Archiv für den Monat: Februar 2010

Rutschen

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Dazu fällt mir ein, dass ich kürzlich ein Loch in meine Badehose gerutscht bin. Da hat sich einfach ein kleines Loch hineingebrannt. Und in meinen Hintern gleich auch mit… :D

Dazu passend auch: “Bußgeld für angerissenen Zeh”

Demos in Augsburg

Heute habe ich versucht, aus der Stadt nach Hause zu kommen. Dummerweise hatte ich vergessen, dass heute ja die Nazi-Demo war und die Gegendemo und der Aktionstag Vielfalt in der Friedesstadt, und was auch immer noch. Aber selbst wenn ich daran gedacht hätte, hätte ich nicht gedacht, dass dadurch der gesamte öffentliche Nahverkehr zum erliegen kommt, zumindest der in Richtung Norden.

Meine Vorstellung des Genehmigunsverfahrens einer Demo ist die folgende: Der Antrag wird gestellt und geprüft. Insbesondere wird der geplante Weg geprüft, den der Demonstrationszug nehmen soll. Da schaut man dann unter anderem, welchen Einfluss das auf den Straßenverkehr hat, vielleicht auch in Rücksprache mit Polizei und den Verkehrsbetriebe, und ändert den Verlauf gegebenenfalls ab. Wie auch immer, jedenfalls hätte ich gedacht, dass spätestens nach der Genehmigung der Demo die Verkehrsbetriebe über den geplanten Verlauf informiert werden, damit diese sich um einen Ersatzfahrplan kümmern können. Soweit meine Vorstellung.

Die Realität sah so aus: Ich sitz am Moritzplatz und es kommt eine Durchsage, dass die Linie 2 auf der Strecke durch Busse ersetzt wird. Ok, warte ich ein bisschen. Es kommt nix. Auf der Tafel steht bei der Linie 2 “kein Betrieb”. Hm… Na gut, lauf ich halt zum Kö, vielleicht fahren die Busse über die Strecke der Linie 4. Am Kö steht an den Tafeln bei der Linie 2 auch “kein Betrieb”. Da denk ich mir, fahr ich eben mit der Linie 4 bis zur Wertachbrücke und lauf von da aus heim. Da ist mir erst aufgefallen, dass anscheinend nichts mehr fuhr. Fast überall stand “kein Betrieb”. Ok, lauf ich eben zur City-Galerie und fahr mit dem 35er. Aber da unten fuhr auch nix.

Irgendwas muss da gründlich schiefgelaufen sein. Entweder die Genehmigung der Demo-Strecken, oder der (nicht wirklich vorhandene) Ersatzplan der Stadtwerke, oder wasweißich.

Auf besagtem Aktionstag Vielfalt in der Friedesstadt war ich auch kurz. Ein paar Fressstände, ein bisschen Parteiwerbung, und Kinderbespaßung vom Abenteuerspielplatz. Dazu live-Musik und ein paar Leute die mit Bratwurstsemmeln in der Sonne stehen. Im Flyer dazu heißt es:

Wir müssen aktiv werden und deutlich machen, dass Augsburg kein Ort extremer politischer Agitation ist. Mit dem Aktionstag “Vielfalt in der Friedensstadt” auf dem Rathausplatz und weiteren Plätzen in der Innenstadt wollen wir dafür ein Zeichen setzen.

Ah ja, dazu passen natürlich Parteiwerbung und Imbissbuden. :D

Aber vielleicht bin ich auch nur zu müde und von dem Chaos im öffentlichen Nahverker zu gestresst, um das richtig zu würdigen… Jetzt leg ich mich erstmal schlafen…

Widersprüche in der neuen Straßenverkehrsordnung

Es ist sehr beruhigend, dass nicht nur ich die Übergangsregelung in der neuen Version der Straßenverkehrsordnung widersprüchlich finde, die die Änderung, welche Ampel Radfahrer beachten müssen, wenn keine Radfahrerampel vorhanden ist, bis 2012 aussetzt. Auch der ADFC bestätigt das Problem. Mehr noch. Dort heißt es:

Angebliche Verstöße von Radfahrern, die auf Radwegen jetzt schon bei grüner Fahrbahnampel fahren und das Rotlicht der Fußgängerampel ignorieren, können nach Auffassung des ADFC wegen der inhaltlichen Widersprüchlichkeit der Übergangsvorschrift nicht mit einem Bußgeld geahndet werden.

