Dez 27 2009
In welches Land kann man denn noch guten Gewissens gehen, wenn einem in Deutschland die Grundrechte abhanden gekommen sind, oder wenn man aus anderen Gründen das Land verlassen will, z.B. weil man woanders eine interessante Arbeitsstelle gefunden hat?
Nach China kann man nicht gehen, wenn man dort schon wegen jeder nur annähernd Regimekritischen Äußerung Gefahr läuft eingesperrt zu werden. Siehe das kürzliche Urteil gegen Liu Xiaobo. Bei PEN America finden sich Lius Äußerungen, deretwegen er zu 11 Jahren Haft verurteil wurde. Außerdem würde ich in einem Land, in dem universitäre Prüfungsergebnisse gelegentlich nicht von der Leistung der Studenten abhängen sondern von oben vorgegeben werden, nicht an einer Universität arbeiten wollen.
Nach Italien kann man auch nicht gehen, wenn dort mit Berlusconi die Pressefreiheit abhanden kommt.
Großbritannien verbietet sich ebenfalls, bei der ganzen Videoüberwachung. Und war da nicht noch die Geschichte, wo sich Leute polizeilich registrieren lassen mussten, die irgendwas mit Kindern zu tun haben, was insbesondere dazu führte, dass Eltern ihre Kinder nicht auf den Spielplatz begleiten durften, ohne vorher bei der Polizei vorstellig zu werden. Vielleicht war es auch nicht die Polizei, wo man hin musste, ich weiß es nicht mehr genau.
Und die USA erst — ein Land, das bis vor kurzem noch gefoltert hat, und das weiterhin die Todesstrafe verhängt und ausführt. Nein, lieber nicht.
Die Schweiz mit ihrem Minarettverbot. Und überhaupt diese ewige Neutralität, die einen richtig sauer machen kann. Dazu siehe folgendes Video:
Norwegen fängt Wale.
Spanien mit seinem Stierkampf.
Was bleibt einem denn noch?
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Dez 27 2009
Ich hab noch eine Sache gefunden, bei der uns die Chinesen voraus sind, bzw. eine gute Idee, die ich hier noch nie gesehen habe. Dort wird einem, wenn man im Restaurant seine Jacke über seinen Stuhl hängt, diese mit einem Überzieher-Teil abgedeckt, damit keine üblen Gerüche oder herunterfliegenden Suppen hinkommen.
Wenn man mal von den vielen Wolkenkratzern absieht, hat Shanghai eigentlich keine wirklichen Sehenswürdigkeiten. Nur den Yu-Yuan-Garten könnte man nennen. Der ist wirklich schön, und obwohl nicht groß durchaus geeignet, sich darin zu verirren.
Das soll nicht heißen, dass Shanghai nicht sehenswert wäre. Aber wenn ich nochmal nach China kommen sollte, würde Shanghai nicht unbedingt auf meiner Reiseroute liegen (außer um einen Freund zu besuchen, der seit ein paar Monaten dort arbeitet, was ich allerdings erst erfahren hab, als ich schon wieder daheim war).
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Dez 17 2009
Heut ist die letze Nacht im Hotel Shangri-La, morgen gehts in die Jugendherberge. Schade, ich hätte mich daran gewöhnen können. Heute war ein sehr schöner Tag. Nach den Vorträgen war ich mit Anna im Yu-Garten, in einem der alten Wohnviertel, die sich noch inmitten der Hochhäuser gehalten haben und in einem wunderschön gemütlichen Teehaus.
Ich hab vor nicht allzulanger Zeit mal etwas über in Shanghai im Fernsehen gesehen. Genauer gesagt, etwas über den Straßenverkehr hier. Darauf dachte ich, mein Gott, wie soll ich hier jemals über die Straße kommen? Aber jetzt, wo ich hier bin, muss ich feststellen, das das hier eigentlich wirklich sehr angenehm ist für Fußgänger. Solange man die wichtigste Regel beachtet “Pass auf Taxis, Busse und Zweiräder auf!”, kann man hier eigentlich jederzeit sicher und ohne allzusehr aufpassen zu müssen über die Straße gehen. Das würd ich mich in der Form in Deutschland nie trauen.
Aber lustig ist es irgendwie schon, dass es hier an größeren Kreuzungen dann doch Verkehrspolizisten braucht, damit es zu keinem Chaos kommt.
Heut hab ich meine Kamera wieder hier, drum gibt es ein Foto vom Oriental Pearl Tower, dem hässlichsten der großen Gebäude in Shanghai. Irgendwie ist der Turm aber doch zum Wahrzeichen der Stadt avanciert.

Dabei gäbe es so viele andere tolle Hochhäuser, wie das Flaschenöffner-Hochhaus, die Leuchtende Blüte, das Hochhaus-Gerüst/Gerüst-Hochhaus usw… Weitere Fotos werden folgen.
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