In Bachelor-Berufsschule: induktiv 1 hat noch ein Punkt gefehlt, nämlich das das Studium durch die Umstellung auf denn Bachelor zu sehr verschult worden sei. Dabei will ich mich hier nur auf das stützen, was ich selbst erlebt, geträumt oder mir ausgemalt habe; was andere Quellen zu alledem sagen, kommt dann demnächst.
Ein Punkt, den ich, obwohl ich noch im Diplomstudiengang angefangen habe, hautnah miterlebt habe, da die Prüfungsordnung schon dahingehend geändert wurde, sind die studienbegleitenden Prüfungen. Die fand ich gar nicht so schlecht, allerdings macht das das Studium durchaus schulähnlicher. Man braucht nur noch den Stoff eines Semesters für die Prüfung zu lernen, danach kann man ihn getrost vergessen. Vorher musste man den Stoff von mehreren Semestern noch mal pauken für die eine große Prüfung. So bekämen die Studenten mit den studienbegleitenden Prüfungen nicht den großen Überblick über ihr Fach, hört man Leute sagen.
Ich glaube, dass das nicht stimmt. Zunächst ist es zumindest in der Mathematik so, dass die späteren Vorlesungen auf den vorherigen aufbauen, wodurch man sich schon automatisch immer mehr einen Überblick verschafft. Außerdem kann man bspw. die Algebra selbst, also um ihrer selbst willen, eingehend studieren, oder sie lediglich als Hilfsmittel für andere Teilbereiche der Mathematik verwenden; und da eine Wertung vorzunehmen, halte ich für vermessen. Andererseits hänge es vor allem von den Studenten selbst ab, wie viel sie von den Vorlesungen und Prüfungen mitnehmen. Sie können auf die studienbegleitenden Prüfungen lernen und danach alles vergessen; sie können aber auch durch die regelmäßigen Prüfungen immer wieder ihr Wissen testen und festigen, und so sich immer mehr Überblick verschaffen. Sie können auf die Vordiplomsprüfung lernen, dabei sich auf das Wesentliche konzentrieren (da eh nicht alles im Detail geprüft werden kann und wird) und nach der Prüfung das meiste wieder vergessen; sie können aber auch… ihr wisst, worauf ich hinauswill. Also: ja, dadurch wird das Studium verschulter, aber ich finde das (abhängig vom Studiengang vielleicht) nicht schlecht.
Man hört, dass die Studenten im Bachelorstudiengang weniger Möglichkeiten haben, ihre Studieninhalte selbst zu wählen. Na gut, klar, das Bachelorstudium ist kürzer, ist also wohl auch gestraffter und weniger flexibel, denk ich mir. Ich werd mal noch die Prüfungsordnungen studieren und vergleichen… Dazu an späterer Stelle mehr.
Psycho hat in seinem Kommentar noch einen anderen Punkt der Verschulung angesprochen:
die Verschulung in dem Sinne, dass mittels ausreichend großem Personalstab der einzelne Student seinem Lehrpersonal ausreichend bekannt ist, dass dieses auch mal rechtzeitig ungefragte Hilfestellungen geben kann, wenn es sie für nötig hält, ist der eine Faden der Verschulungsdiskussion
Das hätte ich jetzt nicht als Verschulung bezeichnet, und ich sehe nicht, wie das mit dem Bachelorstudiengang zusammenhängt. Vielleicht wird mir das klarer in der Recherche zum deduktiven Teil dieser Bachelor-Berufsschulen-Reihe.

[...] kleiner Nachtrag vorab zu Bachelor-Berufsschule: induktiv 2: Ich habe ganz vergessen, im Zusammenhang zur Verschulung des Studiums durch Einführung des [...]