Archiv für den Monat: November 2009

Lego-Matrix und verwirrende Supermärkte

Gerade bin ich bei Werbeblogger auf ein (leider nur anderthalb Minuten dauerndes) Video, in dem eine Szene aus Matrix auf wirklich geile Weise mit Lego nachgestellt wurde. Das Video und ein Making Of gibts hier.

Vorhin war ich im Netto, der hier um die Ecke am Oberhauser Bahnhof kürzlich neu aufgemacht hat. Und ich war erstmal ziemlich verwirrt vom Aufbau des Supermarkts. Erstens ist der Eingangsbereich offen, d.h. man kann direkt vom Eingang zur Kasse gehen, ohne sich durch Regale schlängeln zu müssen. Außerdem ist die Laufrichtung im Uhrzeigersinn, und nicht wie sonst üblich dagegen. Die Anordnung der Ware fand ich auch einigermaßen verwirrend. Ich musste ziemlich lange nach den Cornflakes suchen (die kurz vor der Kasse standen). Naja, vielleicht gewöhn ich mich ja noch daran… Der Laden sieht jedenfalls deutlich besser aus als der Plus, der vorher drin war.

Blaskapellenproteste

Gestern war ich in München, um mein Visum zu beantragen. Das ging soweit auch ganz problemlos, der Mann am Schalter war nur etwas penibel, was das Ausfüllen des Antrags anging. Aber das kennt man von deutschen Behörden ja auch nicht anders. Ich erinnere mich da an einen BAföG-Antrag, den ich zurückbekommen habe, weil ich nicht in jedes nicht zutreffende Einkommensfeld eine Null hineingeschrieben habe.

Andererseits hab ich auch mal ein Formular in die Hände bekommen, wo die wohl irgendwas mit den Geburtsdaten verwechselt hatten; und da sollte ich dann angeben, was ich denn in den 60er Jahren so gemacht hätte, oder so ähnlich. Irgend ein weiterer Fehler war auch noch auf dem Formblatt, ich kann mich nicht mehr so genau erinnern. Jedenfalls habe ich dann versucht, das Formular so wahrheitsgemäß wie möglich auszufüllen, was mir sehr viel Spaß bereitet hat… :D

Apropos wahrheitsgemäß ausfüllen. Da bin ich kürzlich über ein Web-Formular gestolpert, wo stand, man solle die Daten so eintragen, wie sie im Personalausweis stehen. Ok, hab ich gemacht. Ich bekam darauf die Fehlermeldung, dass die Postleitzahl fehle. Aber die steht doch nicht auf dem Perso! Da war ich dann ratlos… ;) Nein, ich bin nicht kleinlich…

Aber zurück zu München. Es war wunderschönes Wetter, drum haben wir den aus den Trümmern des 2. Weltkriegs zusammengeschütteten Olympiaberg erklommen und die Stadt und die Alpen bewundert. Und den Bagger, der den Schlamm im Olympiasee von A nach B geschaufelt hat.

Auf dem Weg dorthin mussten wir leider feststellen, dass der Münchner Christkindlmarkt erst am Freitag aufmacht. Der Augsburger hat schon seit letztem Wochenende auf… Naja. Dafür haben wir später eine Studentendemo entdeckt, die über die Ludwigstraße gezogen ist. Sowas hab ich noch nicht gesehen: Eine Studentendemo mit Blaskapelle… Naja, München halt… :D

Leckeren Schweinebraten gabs am Ende natürlich auch.

Veni, vidi, visum

Heut fahr ich nach München ins Generalkonsulat der Volksrepublik China. Ich brauch nämlich ein Visum. In zweieinhalb Wochen flieg ich nämlich nach Shanghai auf eine Konferenz. Aber ein bisschen Zeit wird auch noch bleiben, mir das Städtchen anzuschauen. :D

augsburgr.de

Nachdem die Augsburger Allgemeine heute meldete, dass die Stadt Augsburg einen Blogger abmahnte, weil er sich erkundigt hatte, ob er die Domain augsburgr.de für einen Blog verwenden dürfe, verbreitete sich die Nachricht schnell über Twitter (z.B. hier) und in Blogs (z.B. bei Tara und im Provinzblog).

Mal ganz abgesehen von der Unverhältnismäßigkeit der Reaktion unserer Stadt wundert mich, dass man mit der reinen Reservierung einer Domain schon Gefahr läuft, kostenpflichtig abgemahnt zu werden. Dass man die Domain im Zweifel abgeben oder kündigen muss, klar. Dass man in Teufels Küche kommen kann, wenn man die Domain schon zum Schaden dessen verwendet hat, der das Recht am Namen der Domain besitzt, klar. Aber so…? Das beste ist ja, dass die Stadt Michael Fleischmann nur deswegen draufgekommen ist, weil er sich erkundigt hat, ob er die Domain verwenden darf, (und dass es genug andere Domains mit “Augsburg” im Namen gibt, die fragwürdigere Inhalte haben). Aber ich bin ja kein Jurist…

Das nächste Mal, wenn ich bei der Stadt etwas beantrage oder frage, ziehe ich vorher wohl lieber einen Anwalt zu Rate… (siehe auch mein Kommentar bei Tara :D )

Update: Jetzt wird auch schon bei netzpolitik.org und gulli.com darüber geschrieben. Und außerdem noch hier, hier, hier und hier.