Herausfordern würde ich es (auch wegen der Unfallgefahr) jetzt aber nicht unbedingt…

Image: FreeDigitalPhotos.net

Replikator

Solche 3D-Drucker gibt es ja schon länger. Ich hab mich immer gefragt, wozu man das denn eigentlich wirklich braucht. Aber der Artikel auf netzpolitik.org hat mir die Augen geöffnet, sozusagen. Dort wird der elektrische Reporter zitiert:

Plötzlich unterliegen reale Gegenstände den selben Gesetzen wie digitale Güter: Droht den Herstellern von Gebrauchsgegenständen und Ersatzteilen das gleiche Schicksal wie der Musikindustrie?

Jetzt weiß ich, was solche 3D-Drucker sind: Replikatoren. Ok, es sind keine Replikatoren, ich weiß. Aber irgendwie schon. :)

Seltsame Tomatensuppe

Letzten Sonntag hab ich groß aufgekocht… ein 4-Gänge-Menü für Anna (meine Freundin).

Hat eigentlich ganz gut geklappt alles, nur die Tomatensuppe hatte irgendwie nicht viel von einer Suppe… Sah mehr wie ein Tomatensalat aus. Vielleicht hätt ich das ganze noch pürieren sollen. Aber ich mach doch nix, was nicht im Rezept steht… :D Aber hat sehr gut geschmeckt.

Die Zitronenhäppchen waren auch ganz lecker, auch wenn ich bei den eingelegten Zitronen improvisieren musste und die Häppchen leider etwas zerbröselt sind. Dafür war Anna ganz vom Rosa Pfeffer begeistert, den sie (wie ich) vorher nicht kannte.

Das Hauptgericht, Rindersteak mit Ingwer, gelang zufälligerweise auch sehr gut, da ich mich nicht an das Rezept gehalten hab und etwas dickere Steak-Scheiben genommen habe.

Und zum Nachtisch noch karamelisiserte Birnen… mjam…

Ich hätte Fotos machen sollen, schade.

Sexualität und Priesterausbildung

Gestern abend habe ich auf Deutschlandradio Kultur ein ganz interessantes Interview mit dem emeritierten Theologieprofessor Hermann Häring zu den aktuellen Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche gehört.

Darin befasst sich Häring u.a. mit dem Zusammenhang zum Kirchenrecht und den Staatskirchenverträgen. Er erklärt, wieso die jetzt aufkommenden Missbrauchsfälle großteils in den 60er- und 70er-Jahren geschehen sind, und was das Ganze mit der Priesterausbildung zu tun hat.

Zum Schluss fordert er, die “Priesterausbildung, die muss offensiv und ganz ausdrücklich die Frage der Sexualität angehen”, und die “Studenten, die Kandidaten müssen auf Sexualität angewiesen werden, sie müssen sich persönlichen psychologischen sozusagen Untersuchungen, Analysen stellen, um über sich selber Klarheit bekommen”. Außerdem glaubt Häring, “dass das alles letztlich nicht konsequent zum Erfolg führt, wenn man nicht endlich über den Zölibat redet”.

Das ganze Interview gibt es hier nachzulesen oder hier anzuhören:
Interview auf Deutschlandradio Kultur mit Hermann Häring

Tatort

Heute morgen hätte ich beinahe einen Tatort verwüstet.

Ich war beim Joggen, die Wertach entlang, da seh ich ein Polizeiauto auf dem Fußweg stehen, und noch eines daneben in der Wiese. Na gut, dann lauf ich eben an dem Auto vorbei. Platz war genug, und der Polizist im Auto hat die Tür noch ein bisschen weiter geschlossen, damit ich besser vorbeikomme. Hinter dem Auto standen vier weitere Polizisten etwas planlos (so schien es mir) in der Gegend herum, einer telefonierte (irgendwas mit einem gespaltenen Rundholz hat er gesagt).

Jedenfalls habe ich dann gerade noch den am Boden liegenden Inhalt eines Geldbeutels gesehen und konnte mit einem kleinen Sprung verhindern draufzutreten.

Als ich später zurückjoggte, hatten die Polizisten den Weg abgesperrt, und einer suchte mit einem Hund nach Spuren. Vielleicht ist er auch nur Gassi gegangen, keine Ahnung.

Vor der Absperrung habe ich dann eine Frau getroffen, und mich kurz über den Polizeieinsatz unterhalten. Sie sagte dann den schönen Satz “Hoffentlich ist es keiner von den Unseren”. Die Unseren und die Anderen… Ja, so kann man die Welt einteilen… :D

Update: Schwerverletzer in Augsburg entdeckt