Archiv für den Monat: Januar 2009

Gif-sur-Yvette – Tag 5

Dieser Artikel ist Teil 5 in der Reihe Gif-sur-Yvette

Wie ich gestern schon geschrieben hatte, war heute ja Streik, d.h. es sind keine S-Bahnen von Paris nach Gif gefahren. Darum hatten wir heute frei.

Heute vormittag war es ziemlich frostig, wie man vielleicht auf folgendem Foto sieht, das die Aussicht aus meinem Hotelzimmer zeigt.

Ich bin dann ein bisschen in Gif spazieren gegangen, durch die Parks und Wanderwege. Allerdings wars mir dann doch zu kalt und ich bin wieder ins Hotel und hab ein bisschen gearbeitet an meiner Dissertation. Irgendwann ist dann aber doch die Sonne rausgekommen, und ich bin nochmal raus und hab ein paar Fotos gemacht:



Dann war ich noch beim Lidl und hab mir was Süßes und ne Cola gekauft… :)

Es ist ein bisschen schade, dass die Organisatoren der Graduiertenschule nicht ein Hotel ausgesucht haben, sondern gleich eine ganze Handvoll empfohlen haben. Dadurch zerstreut sich das Ganze nach den Vorlesungen immer ziemlich schnell, zumal die Hotels auch recht weit auseinanderliegen. Und irgendwie hab ich ein Hotel erwischt, wo sonst niemand ist. Hm… :) Naja, ich hab auch nichts gegen einsame Hotelabende einzuwenden. Hab ja Internet und außerdem genug Arbeit neben mir liegen…

Morgen fangen wir schon eine halbe Stunde früher an (auch eine Folge der streikbedingten Vorlesungsverschiebungen). Da fällt mir ein, ich sollte mein Handy laden, damit es mich rechtzeitig wecken kann…

Gif-sur-Yvette – Tag 3 und 4

Dieser Artikel ist Teil 4 in der Reihe Gif-sur-Yvette

Tut mir leid, dass ich gestern nichts geschrieben habe, aber ich habe es kränkelnderweise vorgezogen, ganz viel zu schlafen. Es hätte ohnehin nicht viel interessantes zu erzählen gegeben, außer dass ich auf meinem Deo-Spray etwas lustiges entdeckt habe: Da steht drauf, dass es noch bei 58°C wirkt, der heißesten je auf der Erde gemessenen Temperatur. Etwas drunter steht dann aber, dass man das Deo vor Temperaturen über 50°C schützen soll. Also werd ich mich, wenn ich mal nach El Asisija in Libyen fahren sollte, vorher einsprühen und das Deo zuhause lassen.

Außerdem hab ich gestern noch zwei Bilder gemacht. Einmal das Supélec von vorne:

Und einmal die offene Sporthalle:

Das ist wirklich lustig, die is da mittendrin und man läuft da halt vorbei, wenn man von A nach B will. Da hinten links sieht man glaub die Bibliothek…

So, nun zu heute. Eigentlich war auch nichts aufregendes, außer dass der Getränke- und Süßigkeitenautomat mir mehr Geld zurückgegeben hat als er sollte… :) Ich sehe schon, das werden die langweiligsten Blogeinträge, die die Welt je gesehen hat…

Aber morgen gibts sicher viel zu erzählen, denn da haben wir streikbedingt frei. Genauer gesagt, fährt keine S-Bahn hier raus, weswegen alle Stunden von morgen auf die übrigen Tage verteilt wurden. Da keine S-Bahn fährt, sitz ich also auch hier in Gif fest und ich werd mir mal gründlich die Stadt ansehen…

Soviel für heute, ich denke, ich werde nachher mal nochmal das leckere Crêpes-Restaurant aufsuchen :)

Gif-sur-Yvette – Tag 2

Dieser Artikel ist Teil 3 in der Reihe Gif-sur-Yvette

Puuh! Diese Graduiertenschule ist schon gar nicht so unanstrengend.

