Archiv für den Monat: Juni 2010

Baumgemälde

Laut den Kommentaren auf rebel:art ist das zwar anscheinend keine neue Idee, aber, wie ich finde, eine sehr interessante. Wenn man schon einerseits Computer und Tiere Bilder malen lässt, und andererseits mit Pflanzen redet und Bäume umarmt, wieso lässt man dann nicht Bäume Bilder malen? Tut man. Hier zum Beispiel:

Bild von Tim Knowles.

Feuerfrosch

Hab ich schon mal was über Tim O’Brien geschrieben? Bestimmt. Aber der 175cm große, rechtshändige Mittelgewicht-Illustrator/Portraitmaler/Vater/Ehemann, wie er sich auf drawger.com beschreibt, malt einfach tolle Bilder. Und er stellt sie mitsamt Entstehungsgeschichte und Skizzen ins Netz, was sehr interessant ist!

Hier gibt es zum Beispiel einen Feuerfrosch zu sehen (vollständiges Bild, Skizzen und Entstehungsgeschichte gibts nach Klick auf das Bild):

Feuerfrosch von Tim O’Brien.

GEZ und Kulturflatrate

Die Diskussion um eine Kulturflatrate läuft ja jetzt schon ein paar Jährchen. Aber die kürzlich beschlossene Änderung der GEZ-Gebühren-Struktur ließ mich mal wieder darüber nachdenken. Falls es jemand nicht mitbekommen haben sollte, die GEZ wird ab 2013 geräteunabhängig erhoben, d.h. jeder Haushalt muss zahlen, egal ob ein Fernsehgerät, ein Radio, ein PC oder ein internetfähiger Toaster vorhanden ist. Siehe z.B. diesen Artikel auf Basic Thinking.

Das kommt ja einer Kulturflatrate schon irgendwie nahe. Zwar nur beschränkt auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, aber dennoch… Und ich muss sagen, ich finde die Idee einer Kulturflatrate gar nicht so übel — unter ein paar Voraussetzungen und Bedingungen, die ich gleich erläutern werde. Fefe schreibt auf seinem Blog dazu ganz treffend:

So machen wir das auch überall sonst, wenn es um Kulturgüter geht. Bibliotheken, Theater, Oper, Kleinkunst, das finanzieren wir alles über Steuern. Jeder zahlt das. Nur ein Bruchteil der Bevölkerung nutzt es. (Falls jetzt jemand einwenden will, dass man bei der Oper Eintritt zahlt: das bezahlt wenn es hochkommt die Putzkolonne und vielleicht noch die Heizung.) Und das ist gut so.

Denn wenn man es so macht, dass nur Leute, die es nutzen, dafür zahlen, dann haben Leute einen Anreiz, es nicht zu nutzen, weil sie glauben, dann Geld sparen zu können. Und so stürzen Leute in die Verblödung ab. Oder mal anders formuliert: in die selbstverschuldete Unmündigkeit. Das ist das Gegenteil dessen, was wir erreichen wollen.

Ich finde allerdings, dass die GEZ dann auch als eine Art Kulturflatrate deklariert werden sollte, oder als eine Art Steuer, und nicht als Gebühr. Aber das sind mehr Wortklaubereien.

Zwei Sachen sollte man klären, bevor es eine Kulturflatrate gibt. Nein, formulieren wir es anders: Bei zwei Dingen bin ich mir nicht ganz im Klaren, wie eine Kulturflatrate denn aussehen sollte. Und eigentlich sind das genau die zwei Dinge die eine Kulturflatrate ausmachen. Einmal der freie Zugang zu Musik und andere digitalen Kulturobjekte. Und zweitens die Vergütung der Künstler.

Was sollte denn alles von einer Kulturflatrate betroffen sein? Sämtliche Musik? Sämtliche Filme? Rückwirkend alles was bisher veröffentlicht wurde? Und sollten nur bestimmte autorisierte Download-Seiten betroffen sein, oder sämtliche Kommunikation übers Internet? Da gibt es doch eigentlich nur zwei machbare Lösungen:

  • Entweder komplett alles ist frei verfügbar über alle Kanäle,
  • oder nur (wie auch immer) ausgewählte Inhalte sind frei verfügbar über bestimmte Downloadportale.

