Königliche Kommunikation in der Rückschau unter Berücksichtigung des NSA-Skandals

Für letzte Woche gibt es keinen Wochenrückblick, weil nichts besonderes passiert ist, bzw. ich mir nichts notiert hatte.

Aber heute vor sechs Jahren schrieb ich basierend auf Zeitungsartikeln von damals unter dem Titel „Königliche Kommunikation“:

Später […] las ich, dass sämtliche schriftliche Kommunikation (geschäftlich ebenso wie privat) von amerikanischen Präsidenten öffentlich gemacht und archiviert wird, also auch Emails und SMS. Ob das Angela Merkel so gefallen würde, die bekanntermaßen […] sehr gerne SMS schreibt…

Nach dem NSA-Skandal wissen wir ja inzwischen, dass ihre SMS doch archiviert werden, wenn auch nicht von uns.

Fußgängerzone

Wochenrückblick 45/2014

Wirklich spannendes war diese Woche nicht. Da war es vor sechs Jahren schon interessanter. Damals hab ich über die widersprüchliche Fußgängerzonenbeschilderung geschrieben, die dem Ordnungsamt ziemlich gelegen kam, weil sie Bußgelder von Radfahrern eintreiben konnte, obwohl sie sich nur an die Beschilderung gehalten hatten.
Ich frage mich, ob sich das inzwischen gebessert hat.

Sonst war das Interessanteste (bzw. das Interessanteste, an das ich mich noch erinnern kann) ein Zeitungsartikel in der SZ, dass in München testweise eine Station geplant ist mit Carsharing-Wagen verschiedener Anbieter und Mietfahrrädern. Klingt sehr interessant. Sehr gut wären auch über die Stadt verteilte Parkplätze nur für Carsharing-Wagen. Das ist nämlich teilweise verdammt schwierig bis unmöglich, einen Parkplatz zu finden, wenn man seinen Flinkster-Wagen zurückgeben will.

Istanbul

Spielwies’n 2014

Dieses Jahr hab ichs endlich mal wieder auf die Spielwies’n geschafft. Der Messebereich selbst war leider heillos überfüllt, aber das beste dort ists eh, sich irgendwo nen Tisch zu schnappen und den ganzen Tag lang irgendwelche Brettspiele zu spielen.

Mein Favorit war Istanbul, das Kennerspiel des Jahres. Das ist so eine Art Worker-Placement-Spiel, wobei es aber nicht wie sonst bei solchen Spielen einen fixen Endpunkt gibt, auf den das Auszählen der Punkte folgt (was den Spielausgang oft unvorhersehbar und überraschend macht). Hier gewinnt einfach der, der zuerst fünf Rubine hat. Auch sonst ist das Spiel weniger komplex als viele Worker-Placement-Spiele. Bei Village zum Beispiel war ich zunächst ziemlich überfordert, aber Istanbul war relativ schnell erklärt. Nichtsdestoweniger kann man Istanbul sehr strategisch spielen. Ein großer Pluspunkt für das Spiel ist auch das variable Spielfeld. Ich mag Spiele mit variablem Spielfeld.

Wenn jemand Istanbul spielen will, einfach melden, ich hab es. :)

Hier hab ich noch eine ausführliche Beschreibung und eine Rezension des Spiels gefunden:

Sonst hab ich noch Mangrovia gespielt. Das ist auch ein Worker-Placement-Spiel, diesmal wieder klassisch mit Punkteauswertung am Ende. Das ist auch sehr schön gemacht. Aber es konnte mich jetzt nicht wirklich überzeugen. Es gibt einfach so viele andere bessere Spiele dieser Art…

Ein sehr gutes Spiel dagegen war Concept. Das ist so ähnlich wie Montagsmaler, nur dass man nicht selber malt sondern Steinchen auf ein paar der über hundert Piktogramme legt. Klingt jetzt vielleicht nicht so spannend aber macht sehr viel Spaß!

Wochenrückblick 44/2014

Beim letzten Wochnrückblick hatte ich was vergessen. Eine Hochzeit. Kann ja mal passieren.