Aber fangen wir erstmal beim Supélec an, dem Institut, an welchem die Schule stattfindet. “Supélec”, das ist die Kurzform für “École Supérieure d'Électricité”, also eine Hochschule für Elekrotechnik, oder analog abgekürzt “Hoele”. Naja, da fehlt ein “l”. Nein, Unsinn, die Schule macht einen wirklich tollen Eindruck: Die haben im Gebäude unter anderem eine Pizzeria, und in der Mitte eine Sporthalle. Das Gebäude ist ziemlich groß, und es ist ein Wunder, dass ich mich noch nicht verlaufen habe.

Laut dem Prof, der die Vorträge hält, lernen wir morgen etwas über “backstabbing”, also Verrat. Das wundert mich, weil es ja eigentlich um die Stabilisation nichtlinearer dynamischer Systeme gehen sollte, aber vielleicht liegt das auch an seinem französischen Akzent… ;)

Ich hab ja schon von ausländischen Gästen bei uns an der Uni gehört, dass es in manchen anderen Ländern nicht wie bei uns üblich ist, dass bei Tafelvorträgen die Tafel mit Wasser und so fortschrittlichem Gerät wie Wischding und Abziehding gereinigt werden, aber jetzt hier zu sehen, wie der Prof die große Hörsaaltafel mit einem trockenen Schwamm, der in Größe, Form und Farbe an ein Pausenbrot erinnert, putzt, bzw. die Kreide verteilt, ist schon amüsant.

Leider bin hab ichs heute ganz verplant, Fotos zu machen. Morgen gibts wieder welche, versprochen!

Gif-sur-Yvette – Tag 1 (Nachtrag)

Dieser Artikel ist Teil 2 in der Reihe Gif-sur-Yvette

Mjam, die Crêpe war sehr lecker. Genauer gesagt die Galette. Und wieder was dazugelernt: deftige Crêpes heißen Galettes. In dem Restaurant hingen einige Gemälde an der Wand, mit kleinen gelben Zettelchen daneben, wie die Werke heißen und was sie kosten sollen. Am Thresen hingen Kinderzeichnungen, bei denen ich diese gelben Zettelchen vermisst habe.

Als ich zurück ins Hotel gekommen bin, hat der Rezeptions-Mann ferngesehen. Damit es aber nicht so aussieht, als ob er faul wäre, hat er sich nicht vor den Fernseher gesetzt, sondern stand auf halbem Weg zwischen Rezeption und Fernsehecke. Sieht auch nicht besser aus…

Gif-sur-Yvette – Tag 1

Dieser Artikel ist Teil 1 in der Reihe Gif-sur-Yvette

Heute bin ich nach Frankreich gefahren, früh am Morgen, mit dem TGV. Wie gut, dass der jetzt auch in Augsburg hält. Da ist nämlich eine Graduiertenschule, an der ich teilnehme. Und weil ich Internet im Hotel habe (Jippi!), werd ich euch hier auf dem Laufenden halten, was ich hier so treibe.

Bis auf einen Triebwerksschaden (oder so) ist die Fahrt, während der ich meistens geschlafen habe, dann auch bald vorübergegangen. In Paris musste ich dann erstmal vom Ostbahnhof zum Nordbahnhof laufen, wobei ich mich ganz den französischen Gepflogenheiten angepasst und rote Ampeln einfach ignoriert habe. Am Nordbahnhof wollte ich dann eine Fahrkarte nach Gif-sur-Yvette kaufen, was sich nicht so einfach gestaltete. Die Automaten nahmen nämlich keine Scheine an, sondern nur Kleingeld (wovon ich keines hatte) und diverse Karten. Dummerweise akzeptierte der Automat keine meiner Karten, wobei er laut Aufdruck eigentlich zumindest die Visa-Karte nehmen hätte müssen… Am Schalter war eine ewig lange Schlange, also entschied ich mich für eine andere Taktik: Ich kaufte mir einfach ein Pain au chocolat, um Kleingeld zu bekommen (und weil die Teile so unheimlich lecker sind und mich an den Interrail-Urlaub mit Anna erinnern). Leiter hatte ich mich verrechnet, und das Kleingeld reichte nicht. Dafür war jetzt die Schlange am Schalter erheblich geschrumpft, weswegen ich mich dort anstellte. Von der freundlichen Dame am Schalter bekam ich dann nicht nur meine Fahrkarte, sondern wurde auch aufgeklärt, wie man Gif-sur-Yvette wirklich ausspricht.

