Von einem Artikel auf sueddeutsche.de inspiriert, bei dem es um die Stellung und die fragwürdige Macht der First Lady der USA geht, der Frau, die “niemand gewählt [hat], doch irgendwie auch jeder”, kam mir die Frage, ob man nicht irgendwie unterbinden sollte, dass Ehefrauen ihre Politikermänner beeinflussen, da sie ja schließlich nicht vom Volk gewählt sind. Man könnte eine solche Beeinflussung ja sogar als Bestechung auslegen. Vermutlich ist das alles Unsinn, aber die Idee eines Zölibats für Politiker machte mich dennoch schmunzeln.

Jetzt muss ich schon mal noch was klarstellen: Natürlich ist es Bestechung, manchmal. Aber deswegen ein Zölibat zu fordern, tsts.
Schlimmer ist aber doch die ständige Beeinflussung, die einem in Entscheidungspositionen zuteil wird. Man hat keine Zeit, mal selbst etwas zu überlegen und verlässt sich ständig auf “Analysen” von anderen, die ja ausschließlich subjektiv gefärbt sind.
Vor diesem Hintergrund ist es wohl nicht so schlimm, mal wegen eines falschen Abstimmungsverhaltens ein wenig Sexentzug zu bekommen. Sex ist käuflich, eine eigene Meinung nicht.