Archiv für den Monat: Januar 2011

72 Stunden

Zweimal hab ich dort bei einem Gewinnspiel mitgemacht, beide Male hab ich gewonnen. Das erste Mal Karten für das Kurzfilmwochenende, und jetzt Karten für den Film “72 Stunden”. Ich verrat jetzt nicht, was das für Gewinnspiele sind, sonst machen da am Ende noch mehr Leute mit, und meine Gewinnchancen sinken…

“72 Stunden” ist aber wirklich ein sehr spannender, sehenswerter Film. Das ist ein Remake eines französischen Films, (“Ohne Schuld“), daher würd mich interessieren, wie das Original ist.

Das letzte Remake, das ich gesehen hab, (zumindest das letze Remake, von dem ich wusste, dass es eines ist) war The Fog   Nebel des Grauens. Ein furchtbar schlechter Film. Ok, nicht so schlecht wie Black Forest, aber jedenfalls unbedingt zu meiden.

Bei Russel Crowe, der die Hauptrolle in “72 Stunden” spielt, muss ich immer an ihn in seiner Rolle in A Beautiful Mind denken. Ein bisschen doof, wenn man Schauspieler immer mit einer bestimmten Rolle verbindet…

Mini-Ticket

Zweimal nachgefragt, zweimal unterschiedliche und falsche Auskunft erhalten. Was soll man davon halten?

Es geht um das vergangenes Jahr eingeführte Mini-Ticket der öffentlichen Verkehrsbetriebe in Augsburg. Damit sollte das Problem behoben werden, dass man teilweise für nur ein oder zwei Stationen schon Preisstufe 2 zahlen musste, weil die Fahrt dummerweise über die Grenze von Zone 10 und Zone 20 führt. Damit zahlt man dann zwar immer noch mehr als für Fahrt der Preisstufe 1, aber immerhin weniger als bisher.

Dafür kann man mit dem Mini-Ticket auch ganz schön weit fahren, wenn man sich mal den Liniennetzplan (PDF) ansieht. Innerhalb der gelb hinterlegten Bereiche kann man mit dem Ticket fahren, also etwa vom Stephingerberg zur Chemnitzer Straße, was immerhin eine knappe halbe Stunde dauert.

So ist es jedenfalls, wenn man dem Glauben schenkt, was in den Gemeinsamen Beförderungsbedingungen der im Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund AVV
zusammenwirkenden Verkehrsunternehmen (PDF)
steht. Also, wenn man das Mini-Ticket so versteht, wie es auch irgendwie einleuchtend ist: dass man damit eben innerhalb der gelben Bereiche fahren kann, wie man will (Rück- und Rundfahrten natürlich ausgeschlossen). Allerdings wurden mir von zwei Busfahrern bisher zwei widersprüchliche (und falsche) Auskünfte zum Mini-Ticket gegeben:

Einer sagte mir, mit dem Ticket könne man nur zwei Stationen fahren. Ein anderer sagte mir, man dürfe nur bis zu der Haltestelle hinter der nächsten Zonengrenze fahren, also vom Stephinger Berg nur bis zum Oberhauser Bahnhof. Beides ist natürlich Unsinn, weil nicht von den Tarifbestimmungen gedeckt. Zweiteres ist sogar noch unsinniger, weil die nächste Haltestelle vom Stephinger Berg aus, die hinter einer Zonengrenze liegt, der Bärenwirt ist… Im Flugblatt (PDF), das damals zur Einführung des Mini-Tickets verteilt wurde, sind sogar zwei Beispiele drin, die diese beiden Interpretationen widerlegen.

Naja, seitdem bin ich immer gespannt, wenn ich mir ein Mini-Ticket bei einem Busfahrer kaufen muss, ob ich nicht noch eine neue Interpretation des Tarifs präsentiert bekomme.

Himmel und Hölle

Und noch was Schönes von rebel:art:

Street art Berlin "hopscotch"

Bild von Mr Talion

Lustige Anschläge

Ich hatte ja letztens schon bemerkt, dass ich öfters mal bei rebel:art vorbeischauen sollte. Und es hat sich mal wieder gelohnt.

Phil Jones hat nämlich ein paar sehr lustige Anschläge angebracht, zum Beispiel diese:


Mehr davon gibt es hier.

Bilder von Phil Jones

Lückentext

Was Austin Kleon mit Zeitungen und einem Schwarzen Stift macht, nämlich Gedichte dadurch entstehen lassen, indem er die Zeitungsseite schwarz färbt und nurnoch einzelne Wörter übrig lässt, das macht Jonathan Safran Foer in ähnlicher Form mit einem Buch und einer Schere, sozusagen. Daraus entstand sein Buch Tree of Codes.

Im Gegensatz zu den großteils schwarzen Seiten bei Kleon sind die Seiten hier großteils nicht vorhanden und lassen den Blick auf die dahinterliegenden Seiten und damit Wörter zu, was das Lesen wohl einerseits gewönungsbedürftig aber auch interessanter macht.

Hier gibts ein paar Bilder zur Produktion des Buchs.

Foto von Elena Torre unter CC-Lizenz Creative Commons Lizenzvertrag

Autonomie

Die Frage, ob wir einen freien Willen haben, ist alles andere als leicht zu beantworten. Insbesondere, da man zuerst genau klären müsste, was man eigentlich unter freiem Willen genau meint. Interessant fand ich daher, was ich gestern im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung über Studien zur Autonomie des Menschen gelesen habe.

Interessant war es, weil es den etwas schwammigen Begriff des freien Willens einschränkt auf die Fähigkeit, sich bei Entscheidungen nicht von den Entscheidungen anderer beeinflussen zu lassen. Ein Ergebnis einer der vorgestellten Studien ist, dass die Selbsteinschätzung unabhängig davon ist, wie autonom man letztendlich wirklich entscheidet.

Bei einer weiteren Studie bekamen die Probanden an einem Computer Bilder gezeigt mit schwarzen und weißen Bildpunkten. Sie mussten dann schnell entscheiden, ob links oder rechts mehr schwarze Punkte sind. Ganz schnell, ganz stur, ganz langweilig. Dann wurde die Aufgabe dahingehend abgeändert, dass den Probanden bei jedem Bild auch noch gezeigt wurde, wofür sich die Mehrheit der vorigen Probanden angeblich entschieden habe. Und dabei gab es eben die Leute, die sich nach der Mehrheit gerichtet haben. Und die, bei denen diese Zusatzinfo keine Veränderung bewirkte.

Da stellt die Autorin des Artikels (Franziska Augstein) die interessante Frage, ob die letztere Gruppe “die Leute [seien], die im Zweiten Weltkrieg schon aufgrund der Konstitution ihres Gehirns in der Lage gewesen wären, einen Juden oder Kommunisten auf dem Dachboden zu verstecken?”

Nicht so schnell, Bieber!

Lieder rückwärts abspielen, das kennt man. Lieder mit der falschen Geschwindigkeit abspielen, das kennt man von falsch eingestellten Plattenspielern. Aber 800- oder 1000-fach verlangsamte Lieder kannte ich bisher noch nicht. Über Spreeblick bin ich auf verschiedene Lieder gestoßen, die so verlangsamt wirklich gut klingen (teilweise wohl besser als im Originaltempo).

Zum Beispiel Justin Bieber mit U Smile.