In Gif lief ich dann zum Hotel le Village, wo ich mir ein Zimmer reserviert hatte. Den Fußweg dahin hatte ich mir vorher im Internet angeschaut und aufgeschrieben. Ich beging jedoch zwei Fehler:

  • Fehler 1: Wegweisern folgen, wenn man eigentlich weiß, dass man in eine andere Richtung muss
  • Fehler 2: Wegweiser nicht genau genug lesen, “Hotel de ville” ist nicht dasselbe wie “Hotel le village”… :)

Aber ich kam ja dann doch noch im Hotel an.

Überrascht war ich und erfreut, dass es hier WLAN gibt, denn auf der Website des Hotels stand das nicht, und dort machte das Hotel jetzt auch keinen so wirklich modernen Eindruck, eher den einer kleinen Pension. Mein Zimmer ist auch ganz ok.

Dass es keinen richtigen Schrank gibt, ist nicht so schlimm, weil ich eh lieber ausm Koffer lebe. Nur die Heizung hab ich erstmal voll aufdrehen müssen, damit ich nicht erfrieren muss. Das Wetter ist nämlich leider nicht ganz so toll, kalt und regnerisch.

Da es meinen Recherchen zufolge einigermaßen unmöglich ist, von hier mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu der Elektrotechnik-Hochschule zu kommen, wo die Graduiertenschule stattfinden wird, bin ich dann schon mal testweise dorthingelaufen, um zu schauen, wie lange das dauert. Dabei ist mir schon gleich ein Crêpes-Restaurant hier um die Ecke aufgefallen. Da werd ich nacher glaub ich hingehen… :) Gif scheint ein sehr schöner Ort zu sein. Wenn mal besseres Wetter ist, muss ich mir ihn mal näher anschauen. Neben dem Hotel ist auch irgendwie ein Schloss mit riesigem Park. Vielleicht kann man da ja auch rein, mal schauen… Jedenfalls bin ich dann die halbe Stunde zum Supélec gelaufen, das letzte Stück steil bergauf.

Jetzt kenn ich wenigstens mal den Weg. Ich hoffe mal, die stellen da viele Schilder auf, wo man hinmuss, weil das Gelände scheint mir recht groß zu sein. Ich hoffe auch, morgen früh regnets nicht…

Irgendwie bin ich total müde, obwohl ich so lang im Zug geschlafen hab. Ich glaub, ich leg mich mal noch kurz schlafen, bevor ich was essen geh.

Bitte keine Werbung

Wie wäre es, wenn man auf Papier-Mülltonnen einen Aufkleber anbrächte, auf dem “Bitte keine Werbung einwerfen!” steht?

Noch mehr last.fm-Wordles

Ich habe noch ein bisschen mit den last.fm-Wordles herumgespielt. Leider habe ich in letzter Zeit wenig Musik über den PC gehört, drum sind die Kurzzeit-Charts wenig aussagekräftig. Dennoch hier die 3-Monats-Interpreten-Charts:
3-Monats-last.fm-Wordle

Und hier noch die Hitliste der einzelnen Lieder:
last.fm-Wordle der gehörten Songs

So, aber jetzt sollte ich mal weiterarbeiten…