Am vorvergangenen Samstag war ich nämlich auf einer Hochzeit. Das war ne lustige Geschichte. Ich war nämlich in Begleitung von jemandem, die ich nicht wirklich kenn, auf der Hochzeit von jemandem, die ich auch nicht so wirklich kenn. War aber sehr schön. Ich hab glaub noch nie eine so entspannte Braut gesehen. Ich war mit der Braut in der Grundschule, wir hatten danach aber keinen Kontakt mehr. Ich hab auch noch zwei andere Mädels aus der Grundschule auf der Hochzeit wiedergesehen. In der Kirche war noch was sehr schönes. Vor mir saß ein kleines Mädchen, dem irgendwann langweilig wurde. Zum Glück hatte der Vater einen Legokatalog dabei. Das Mädel ist extrem lange bei den Star-Wars-Produkten hängengeblieben und hat den Mädels-Kram sehr schnell überblättert. So viel zu geschlechterspezifischem Spielzeug…

Wollt ihr ein Hoverboard haben? Dann ab zu Kickstarter. Dort gibt es nämlich eine Kampagne, deren Ziel ist, ein Hoverboard zu entwickeln. Das Patent ist schon angemeldet, und die Kampagne ist schon erfolgreich (läuft aber noch ein paar Wochen). Laut I Fucking Love Science ist das zwar möglich, was die da vorhaben. Das Problem wird aber die Akkulaufzeit sein. Außerdem geht es natürlich nicht über beliebigen Oberflächen. Man braucht einen elektrisch leitfähigen aber nicht ferromagnetischen Untergrund.

Und wo wir gerade bei ScienceFiction-Technologie sind: Es wurde ein Traktorstrahl entwickelt, der über lange Entfernungen funktioniert. Also, lange Entfernungen heißt 20cm, und es geht nur mit einzelnen Partikeln, aber egal…

Es gibt ein neues Video von OK Go. Wieder einmal sehr beeindruckend:

Am Freitag war ich auf dem Coupe Mondiale, dem Welt-Akkordeonwettbewerb. Hab mir ein bisschen den Wettbewerb angehört und ein Konzert. Hier gibt es Videos der ganzen Teilnehmer zu sehen. Sehr beeindruckend…

Coupe Mondiale

Passend zu der Werbung für ein Konzert des Akkordeonorchesters, in dem ich früher gespielt hab, die ich vor sechs Jahren hier gemacht hab, fahr ich heute nach Salzburg zum Coupe Mondiale, dem internationalen Akkordeonwettbewerb. Nein, nicht zum Teilnehmen, dazu hab ich die letzten Jahre viel zu wenig geübt und außerdem liegen mir so Wettbewerbe eh nicht. Nach den Wettbewerben ist abends dort immer ein Konzert, und da fahr ich heut hin. Es gibt unter anderem die Rhapsody in Blue von George Gershwin zu hören, arrangiert für Mundharmonika und Akkordeon. Ich hab seinerzeit auch mal zwei von den Pflichtstücken des Couple Mondiale gespielt, die sollte ich mal wieder ausgraben…

Aber jetzt bin ich erstmal gespannt auf das Konzert.

Steve Gibbons Band – A to Z

Dieser Artikel erschien hier vor genau sechs Jahren fast genau so wie heute. :-D

Es gibt immer wieder so Lieder, die, nachdem ich den Tonträger erworben habe, erstmal in der Dauerschleife laufen, weil sie mir so gut gefallen. Irgendwann gerät die CD und das Lied dann in Vergessenheit, und wenn ich sie dann lange Zeit später wieder ausgrabe, dann frage ich mich, was ich damals an dem Lied gefunden habe, oder verspüre zumindest keinen Drang mehr, den Wiederholmodus einzuschalten.

Anders bei diesem Lied: A to Z von der Steve Gibbons Band. Laut Internetquellen ist das Lied von 1980. Und jedesmal, wenn ich die CD finde, läuft das Lied wieder rauf und runter. Der Text geht in etwa so:

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Ok, das ist nicht alles, das ist nur sozusagen der Refrain. Zwischendrin ist der Text aber teilweise nicht ganz verständlich. Auch einige Muttersprachler, die zu Rate gezogen wurden, konnten nicht alles verstehen. Das Internet schweigt sich leider auch aus. Dank eines Kommentars zu dem Beitrag von vor sechs Jahren konnte ich ein paar der unklaren Stellen klären, aber noch nicht alle. Wenn jemand also den Text irgendwo hat, nur her damit! Ein kleiner Auszug aus dem verständlichen Teil:

A is for the atom bomb,
B for being born,
C for civilazation,
D for dropping on,
E for evolution,
F for fighting mother nature

Und so weiter… Dumm nur dass ich hier kein Hörbeispiel reinstellen kann, urheberrechtstechnisch. Aber falls jemand dieses Lied einmal in die Hände fallen sollte: Unbedingt reinhören!

