Mai 30 2010
Ich war vom 11. bis zum 16. Mai in Lissabon, weil ich mich dort an der Technischen Universität auf eine Postdoc-Stelle beworben hatte, und ich darauf eingeladen wurde, einen Vortrag zu halten. Ich bin dann noch ein paar Tage dort geblieben, wo ich schon mal in Portugal war.
Die Aschewolke hat mit gleich schon mal einen richtigen Schreck eingejagt, indem sie Teile des spanischen und portugiesischen Luftraums am Wochenende vor meinem Abflug lahmlegte. Aber am Tag vor dem Abflug war alles noch in Ordnung, und auch am Abend gegen 18 Uhr war der Flug auch noch ganz normal aufgelistet. Der Flug sollte tags drauf um 6 Uhr morgens sein.
Ich hab dann den Fehler gemacht, nach dem Katzenjammer-Konzert nochmal nachzusehen, ob mit meinem Flug alles in Ordnung ist. Da habe ich gesehen, dass mein Flug gestrichen wurde. Na supi. Da ich eigentlich keine Lust hatte, mitten in der Nacht auf gut Glück zum Flughafen nach München zu fahren, versuchte ich, jemanden von der Fluggesellschaft zu erreichen, was mich aber zu so später Stunde nur zu einer portugiesischen Bandansage führte, die ich nicht verstand.
Also bin ich dann doch auf gut Glück nach München gefahren, bzw. gefahren worden. (Danke nochmal, Kathi!) Der Kerl von TAP (der portugiesischen Fluggesellschaft), hatte wohl den besten Job an dem Tag, er schickte einfach alle Leute, die irgendwie ihren gestrichenen Flug umbuchen wollten, zum Schalter der Lufthansa. Dort wurde mir dann ein Flug über Hamburg angeboten, obwohl noch nicht klar war, ob Lissabon bis dann schon wieder offen sein würde. Aber das war mir egal, ich musste ja irgendwie nach Lissabon kommen, und ob ich jetzt in Hamburg rumhock oder in München, war mir dann auch egal…
Irgendwie kam ich dann schließlich mit gehöriger Verspätung in Portugal an, und nahm den Flughafenbus in die Stadt. Auf dem Weg wurde ich wieder daran erinnert, dass heute ja auch der Papst nach Lissabon kommt. Überall standen Polizisten herum, und die ganzen Parkplätze entlang der Straßen waren abgesperrt. Außerdem hingen von den Balkonen überall Flaggen.
Dank Google Maps kam ich dann auch am Hotel an, das leider kein kostenloses Internet hatte. Deswegen muss ich diesen und die folgenden Artikel leider im Nachhinein schreiben.
Was sonst noch am 11. Mai und den Tagen darauf geschah, gibts demnächst hier zu lesen.
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Mrz 1 2010
Der “Atlas Obscura – A compendium of the world’s wonders, curiosities and esoterica”, auf den ich bei Spreeblick gestoßen bin, ist eine Sammlung der merkwürdigsten Orte dieser Welt. Mal schauen, was es hier in der Gegend so kurioses gibt…
Da gäbs zum Beispiel das Spargelmuseum in Schrobenhausen. Ok, sehr kurios… ?
Zweiter Versuch: das Glockenspiel des Münchner Rathaus. Ok, schon besser. Das klingt ähnlich schief wie das Glockenspiel im Augsburger Perlachturm.
Letzter Versuch: Schloss Neuschwanstein. Ja, da wirds interessant.
Es sind noch vergleichsweise wenig Einträge für Deutschland in diesem Atlas. Aber für andere Länder findet man viele, oft wirklich obskure Dinge. Zum Beispiel der Quecksilber-Brunnen in Barcelona. Also, ein bisschen Stöbern lohnt sich…
(Bild des Brunnens von Mary Ann Sullivan.)
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Feb 11 2010
Gestern war ich auf dem Zusatzkonzert von Element of Crime in München. Mal abgesehen davon, dass sie erst eine Stunde nach angekündigtem Beginn angefangen haben, war das ein super Konzert. Ich hatte Element of Crime vorher noch nie live gesehen. Einziges Manko: Die Ansagen waren schon etwas dürftig. Einmal hieß es:
“Dieses Lied haben wir selber geschrieben. Jetzt spielen wir noch ein Lied. Das ist auch gut.”
Naja, besser so und mehr Musik als peinliches Rumgelabere. Sven Regener, der Sänger, hat in einem Interview gesagt:
“Ich mache keine großen Ansagen, weil ich den Abstand zwischen Bühne und Publikum mag.”
Wer Element of Crime nicht kennt, dem sei hiermit ans Herz gelegt, sie sich mal anzuhören. Mein Lieblingslied ist “Alles was blieb”.
Die Wikipedia sagt, Element of Crime spielen “melancholisch-chansoneske Pop- und Rockmusik”. Viel wichtiger als die Musik sind aber die Texte. Wer könnte so Zeilen wie
…
Wo die Neurosen wuchern,
will ich Landschaftsgärtner sein
…
widerstehen? Oder
Bei mir geht überhaupt nichts mehr,
weil sich alles um dich dreht,
seit der Himmel jeden Morgen
deine Augenfarbe trägt
Also, unbedingt mal reinhören!
Gerade gefunden:
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