Alles andere würde in unnötigen oder unstemmbaren Aufwand ausarten.

Die zweite Sache – die Vergütung. Irgendwie müssen die Künstler ja an ihr wohlverdientes Geld kommen. Und das ganze möglichst gerecht. Gerecht heißt hier wohl proportional zur Menge der Downloads, oder? Vielleicht gibt es noch ein besseres Modell, aber nehmen wir mal dieses an. Da haben wir gleich wieder zwei Probleme: Wie findet man heraus, wie oft ein Stück heruntergeladen wurde? Und wie verhindert man Mussbrauch?

Wie man herausfindet, wie oft ein Stück heruntergeladen wurde, hängt natürlich davon ab, welche Variante von den beiden oben genannten gewählt wurde. Wenn alle Downloadarten unter die Kulturflatrate fallen, dann helfen wohl nur irgendwelche Heuristiken zur Popularität des Künstlers und des Stücks. Wenn man Downloads nur über bestimmte Kanäle zulässt, dann lässt sich das leichter und genauer bestimmen.

Missbrauchen lässt sich das ganze aber in beiden Varianten. Wenn bekannt ist, wie die Heuristiken bestimmt werden, dann kann man auch künstlich dafür sorgen, dass ein Künstler beliebter erscheint, als er in Wirklichkeit ist, genauso wie man bspw. das Google-Ranking beeinflussen kann. Bei der zweiten Variante könnte ein “Künstler” z.B. unzählige Stücke ohne besondere Schöpfungshöhe automatisiert erstellen, und dafür sorgen, dass sie heruntergeladen werden (Bot-Netze, Fake-Accounts, wieauchimmer). Wollte man letzteres aber verhindern, müsste man Künstler aus dem Ganzen aussperren, was aber fast Zensur gleichkommt.

Irgendwie funktioniert das in meinem Kopf noch nicht… Vielleicht finden ja aber andere Leute eine gangbare Lösung.

Sommernachtskonzert mit dem Salonorchester Con Sentimento

Etwas Werbung in eigener Sache:

Es stehen wieder zwei Konzerte des Salonorchesters Con Sentimento an, in dem ich Akkordeon spiele. Und zwar:

Sonntag, 27. Juni 2010, 19:30 Uhr im Hof der Helen-Keller-Schule, Dinkelscherben. Bei Schlechtwetter in der Aula.

Freitag, 9. Juli 2010, 19:30 Uhr im Hof der Seniorenwohnanlage am Mitterfeld, Gessertshausen. Bei Schlechtwetter in der Aula der Grundschule von Gessertshausen.

Eintritt ist bei beiden Konzerten frei.

Als Solisten sind diesmal mit dabei:

  • Katharina Müller, Sopran
  • Johanna Sikasa, Alt
  • Dominik Domes, Saxophon

Es werden Stücke zu hören sein von: Glinka, Grothe, Lehar, Hamilton, Gershwin, Rota, Donizetti, Alonso, Hollaender, Scott, Strauß, Rixner, Flotow. (sagt jedenfalls der Flyer… :D )

Kulikunst

Kunst mit Kulis. Sehr cool. Gefunden bei Spreeblick.

Das ist von Paul Alexander Thornton.

Planeten und Vulkane

Sehr schöne Merkregel für die Namen und Reihenfolge unserer Planeten:

Funny graphs and charts
gefunden auf Graph Jam

Das stammt ursprünglich von Fake Science, wo auch die ein oder andere Perle zu finden ist. Zum Beispiel diese hier:

Wie Vulkane funktionieren

Austin Kleon

Das ist auch eine schöne Art von Poesie, die Austin Kleon da praktiziert. Über Spreeblick bin ich auf sein Buch Newspaper Blackout gestoßen.

Kleon nimmt darin Zeitungsseiten, und schwärzt sie, sodass nur noch einige Wörter übrigbleiben. Hier eine Seite aus seinem Buch:

Das ist wie ein Bildhauer, der aus einem Block Marmor ein Kunstwerk schafft, indem er einfach alles weghaut, was nicht zur Statue gehört. :)

Bilder von Austin Kleon unter Creative-Commons-Lizenz Creative Commons License