P.S. Der Höhepunkt des Liedes ist übrigens, daß der “Refrain” rückwärts gesungen wird… ;-)

Panini Bundestag 2014

Heute vor sechs Jahren hatte ich mich gefragt, wieso es eigentlich keine Panini-Sammelbildchen mit den aktuellen Bundestags­abgeordneten gibt. Ich halte das immer noch für eine gute Idee. In dem Heft könnte man dann Kindern auch noch sehr viel über Politik beibringen. Nicht immer nur Fußball, das interessiert doch keinen. Ich will Kinder Erich Irlstorfer gegen Gerda Hasselfeldt tauschen sehen!

Vielleicht könnte man auch für andere interessante Themen Sammelbildchen herausbringen. Geographie, Lebensmittel, Krankheiten. Ich stell mir da enttäuschte Kinder vor, die sagen: “Oh nein, nicht schon wieder nur ne Erkältung. Ich brauch ne Grippe!”

Zugegebenermaßen gibt es nicht nur Fußball-Sammelbilder. Es gibt auch welche von Tieren und Flugzeugen und Biene Maja. Mich wundert überhaupt, dass es das noch gibt und dass die Kinder nicht schon Fußballspieler über ihre Smartphones per NFC tauschen.

Wochenrückblick 42+43/2014

Letzte Woche hab ich keinen Wochenrückblick geschrieben, weil ich da grad in Prag und Leipzig war. Die Kalenderwoche 42 war eh nicht viel interessantes passiert. Zwei Treffen mit den Pfadfindern (eines mit der Münchner Diözesanleitung und eines mit dem Kommunikations-AK des Wölflings-Bayernlagers), D&D spielen, Billard spielen mit der Band. Dann bin ich schon nach Prag gefahren. Und danach eben nach Leipzig. Dazu werd ich zu gegebener Zeit mal noch was schreiben. Die Sache ist, ich hab dieses Jahr in Barcelona ein Reisetagebuch für 2014 angefangen, das ich dann nach jeder Reise nachträglich hier in den Blog gießen wollte. Nur bin ich schon mindestens drei Reisen hinterher, die ich aus dem Gedächtnis niederschreiben muss. Ich will das aber trotzdem durchziehen, und eben das Reisetagebuch nachträglich befüllen und dann daraus Blog-Beiträge basteln. Für nächstes Jahr muss ich mir da aber einen anderen Modus überlegen…

Ein Relikt aus der vorvergangenen Woche gibt es noch. Nämlich hat Fefe mal wieder auf etwas sehr interessantes hingewiesen: In Frankreich kann man jetzt anscheinend Hersteller und Importeure verklagen, deren Produkte geplant und unnötig frühzeitig kaputt gehen (Stichwort “geplante Obsoleszenz”).

Kürzlich hat das zweite BAHFest stattgefunden. Sogar zweimal. Einmal am MIT und einmal in San Francisco. Wer das BAHFest nicht kennt, sehe sich am besten das Video des letztjährigen Gewinnervortrags an. Oder den Beitrag des Initiators des BAHFests, des SMBC-Cartoonisten Zach Weinersmith. Es gibt für das diesjährige BAHFest noch keine guten Videoaufnahmen. Aber für das am MIT ist die Aufnahme, die es schon auf YouTube gibt, ganz ok:

Heute vor sechs Jahren

Genau heute vor sechs Jahren hab ich diesen Blog begonnen. Und jetzt, über 500 Beiträge später, bin… Moment. Fünfhundert Beiträge in sechs Jahren? Das ist durchschnittlich ein Beitrag alle vier bis fünf Tage. Mehr als ich gedacht hätte. Damit hab ich den Vorsatz jedenfalls erfüllt, den ich damals gemacht hatte:

„Ich bin überzeugt, naja zuallererst bin ich müde und werde gleich endlich ins Bett fallen, aber dennoch glaube ich dass ich diesen Blog regelmäßiger füttern werde als ich meine Homepage bisher aktualisiert habe. Was keine Kunst ist.“

Und zur Feier des Tages werde ich die nächsten sechs Jahre an jedem Tag, an dem sechs Jahre zuvor hier ein Beitrag veröffentlicht wurde, diesen Beitrag nochmal veröffentlichen. Das ist super. Das merkt niemand. So spar ich mir irrsinnig viel Arbeit. Vielleicht mach ich auch was anderes. Aber jedenfalls wird das unter der Kategorie „Heute vor sechs Jahren“ laufen.

Wochenrückblick 41/2014

Ich bin noch nicht dazugekommen, die Demoversion zu spielen, aber die Videos sehen ganz vielversprechend aus. Ich rede von der 2D-Version von The Legend of Zelda – Ocarina of Time. Ja, Ocarina of Time im Stil von A Link to the Past. Was kann da schiefgehen? Ok, die Leute dahinter könnten irgendwann keine Zeit und Lust mehr haben. Oder Nintendo könnte sie verklagen. Auf der Homepage schreiben sie ja selber: “Considering how most of the previous attempts at OoT 2D were canceled, we couldn’t have picked a more difficult project to make!” Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

Irgendwo bin ich letzte Woche auf dieses Video gestoßen. Mir war bisher vollkommen neu, dass sowas überhaupt geht:

Als ich letztens im Penny einkaufen war, hab ich mich ertappt, wie ich relativ unbewusst einem Gespräch von zwei Leuten zugehört hatte. Vermutlich war das deshalb, weil das Mädel übertrieben deutlich gesprochen hat. Hat mich irgendwie an so Reality-Soaps erinnert, da reden die Leute auch oft so. Vermutlich hat sie so übertrieben deutlich geredet, weil der Kerl irgend eine Art von Behinderung hatte. Könnte das gewesen sein, was der Walter Junior in Breaking Bad hat. Ist auch egal. Jedenfalls hat er sie wohl wegen irgendwas angesprochen, vielleicht wegen ihres Kindes, das sie im Kinderwagen vor sich herschob. Sie jedenfalls irgendwann so: “Machst du das öfter, einfach Mädels anquatschen?” Was er darauf verneinte. Und so entspann sich ein Gespräch, das ich gerne bis zum Ende belauscht hätte. Aber irgendwann war mir das doch unangenehm, die beiden so zu beobachten. Was ich noch mitgekriegt hab, war, dass sie Nummern ausgetauscht haben. Ich wüsste zu gerne, was daraus geworden ist…

Und nochmal ein interessantes YouTube-Video. Diesmal von vsauce zu der Frage, wieso Unfälle und alles Morbide und Abstoßende uns so fasziniert.

Und nochwas aus der Netzfundkiste. Diesmal zum Thema Nobelpreis. Hier erzählt der Astrophysiker Brian Schmidt, der 2011 den Nobelpreis gewonnen hat, was ihm passiert ist, als er mit der Nobel-Medaille fliegen wollte:

They’re like, ‘Sir, there’s something in your bag.’
I said, ‘Yes, I think it’s this box.’
They said, ‘What’s in the box?’
I said, ‘a large gold medal,’ as one does.
So they opened it up and they said, ‘What’s it made out of?’
I said, ‘gold.’
And they’re like, ‘Uhhhh. Who gave this to you?’
‘The King of Sweden.’
‘Why did he give this to you?’
‘Because I helped discover the expansion rate of the universe was accelerating.’
At which point, they were beginning to lose their sense of humor. I explained to them it was a Nobel Prize, and their main question was, ‘Why were you in Fargo?’

Das gibt eine wunderbare Überleitung zu Fargo, der Serie. Nicht der Film, der ist auch großartig. Sondern die Serie, die im April diesen Jahres gestartet ist. Die ist auch äußerst sehenswert. Ich hab gerade die erste Staffel zu Ende gesehen und bin gespannt auf die zweite. Diese Serie ist auf jeden Fall ein guter Grund, sich ein Netflix-Abo zuzulegen! Netflix läuft jetzt anscheinend auch unter Linux, jedenfalls bei mir.

Toblog