Zweimal nachgefragt, zweimal unterschiedliche und falsche Auskunft erhalten. Was soll man davon halten?
Es geht um das vergangenes Jahr eingeführte Mini-Ticket der öffentlichen Verkehrsbetriebe in Augsburg. Damit sollte das Problem behoben werden, dass man teilweise für nur ein oder zwei Stationen schon Preisstufe 2 zahlen musste, weil die Fahrt dummerweise über die Grenze von Zone 10 und Zone 20 führt. Damit zahlt man dann zwar immer noch mehr als für Fahrt der Preisstufe 1, aber immerhin weniger als bisher.
Dafür kann man mit dem Mini-Ticket auch ganz schön weit fahren, wenn man sich mal den Liniennetzplan (PDF) ansieht. Innerhalb der gelb hinterlegten Bereiche kann man mit dem Ticket fahren, also etwa vom Stephingerberg zur Chemnitzer Straße, was immerhin eine knappe halbe Stunde dauert.
So ist es jedenfalls, wenn man dem Glauben schenkt, was in den Gemeinsamen Beförderungsbedingungen der im Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund AVV
zusammenwirkenden Verkehrsunternehmen (PDF) steht. Also, wenn man das Mini-Ticket so versteht, wie es auch irgendwie einleuchtend ist: dass man damit eben innerhalb der gelben Bereiche fahren kann, wie man will (Rück- und Rundfahrten natürlich ausgeschlossen). Allerdings wurden mir von zwei Busfahrern bisher zwei widersprüchliche (und falsche) Auskünfte zum Mini-Ticket gegeben:
Einer sagte mir, mit dem Ticket könne man nur zwei Stationen fahren. Ein anderer sagte mir, man dürfe nur bis zu der Haltestelle hinter der nächsten Zonengrenze fahren, also vom Stephinger Berg nur bis zum Oberhauser Bahnhof. Beides ist natürlich Unsinn, weil nicht von den Tarifbestimmungen gedeckt. Zweiteres ist sogar noch unsinniger, weil die nächste Haltestelle vom Stephinger Berg aus, die hinter einer Zonengrenze liegt, der Bärenwirt ist… Im Flugblatt (PDF), das damals zur Einführung des Mini-Tickets verteilt wurde, sind sogar zwei Beispiele drin, die diese beiden Interpretationen widerlegen.
Naja, seitdem bin ich immer gespannt, wenn ich mir ein Mini-Ticket bei einem Busfahrer kaufen muss, ob ich nicht noch eine neue Interpretation des Tarifs präsentiert bekomme.
Zweimal nachgefragt, zweimal unterschiedliche und falsche Auskunft erhalten. Was soll man davon halten? Es geht um das vergangenes Jahr eingeführte Mini-Ticket der öffentlichen Verkehrsbetriebe in Augsburg. Damit sollte das Problem...