Update 2: Es zieht immer weitere Kreise. Jetzt gibts beim Werbeblogger ein Interview mit Michael zu hören. Und Caschy, der wohl froh sein dürfte, nicht in Augsburg zu wohnen, bei seiner Domain stadt-bremerhaven.de, schreibt auch darüber.

Update 3: Wie konnte ich diesen Artikel übersehen? Sorry, Vötzi!

Update 4: Ein letztes Update noch. Whatsyourplace hat auch noch eine schöne Link- und Zizatsammlung (und die schöne Idee der virtuellen Besetzung des Rathauses…).

Farmville und gefährliche Spiele

Eins vorneweg: Es geht hier nicht um die Klage gegen Facebook und den Farmville-Betreiber Zynga, insbesondere bezieht sich das “gefährliche Spiele” im Titel nicht auf “Farmville”.

Es bezieht sich in Wirklichkeit auf ein Spiel, das mir am Wochenende großflächige und zahlreiche blaue Flecken am Rücken eingebracht hat. Ich hab mal ein bisschen recherchiert, und das Spiel wird im Internet unter dem Namen “Küssen verboten” gehandelt und für Kinder ab 14 Jahren empfohlen. Ich würde das Spiel sowohl inhaltlich als auch wegen der großen Verletzungsgefahr niemals mit so jungen Kindern spielen. Wobei… vielleicht artet das Spiel bei Kindern, gerade weil sie sich vielleicht zieren, sich auf die Wange zu küssen, nicht so sehr in Raufereien aus… Aber ich habe das Spiel noch gar nicht erklärt.

Man braucht viele Leute (mindestens 8 würd ich sagen) mit möglichst gleichmäßiger Geschlechterverteilung. Die Mädels werden durchnumeriert von 1 bis wievielauchimmer, und die Jungs bekommen Buchstaben von A bis wasauchimmer. Man sitzt im Kreis am Boden, einer sitzt in der Mitte. Sagen wir mal, ein Junge sitzt in der Mitte. Dann sagt der eine Buchstaben-Zahl-Kombination (natürlich nicht seinen eigenen Buchstaben). Das somit aufgerufene Mädel muss nun den Jungen in der Mitte küssen, während der aufgerufene Junge das Mädel küssen muss, bevor sie ihr Ziel erreicht hat. Der in der Mitte darf sich nicht wehren. Der der nicht zuerst seinen Kuss ans Ziel gebracht hat, muss in die Mitte.

Das Spiel ist verdammt lustig, aber wie gesagt auch sehr verletzungsträchtig…

Heut in der Mensa, als ich von dem Spiel erzählte, wurde ich schon gefragt, wo man denn sowas spielt. Bei den Pfadfindern natürlich, wo denn sonst… Und wenn man ein Forbildungswochenende zum Thema 1. Hilfe macht, dann muss man natürlich auch was spielen, wo man sich verletzen kann. :D Es hat mich auch nicht gewundert, dass ich bei der Recherche nach diesem Spiel auch gleich auf eine Seite des VCP Taunusstein gestoßen bin.

Auf diesem Wochenende hab ich was erschreckendes festgestellt: Ich gehöre zu einer Minderheit. Zu der Minderheit derer, die nicht Farmville spielen. Ich hab zum Glück recht früh beschlossen, alle Anwendungseinladungen bei Facebook pauschal zu ignorieren. Sonst würd ich ja zu gar nichts mehr kommen. Außerdem musste ich feststellen, dass ich inzwischen schon zu den “Senioren” der Leiter im Diözesanverband Augsburg der DPSG gehöre, was sich darin äußert, dass ich die Titelmelodie der Schwarzwaldklinik richtig zuordnen kann und Rio Reisers König von Deutschland kenne.

Jetzt aber zurück an die Arbeit. Mit Blogs kann man auch Zeit verschwenden, genau wie mit Farmville.

Der Schwarm

Über das Meinungs-Blog bin ich gerade auf folgendes Video gestoßen, in dem ein riesiger Schwarm Stare zu sehen ist. Es ist wirklich beeindruckend, wie dieser Schwarm wie ein einziges großes Wesen wirkt, das durch den Himmel wabert und zuckt. Irgendwo hab ich mal gelesen, dass sich solches Schwarmverhalten sehr leicht modellieren lässt mit nur zwei oder drei Regeln für den einzelnen Vogel. Irgendwie sowas wie “flieg so schnell wie deine Nachbarn aber komm ihnen nicht zu nahe”, oder so… Aber hier das Video:

Heute bei XKCD

Heute bei XKCD:

Das erinnert mich daran, dass ich noch die BBC-Verfilmung von Narnia hier auf DVD rumliegen hab. Die muss ich mal noch anschauen… :D