Jul 26 2010
Ich weiß nicht, wieso ich es in den letzten 27 Jahren nie geschafft hab, mal nach Kaltenberg zu fahren. Ich wollte jedenfalls immer hin.
Und vergangenen Donnerstag hab ichs endlich geschafft, dank meiner Süßen. Wir waren auf der Gauklernacht. Zum Glück hatten wir gleich Hunger, und sind recht bald in die Wirtschaft neben dem Thronsaal gegangen. “Zum Glück”, denn während wir drinnen auf unser Essen warteten, hat es draußen dermaßen zu regnen angefangen, dass die Zeltdächer sich unter dem Gewicht des aufgestauten Wassers gefährlich nach innen wölbten und hier und da den Besuchern eine Dusche zukommen ließ. Wir bekamen zum Glück nur nasse Füße.
Das Essen dauerte ein bisschen, weil wohl der Strom wegen des Unwetters ausgefallen war. Aber irgendwann waren wir satt und wollten wieder nach draußen, denn Corvus Corax sollten spielen. Nur stand vor dem Zelt kniehoch das Wasser. Der andere Ausgang lag glücklicherweise höher, und so kamen wir zur Rabenbühne, wo wenig später Corvus spielte.
Danach tingelten wir von hier nach da, es war wirklich viel geboten, Gaukler, Feuershows, Tänze, Schaukampf, Musik, und zum Glück hat es dann auch nicht mehr so stark geregnet. Eigentlich ist das Fest fast schon ein bisschen zu groß — man hat immer das Gefühl, etwas zu verpassen.
Leider hatte ich mich an die Anweisungen auf den Eintrittskarten gehalten, keine Fotokamera mitzunehmen, sonst hätte ich Fotos machen können. Das Feuerwerk hätte sicher tolle Bilder abgegeben.
Meine holde Maid hat durch mutigen Körpereinsatz auch noch einen Herzluftballon gewonnen… 
Unsere Angst, die Wiese, auf der unser Auto stand, wäre so aufgeweicht, dass wir nicht mehr rauskämen, war glücklicherweise unbegründet. Jetzt muss ich nur noch mal auf das Ritterturnier dort gehen… 
Corvus-Corax-Foto von http://promo.picamusic.de/corvuscorax.htm
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Jul 20 2010
Irgendwie ist das komplett an mir vorbeigegangen. Ok, ich kanns darauf schieben, dass ich mit meiner Dissertation viel um die Ohren hatte. Aber trotzdem finde ich seltsam, dass ich erst jetzt, wo das Projekt vorbei ist, davon erfahre.
Die Rede ist von Jean Stein, dem auf dem im Abriss befindlichen Augsburger Hasenbräu-Gelände “soziokulturellen Experiment, einem offenen Prozess, in dem das Gebäude mit Euch, den Künstlern und Besuchern zu einem begehbaren Kunstwerk” (Quelle) umgestaltet wurde. Äh, wasauchimmer. Jedenfalls gabs dort, bevor der Schornstein explodiert, d.h. bevor der ehemalige Weiße Hase in der Kapuzinergasse mit dem darüber thronenden Brauereischlot plattgemacht wird, noch Konzerte, Musik, “Essperimente” und vieles mehr, was den Besuch gelohnt hätte.
Schade, dass ich erst jetzt durch die Abschlussveranstaltung des Projekts davon erfahren habe. Vergangenen Samstag fand im Rahmen des Festivals der Kulturen in der Kapuzinergasse eben das Straßenfest “Il Vicolo del Cappuccino” statt, wo auf der OpenAir-Bühe neben dem Jean Stein mehrere Musiker auftraten.
Unter anderem spielte dort Alexandra Gaevskaya, die unter leider widrigen Wetterverhältnissen Lieder aus ihrer Heimat Russland vortrug. Unter anderem Belaya noch’. Sasha ist übrigens am Sonntag, 25. Juli, wieder zu hören auf dem La Strada.
Notiz an mich: Ich sollte in Zukunft ein bisschen aufmerksamer schauen, was in Augsburg so alles los ist… Hier noch ein Bild aus der Kapuzinergasse:

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Jul 17 2010
Einen sehr schönen musikalischen Zeitvertreib hab ich über einfach übel gefunden: Pulsate von Andé Michelle. Das Prinzip ist einfach: Jeder Klick erzeugt einen Kreis, der so lange wächst, bis er an einen anderen Kreis anstößt, was einen Ton erzeugt, dessen Höhe von der Größe der Kreise abhängt. Dann werden die Kreise wieder kleiner, bis sie wieder wo anstoßen usw.
Ist faszinierender als es jetzt klingt. Wirklich… Probiert es mal aus!
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