsehzeitschrift, die meine Eltern abonniert haben. Dort ist ab und an dem Titelblatt ein zweites Titelblatt vorgeheftet, das das gleiche Bild trägt, in dem die Schlagzeilen aber durch Werbebotschaften ersetzt sind. Das hat mich schon manches Mal ein bisschen verwirrt…

Ohne den Bogen wieder zu Internetwerbung zurückschlagen zu wollen, hier noch das Video. Und jetzt muss ich weiter an meiner Dissertation arbeiten…