Heute bin ich nach Frankreich gefahren, früh am Morgen, mit dem TGV. Wie gut, dass der jetzt auch in Augsburg hält. Da ist nämlich eine Graduiertenschule, an der ich teilnehme. Und weil ich Internet im Hotel habe (Jippi!), werd ich euch hier auf dem Laufenden halten, was ich hier so treibe.
Bis auf einen Triebwerksschaden (oder so) ist die Fahrt, während der ich meistens geschlafen habe, dann auch bald vorübergegangen. In Paris musste ich dann erstmal vom Ostbahnhof zum Nordbahnhof laufen, wobei ich mich ganz den französischen Gepflogenheiten angepasst und rote Ampeln einfach ignoriert habe. Am Nordbahnhof wollte ich dann eine Fahrkarte nach Gif-sur-Yvette kaufen, was sich nicht so einfach gestaltete. Die Automaten nahmen nämlich keine Scheine an, sondern nur Kleingeld (wovon ich keines hatte) und diverse Karten. Dummerweise akzeptierte der Automat keine meiner Karten, wobei er laut Aufdruck eigentlich zumindest die Visa-Karte nehmen hätte müssen… Am Schalter war eine ewig lange Schlange, also entschied ich mich für eine andere Taktik: Ich kaufte mir einfach ein Pain au chocolat, um Kleingeld zu bekommen (und weil die Teile so unheimlich lecker sind und mich an den Interrail-Urlaub mit Anna erinnern). Leiter hatte ich mich verrechnet, und das Kleingeld reichte nicht. Dafür war jetzt die Schlange am Schalter erheblich geschrumpft, weswegen ich mich dort anstellte. Von der freundlichen Dame am Schalter bekam ich dann nicht nur meine Fahrkarte, sondern wurde auch aufgeklärt, wie man Gif-sur-Yvette wirklich ausspricht.
In Gif lief ich dann zum Hotel le Village, wo ich mir ein Zimmer reserviert hatte. Den Fußweg dahin hatte ich mir vorher im Internet angeschaut und aufgeschrieben. Ich beging jedoch zwei Fehler:
- Fehler 1: Wegweisern folgen, wenn man eigentlich weiß, dass man in eine andere Richtung muss
- Fehler 2: Wegweiser nicht genau genug lesen, “Hotel de ville” ist nicht dasselbe wie “Hotel le village”…

Aber ich kam ja dann doch noch im Hotel an.

Überrascht war ich und erfreut, dass es hier WLAN gibt, denn auf der Website des Hotels stand das nicht, und dort machte das Hotel jetzt auch keinen so wirklich modernen Eindruck, eher den einer kleinen Pension. Mein Zimmer ist auch ganz ok.

Dass es keinen richtigen Schrank gibt, ist nicht so schlimm, weil ich eh lieber ausm Koffer lebe. Nur die Heizung hab ich erstmal voll aufdrehen müssen, damit ich nicht erfrieren muss. Das Wetter ist nämlich leider nicht ganz so toll, kalt und regnerisch.
Da es meinen Recherchen zufolge einigermaßen unmöglich ist, von hier mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu der Elektrotechnik-Hochschule zu kommen, wo die Graduiertenschule stattfinden wird, bin ich dann schon mal testweise dorthingelaufen, um zu schauen, wie lange das dauert. Dabei ist mir schon gleich ein Crêpes-Restaurant hier um die Ecke aufgefallen. Da werd ich nacher glaub ich hingehen…
Gif scheint ein sehr schöner Ort zu sein. Wenn mal besseres Wetter ist, muss ich mir ihn mal näher anschauen. Neben dem Hotel ist auch irgendwie ein Schloss mit riesigem Park. Vielleicht kann man da ja auch rein, mal schauen… Jedenfalls bin ich dann die halbe Stunde zum Supélec gelaufen, das letzte Stück steil bergauf.

Jetzt kenn ich wenigstens mal den Weg. Ich hoffe mal, die stellen da viele Schilder auf, wo man hinmuss, weil das Gelände scheint mir recht groß zu sein. Ich hoffe auch, morgen früh regnets nicht…

Irgendwie bin ich total müde, obwohl ich so lang im Zug geschlafen hab. Ich glaub, ich leg mich mal noch kurz schlafen, bevor ich was essen geh.
Dieser Artikel ist Teil 1 in der Reihe Gif-sur-YvetteHeute bin ich nach Frankreich gefahren, früh am Morgen, mit dem TGV. Wie gut, dass der jetzt auch in Augsburg hält. Da...